Praktikumsbericht Pierre Schnock (2016)

08. April 2016 Zugriffe: 3370 Geschrieben von Weitkowitz
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Mein Name ist Pierre Schnock und ich studiere Geographie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Nun habe ich ein siebenwöchiges Praktikum im OSLM absolviert. Geographie und Museum? Wie passt das denn zusammen, fragt ihr euch? Das passt sogar sehr gut zusammen. Wenn man Geographie studiert, steuert man nicht auf den einen Job zu. Es ist ein breit gefächertes Fach. Und ebenso breit gefächert ist die Arbeit im OSLM.

Ich hatte während meines Praktikums viele verschiedene Aufgaben und langweilig wurde mir nie.

Durch unsere momentane Sonderausstellung durfte ich führen. Zusammen mit Museumspädagogin Eliska Hegenscheidt erklärte ich Grundschulklassen die Funktionsweisen von alten Eismaschinen, Kochhexen und Eisschränken. Mit Ausstellungskuratorin Susanne Peters-Schildgen habe ich die Klasse einer weiterführenden Schule durch unsere „kleine“ Sonderausstellung zum Thema Ostereier geführt. Für meinen Vortrag war es natürlich nötig vorher zu recherchieren. Auch das ist Teil der Museumsarbeit. Gerade die ukrainischen Ostereier fand ich sehr interessant. Ihre Bedeutung der Muster und die Machart sind etwas ganz besonderes und unterscheiden sich sehr von den uns bekannten Ostereiern.

Die Funktion eines Museum ist nicht nur das Ausstellen und Vermitteln, sondern auch das Sammeln, Bewahren und Forschen. Daher fallen auch Aufgaben an, die ich noch mit einem Museum in Verbindung brachte und die im Hintergrund ablaufen, aber trotzdem wichtig sind. Dazu gehören Aufgaben wie Ausstellungsab- und -aufbau, neu angekommene Exponate zwischenlagern für die Inventarisierung (eine weitere Aufgabe, dazu später mehr), Beschilderung zurechtschneiden oder einfach den Bestand im FIZ (Fachinformationszentrum) katalogisieren und überprüfen.

Das Inventarisieren ist ein ganz wichtiger Teil der Museumsarbeit. Die Exponate müssen in Listen aufgenommen und mit Inventarisierungsnummern versehen werden, damit sie nach dem fachgerechten  Verstauen auch wiederfindet. Das ist eine sehr verantwortungsvolle Arbeit. Würde die Liste unkorrekt oder „schlampig“ erstellt, könnte niemand später damit etwas anfangen. Viele Informationen gingen verloren. Manche Exponate sind sehr wertvoll und empfindlich, das erforderte deshalb den vorsichtigen und bedächtigen Umgang.

Auch war ich in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Ich habe mehrere Einträge für die Facebook-Seite des Museums erstellt, die aktuellen und zukünftigen Sonderausstellungen auf mehreren Portalen eingetragen auf denen das Museum aktiv ist und für die englische Fassung der Homepage Texte übersetzt.

Wie ihr seht, sind die Aufgaben in meiner Zeit wirklich vielschichtig und vielfältig gewesen.

Was aber noch viel wichtiger ist, als die interessante Arbeit, ist das Kollegium. Ich hatte in meiner Zeit im OSLM wirklich das Gefühl ein Teil des Teams und nicht der Laufbursche zu sein. Ich hatte die gleichen Aufgaben zu erfüllen, wie die anderen auch und wurde eben nicht „zum Kaffee holen“ abgestellt. Im engagierten Team war mit vielen jederzeit in Kontakt, sei es beim gemeinsamen Mittagsessen oder in den offenen Büros, die sich direkt nebeneinander befinden. Ich habe mir die  meiste Zeit mit Leonhard Wons ein Büro geteilt und es war ein sehr lockeres Miteinander. Ich bin sehr froh, dass ich mein Praktikum im OSLM machen konnte. 

Kommende Veranstaltungen

Auf den Spuren des "Kartoffelkönigs! - Friedrich II. und seine Geschichte(n)
Kinderferienprogramm
am Donnerstag und Freitag, 10. und 11. August um 13:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Baumeister gesucht! Baue deine eigene mittelalterliche Stadt
Kinderferienprogramm
am Donnerstag, 24. August um 13:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung "Schlesische Bahnwelten"
am Sonntag, 27. August um 15 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

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+49(0)2102-9650

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