Pressetext: Inschriften-Archäologie in Ober- und Niederschlesien

30. September 2020 Zugriffe: 302 Geschrieben von Peters-Schildgen
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Presseinformation

Oberschlesisches Landesmuseum (OSLM)
Bahnhofstr. 62, 40883 Ratingen (Ortsteil Hösel)

Tel. +49 (0) 21 02 / 96 50
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Web: www.oslm.de
https://www.facebook.com/Oberschlesisches.Landesmuseum

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 11 - 17 Uhr
geschlossen: 3. Oktober 2020 (Tag der Deutschen Einheit), 1. November 2020 (Allerheiligen)


 
Wo die Mauern noch deutsch sprechen
Inschriften-Archäologie in Ober- und Niederschlesien
Projekt Vergessenes Erbe / Vergessene Inschriften

Vortrag von Dawid Smolorz, Projektbearbeiter und -koordinator

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für Oberschlesien im Rahmen von “Podium Silesia - Beiträge zur Geschichte Oberschlesiens”

Dienstag, 6. Oktober 2020, 18.30 Uhr

Nach 1945 fand in den früheren deutschen Ostgebieten eine sehr konsequent, auch wenn nicht überall mit gleichem Engagement durchgeführte „Entdeutschungsaktion“ statt. In Nieder- und Oberschlesien, in Pommern und in Ostpreußen fielen dieser Aktion jegliche deutschsprachigen Informations- und Werbeaufschriften, Ladenschilder und Wegweiser zum Opfer. Nicht nur wurden auf diese Weise sechs Jahre brutaler deutscher Besatzung Polens abreagiert. Man wollte damit auch alle möglichen Beweise dafür entfernen, dass die Wiedergewonnen Gebiete, so die offizielle Bezeichnung der früheren deutschen Ostprovinzen in der Volksrepublik Polen, in Wirklichkeit nicht ganz so urpolnisch waren, wie in der Propaganda verkündet.

Seit dem Fall des Kommunismus sind die sichtbaren Relikte der deutschen Vergangenheit keiner politisch motivierten Zerstörung mehr ausgesetzt. Wo heute Fassaden alter Bürgerhäuser und öffentlicher Gebäude bröckeln, erscheinen nicht selten Schilder längst nicht mehr existierender Geschäfte oder Restaurants. Allgemein gilt die Regel: Je schlechter der Zustand einer Stadt, desto größer die Chance, dass aus dem alten Putz wieder Spuren vergangener Zeiten hervortreten. Doch auch heute wecken die alten deutschen Inschriften in Polen Kontroversen. Gleichzeitig gibt es aber viele positive Beispiele, wo polnische Hausbesitzer, Wohnungsgemeinschaften oder kommunale Verwaltungen im Bewusstsein des historischen Erbes die alten deutschen Aufschriften renovieren oder hervorheben.

Dawid Smolorz, geb. 1971 in Hindenburg/Zabrze (Oberschlesien), Übersetzer, Regionalforscher, freier Journalist, Autor bzw. Co-Autor populärwissenschaftlicher Publikationen zur oberschlesischen Problematik (u.a. „Grenzgänger. Erzählte Zeiten, Menschen, Orte“, „Schauplatz Oberschlesien”, „Oberschlesien aus der Luft“). Seine Beiträge sind u.a. in der Warschauer „Gazeta Wyborcza“, dem Kattowitzer „Dziennik Zachodni“ und dem „Wochenblatt“, der Zeitung der Deutschen in Polen, erschienen. In Kooperation mit dem Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Gleiwitz/Oppeln initiiert er Projekte zur regionalen Thematik. Seit vielen Jahren ist Dawid Smolorz Autor beim Senfkorn-Verlag Görlitz und der in Görlitz erscheinenden Monatsschrift „Schlesien heute“. Er lebt in Gleiwitz.

Veranstaltungsort
Haus Oberschlesien, Bahnhofstr. 71, 40883 Ratingen.
Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter: 0 21 02 / 965 434.

Das Oberschlesische Landesmuseum ist an diesem Tag bis 18.15 Uhr geöffnet, so dass vor dem Vortrag die Gelegenheit zu einem Museumsbesuch besteht.

Weitere Veranstaltungstermine

07.10.2020, 19.00 Uhr im Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstraße 90, 40210 Düsseldorf. Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 0211 / 16 99 111.

08.10.2020, 19:00 Uhr in der Martin-Opitz-Bibliothek, Berliner Platz 5, 44623 Herne. Anmeldung: information.mob@herne.deoder telefonisch unter 02323 / 16 2805.

Es gelten die Hygienevorschriften der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (1,5 Meter Mindestabstand zwischen Personen, Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung). Demnach ist der Veranstalter verpflichtet, die Anwesenheit der Teilnehmer zu dokumentieren. Erforderlich ist die Erfassung von Vor- und Nachnamen, Telefonnummer und Adresse. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten, die Teilnahme ist kostenlos.

Die Pressemitteilung finden Sie hier als PDF-Datei sowie bei open press und bei lifePR.

Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62 | 40883 Ratingen (Hösel)
Tel.: 0 21 02 – 96 50 | Fax: 0 21 02 – 96 54 00
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | Web: www.oslm.de
Aktuelle Informationen finden Sie stets auch bei Facebook.

Pressekontakt:
Dr. Susanne Peters-Schildgen
Tel.: 0 21 02 – 96 52 33, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kommende Veranstaltungen

Wichtiger Hinweis!
Aufgrund der steigenden Coronavirus-Infektionszahlen wurden bundesweit verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen. Auch das OSLM ist als Kultureinrichtung vom Lockdown betroffen und bleibt vorerst bis zum 20. Dezember 2020 geschlossen. Die nachfolgenden Veranstaltungen fallen aus bzw. werden verschoben.


Mittwoch, 9. Dezember 2020, 18:30 Uhr

Horst Bieneks Gleiwitzer Kindheit - Vortrag von Prof. Dr. Daniel Pietrek
Ort: Haus Oberschlesien

Samstag, 12. Dezember 2020, 14:00 - 16:00 Uhr (Zusatztermin)
Schlesische Weihnachten!
Samstags im Museum. Museumspädagogische Nachmittage für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren

Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Samstag, 19. Dezember 2020, 14:00 - 16:00
Schlesische Weihnachten!

Samstags im Museum. Museumspädagogische Nachmittage für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

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