Pressetext "Kann Spuren von Heimat enthalten"

29. November 2017 Zugriffe: 598 Geschrieben von Peters-Schildgen
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Presseinformation

Oberschlesisches Landesmuseum (OSLM)
Bahnhofstr. 62, 40883 Ratingen (Ortsteil Hösel)

Tel. +49 (0) 21 02 / 96 50
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Web: www.oslm.de
https://www.facebook.com/Oberschlesisches.Landesmuseum

Öffnungszeiten
täglich außer montags von 11.00 – 17.00 Uhr

An Feiertagen gelten häufig abweichende Öffnungszeiten.
Geschlossen: 22.-25.12. | 30.-31.12.2017 | 1.1.2018 | 8.-13.2.2018
Geöffnet 26.12.2017


Kann Spuren von Heimat enthalten
Eine Ausstellung über Essen und Trinken, Identität und Integration der Deutschen im östlichen Europa
Oberschlesisches Landesmuseum, Ratingen

12.11.2017-18.2.2018

Ob böhmische Knödel, Königsberger Klopse, Karlsbader Oblaten, Liegnitzer Bomben, Süßes mit Streuseln oder Mohn aus Schlesien oder das berühmte Schlesische Himmelreich -  mit solchen Speisen verbinden viele Menschen aus dem östlichen Europa, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Vertriebene und später als Aussiedler nach Deutschland kamen,  ein Stück Heimat.

Mehr als 800 Jahre zurück reicht die Geschichte Deutschen des östlichen Europas. Vom Baltikum im Norden bis nach Südosteuropa erstreckten sich ihre Siedlungsgebiete. Die Vielfalt der Landschaften, des Klimas, der Böden, der Wälder, Meere, Seen und Flüsse, aber auch die Besitzverhältnisse, hatten einen entscheidenden Einfluss auf die landwirtschaftlichen Erzeugnisse und die daraus resultierende Ernährung der Bevölkerung. Aber auch leichte oder schwere körperliche Arbeit, Zugehörigkeit zu einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht, Reichtum oder Armut bestimmten den täglichen Speisezettel. Über die Jahrhunderte entwickelten die deutschen Bewohner in jedem Land und jeder Region eigene Rezepte für Speisen und Getränke. Vielerorts ließen und lassen sich die kulinarischen Grenzen nicht mehr eindeutig ziehen. Die gegenseitige Beeinflussung in der Küche ist in den Erzählungen, den Rezeptheften und Kochbüchern spürbar.

Wie viel von dieser kulinarischen Vielfalt, aber auch von Produkten und Firmen, hat nach Flucht und Vertreibung den Weg ins Deutschland der Nachkriegszeit gefunden?  Was wird heute bei uns gekauft, gegessen, genutzt, ohne dass über Herkunft oder ursprüngliche Produktionsstätten nachgedacht wird? Wie viel hat das jeweilige kulinarische Erbe zum Erhalt der Identität der Deutschen aus dem Baltikum, aus Ostpreußen, Pommern, Russland, Schlesien, Böhmen, Mähren, der Slowakei, Ungarn, Jugoslawien oder Rumänien beigetragen? Wie konnten mitgebrachte Küchentraditionen und neu gegründete Produktionsstätten die Integration in die westdeutsche Gesellschaft erleichtern?
Die Sonderausstellung „Kann Spuren von Heimat enthalten“  des Hauses des Deutschen Ostens in München geht diesen Fragen nach. Sie befasst sich mit sich mit dem breiten Thema Essen und Trinken, Alltag, Identität und Integration und knüpft somit an die große OSLM-Ausstellung zu Schlesiens Esskultur von 2016 an. Es geht um die Lebenswirklichkeit der Flüchtlinge nach 1945 sowie der Aussiedler in späteren Jahren. Die Ausstellung wirft einen Blick auf die Hungerjahre in der Nachkriegszeit wie auch auf die Überflussgesellschaft, auf welche die Spätaussiedler anfangs trafen. Präsentiert werden Familienrezepte, typische Gerichte, selbst gebaute Möbel, mitgebrachte Küchengeräte und vieles mehr.


Begleitprogramm

12. November 2017, 11 bis 18 Uhr
Herbstlicher Handwerker- und Delikatessenmarkt mit Ausstellungseröffnung

Traditionsreiche Handwerkskunst und Köstlichkeiten/Spezialitäten aus Oberschlesien und anderen Regionen bietet  der Herbstliche Handwerker- und Delikatessenmarkt im Oberschlesischen Landesmuseum. Anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung „Kann Spuren von Heimat enthalten“ sind alle eingeladen, traditionsreiche Produkte zu bestaunen und zu probieren. An den Ständen erhalten die Gäste Auskunft über die Herstellungstechniken und die Bedeutung von Speisen und Handwerk. Bestimmt findet sich schon das erste Weihnachtsgeschenk!?
Der Aktionstag wird unterstützt vom Kulturreferat für Oberschlesien aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird um 15 Uhr die neue Sonderausstellung eröffnet.


3. Dezember 2017, 12 bis 18 Uhr

Oberschlesischer Adventstag mit Führungen, Christbaumkugel-Workshops und dem berühmten
schlesischen Mohnkuchen (ein Angebot des Kulturreferenten für Oberschlesien)


16. Dezember 2017, 13:30 - 15:30 Uhr

„Weihnachten auf dem Teller“ - museumspädagogisches Programm für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren
(Anmeldung erforderlich)

 Hier gibt es die Pressemittelung als PDF-Download.

Kommende Veranstaltungen

Ostermarkt mit Ausstellungseröffnung
am Sonntag, 4. März von 11 bis 18 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Öffentliche Führung
durch die Sonderausstellung "schlesische Bahnwelten"
am Sonntag, 11. März um 15 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Vortrag "Aus dem Geist der Demokratie: Bedingungsloses Grundeinkommen"
eine Veranstaltung des Kulturkreises Hösel
am Dienstag, 13. März um 19 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
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