29.11.2017: Schlesische Erfahrungswelten. Lesung und Gespräch mit dem Autor Matthias Nawrat

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Geschrieben von Kretschmann
19. September 2017
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Matthias Nawrat Buch 2Opa Jurek eröffnete nach dem Krieg im oberschlesischen Oppeln/Opole ein Lebensmittel-geschäft und steigt im Laufe seines bewegten Lebens bis zum Kaufhausdirektor auf. An seinem Leben davor, dazwischen und danach entfaltet sich eine deutsch-polnische Geschichte zwischen Kindheit und Alltag, Politik und Kriegserfahrung und einer Menge Humor. Matthias Nawrat lässt in seinem Roman „Die vielen Tode unseres Opas Jurek" die Hauptfigur in 32 Episoden seine Familien- und Lebensgeschichte erzählen, zwischen der Kindheit in Warschau, der Gefangenschaft in Auschwitz, dem Heimisch werden in Oppeln und Polens Aufbruch nach 1989. Die Geschichte des schlesischen Oppeln und Jureks Verwandtschaft in Deutschland bieten eine Reihe autobiographische Anknüpfungspunkte aus dem Leben des Autors.

Matthias Nawrat wird aus seinem neusten Roman und weiteren Texten lesen und im Anschluss mit uns über die Komplexität (ober-)schlesischer Erfahrungswelten ins Gespräch kommen.

Matthias Nawrat wurde 1979 im oberschlesischen Oppeln/Opole geboren. Mit zehn Jahren zog er mit seiner Familie nach Bamberg. Er studierte Biologie in Freiburg/Br. und Heidelberg sowie Literatur am Schweizer Literaturinstitut in Biel. Nawrat lebt in Berlin. Für seinen Debüt-Roman „Wir zwei allein" (2012) erhielt er verschiedene Auszeichnungen, u.a. den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis. Sein Roman „Unternehmer" (2014) wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert und mit dem Kelag-Preis und Bayern2-Wortspiele-Preis gewürdigt. In seinem dritten Roman „Die vielen Tode unseres Opas Jurek" (2015) begibt sich Nawrat an seinen Geburtsort und erzählt ein polnisch-schlesisches Familienepos. Er erhielt u.a. den Bremer Literaturpreis und die Alfred-Döblin-Medaille.

Mittwoch, 29. November, 19 Uhr

Haus Schlesien, Dollendorfer Str. 412, Königswinter

Karten 5 € / 2,50 € über T 02244 - 88 60, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

oder an der Abendkasse

Eine Veranstaltung von HAUS SCHLESIEN, Literaturhaus Bonn, Literatur im Siebengebirge e.V. und dem Kulturreferat für Oberschlesien in der Stiftung Haus Oberschlesien. Gefördert durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien.

Eine Exkursion für Studierende nach Oberschlesien. Das Erbe der Reformation im polnisch-tschechischen Grenzgebiet.

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Geschrieben von Kretschmann
29. Juni 2017
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Das im deutsch-polnisch-tschechischen Grenzgebiet gelegene Schlesien gehörte zu den Regionen, die sich als erste der Reformation öffneten. Für mehr als zweihundert Jahre bestimmte die Auseinandersetzung zwischen katholischem und evangelischem Bekenntnis die Geschichte des Landes. Auch in Zeiten der Gegenreformation bewahrten viele Lutheraner in Schlesien ihren Glauben. Zeugen ihres Kampfes um Selbstbehauptung sind die Gnadenkirchen, die sie Karl XII. von Schweden verdankten. Als siegreicher Feldherr im Nordischen Krieg erzwang er von Kaiser Joseph I. wichtige Zugeständnisse für die schlesischen Protestanten. Bei unserer Studienreise richten wir unser Augenmerk auf einen ausgewählten Ausschnitt Schlesiens: auf Oberschlesien und das böhmisch-mährische Grenzgebiet. Letzteres gehörte im 18. und 19. Jahrhundert als Österreichisch-Schlesien zur Habsburgermonarchie bzw. zu Böhmen und ist heute Teil Tschechiens, während das größere, nordöstliche Gebiet ab 1740 preußisch wurde und heute innerhalb Polens liegt.

Inhaltliche Schwerpunkte der Studienreise

Die Teilnehmer werden mit wichtigen Städten und Stätten der Reformation in diesem landschaftlich reizvollen Gebiet bekannt gemacht. Mit Historikern, Theologen und Kulturwissenschaftlern sprechen sie über die damalige Bedeutung und die machtpolitischen Hintergründe dieser umwälzenden Bewegung und erkunden ihre Auswirkungen bis heute.

Den genauen Programmablauf finden Sie > hier

Teilnahme

Die Exkursion richtet sich an deutsche, polnische, tschechische und österreichische Studierende mit Interesse an transnationaler, regionaler Geschichte, wichtigen Persönlichkeiten der Reformation, Kontexte der Reformationsgeschichte in Oberschlesien und Böhmen, Architektur und Landschaft.

Die Teilnehmerzahl ist auf 24 Personen begrenzt. Die Exkursionssprache ist deutsch. Die Anreise nach Kattowitz sowie die Abreise von Breslau in die jeweiligen Wohnorte organisieren die Teilnehmenden selbst.

Welche Leistungen sind inbegriffen?

Busfahrt zu allen Orten der Exkursion, ab Kattowitz (Polen) nach Tschechien und zurück über Breslau. 4 Übernachtungen inkl. Frühstück und Verpflegung vor Ort (Mittag- und Abendessen), Eintritte, Vorträge, Führungen, Gespräche mit Experten, Arbeitsmaterialien.

Vorbereitung der TeilnehmerInnen

Die TeilnehmerInnen der Studienreise erhalten einen Reader zum Thema der Exkursion. In kleinen Gruppen erarbeiten sich die Teilnehmer im Vorfeld Informationen zu einzelnen Orten, Personen oder Ereignissen, die sie vor Ort den anderen vorstellen.

Anmeldungen

Für eine Anmeldung bitte einen kurzen Lebenslauf mit knapper Begründung des Interesses an der Studienreise bis zum 15. August 2017 senden an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Organisatoren

Ariane Afsari, Deutsches Kulturforum östliches Europa

Vasco Kretschmann, Kulturreferent für Oberschlesien

Eine literarische Reise durch Oberschlesien

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Geschrieben von Kretschmann
28. Juni 2017
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oberschlesien prosaisch 1

oberschlesien prosaisch 2

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa und der Kulturreferent boten neue Einblicke in die Kultur und Geschichte Oberschlesiens. Im mährisch-schlesischen Eisenbahnwaggon des OSLM lauschten die Gäste den Autorenlesungen aus dem „Literarischen Reiseführer Oberschlesien" (verfasst von Marcin Wiatr) und dem Reportageroman „Der Schwarze Garten" (übersetzt von Benjamin Voelkel). Die gemeinsame Reise durch das „prosaische Oberschlesien" machte ebenfalls Halt im Lew-Kopelew-Forum Köln und im Deutschen Bergbau-Museum Bochum.

27./28./29. Juni 2017: Oberschlesien prosaisch. Einladung zur Autorenlesung

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Geschrieben von Kretschmann
17. Mai 2017
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Zusammen mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa lade ich Sie herzlich ein zur Vorstellung des Literarischen Reiseführers Oberschlesien von Marcin Wiatr und des Reportage-Romans Der Schwarze Garten von Małgorzata Szejnert (Übersetzung Benjamin Völkel).

Die Lesungen aus beiden Werken finden an drei Terminen und Orten statt:

Dienstag, 27. Juni 2017, 19 Uhr, Lew-Kopelew-Forum Köln

Mittwoch, 28. Juni 2017, 19 Uhr, Oberschlesisches Landesmuseum Ratingen

Donnerstag, 29. Juni 2017, 18 Uhr, Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Alle Details finden Sie in der beigefügten Einladung

Einladung Oberschlesien prosaisch

27.4.2017: Der Kulturreferent für Oberschlesien stellt sein Programm vor

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Geschrieben von Kretschmann
02. Mai 2017
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Der neue Kulturreferent für Oberschlesien, Vasco Kretschmann, stellte am 27. April die Leitlinien seines künftigen Arbeitsprogramms vor.

Vertreterinnen und Vertreter von Heimatgruppen, Landsmannschaften und weiterer Kooperationspartner kamen ins Haus Oberschlesien, um mit dem Kulturreferenten Ihre Projektvorhaben zu besprechen. Die Tagung diente auch der Erläuterung von Projektentwicklung und -abrechnung. Ergänzend berichtete die Kulturreferentin für Schlesien, Dr. Annemarie Franke, über die Schwerpunkte Ihrer Projektarbeit.

Der Kulturreferent für Oberschlesien entwickelt und fördert Projekte zur Geschichte und Kultur Oberschlesiens, die breitenwirksam und im Idealfall grenzüberschreitend sind. Das heißt, diese Projekte sollen an die Öffentlichkeit gerichtet sein und einen Vermittlungswert erfüllen. Die Formate reichen von Vorträgen, Ausstellungen und Seminaren bis hin zu Lehrerfortbildungen und Studienfahrten.

Kommende Veranstaltungen

Barcelona - Stadt der Wunder
Eine Veranstaltung des Kulturkreises Hösel
am Dienstag, 19. September um 19 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Samstags im Museum "An Anfang war der Stein"
Museumspädagogisches Programm für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren
am Samstag, 23. September um 14:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Neanderland Museumsnacht
am Freitag, 29. September ab 18 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum


Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
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