29.11.2017: Schlesische Erfahrungswelten. Lesung und Gespräch mit dem Autor Matthias Nawrat in Haus Schlesien

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Geschrieben von Kretschmann
14. November 2017
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Matthias Nawrat Buch 2Opa Jurek eröffnete nach dem Krieg im oberschlesischen Oppeln/Opole ein Lebensmittel-geschäft und steigt im Laufe seines bewegten Lebens bis zum Kaufhausdirektor auf. An seinem Leben davor, dazwischen und danach entfaltet sich eine deutsch-polnische Geschichte zwischen Kindheit und Alltag, Politik und Kriegserfahrung und einer Menge Humor. Matthias Nawrat lässt in seinem Roman „Die vielen Tode unseres Opas Jurek" die Hauptfigur in 32 Episoden seine Familien- und Lebensgeschichte erzählen, zwischen der Kindheit in Warschau, der Gefangenschaft in Auschwitz, dem Heimisch werden in Oppeln und Polens Aufbruch nach 1989. Die Geschichte des schlesischen Oppeln und Jureks Verwandtschaft in Deutschland bieten eine Reihe autobiographische Anknüpfungspunkte aus dem Leben des Autors.

Matthias Nawrat wird aus seinem neusten Roman und weiteren Texten lesen und im Anschluss mit uns über die Komplexität (ober-)schlesischer Erfahrungswelten ins Gespräch kommen.

Matthias Nawrat wurde 1979 im oberschlesischen Oppeln/Opole geboren. Mit zehn Jahren zog er mit seiner Familie nach Bamberg. Er studierte Biologie in Freiburg/Br. und Heidelberg sowie Literatur am Schweizer Literaturinstitut in Biel. Nawrat lebt in Berlin. Für seinen Debüt-Roman „Wir zwei allein" (2012) erhielt er verschiedene Auszeichnungen, u.a. den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis. Sein Roman „Unternehmer" (2014) wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert und mit dem Kelag-Preis und Bayern2-Wortspiele-Preis gewürdigt. In seinem dritten Roman „Die vielen Tode unseres Opas Jurek" (2015) begibt sich Nawrat an seinen Geburtsort und erzählt ein polnisch-schlesisches Familienepos. Er erhielt u.a. den Bremer Literaturpreis und die Alfred-Döblin-Medaille.

Mittwoch, 29. November 2017, 19:00 Uhr

Haus Schlesien, Dollendorfer Str. 412, 53639 Königswinter

Karten 5 € / 2,50 € über T 02244 - 88 60, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

oder an der Abendkasse.

Begrüßung und Einführung: Nicola Remig | Lesung: Matthias Nawrat | Diskussion mit dem Autor: Vasco Kretschmann.

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für Oberschlesien und HAUS SCHLESIEN in Zusammenarbeit mit Literaturhaus Bonn und Literatur im Siebengebirge e.V. Gefördert aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Probieren, Anfassen und Mitnehmen sind erlaubt! Zum Herbstmarkt im Oberschlesischen Landesmuseum kamen fast 500 Gäste

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Geschrieben von Kretschmann
13. November 2017
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KR Herbstmarkt 2KR Herbstmarkt 1

Anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung „Kann Spuren von Heimat enthalten" (Haus des Deutschen Ostens, München) im Oberschlesischen Landesmuseum organisierte das Kulturreferat am 12. November 2017 einen Herbstlichen Handwerker- und Delikatessenmarkt. Geboten wurden schlesische Produkte aus deutscher und polnischer Herstellung wie Neisser Konfekt, Liegnitzer Bomben oder Streuselkuchen. Bunzlauer Porzellan und schlesische Stickereien ergänzten den Herbstmarkt. An den Ständen erhielten die Besucher Auskunft über die Hintergründe der Produkte. Mit dem Aktionstag bot sich die Möglichkeit zu unseren Ausstellungsinhalten einmal etwas zum Probieren, Anfassen und Mitnehmen anzubieten.

Allen Ausstellern und dem OSLM-Team sei herzlich gedankt!

Eine Reise zum Erbe der Reformation in Oberschlesien und Mährisch-Schlesien

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Geschrieben von Kretschmann
10. November 2017
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KR Studienreise 1Die Feierlichkeiten zu 500 Jahren Reformation boten Anlass, einmal jenseits der Zentren der Reformation in Mitteldeutschland und Niederschlesien zu blicken. Eine gemeinsame Studienreise (19.-21. Oktober 2017) des Deutschen Kulturforums östliches Europa und des Kulturreferats für Oberschlesien bei der Stiftung Haus Oberschlesien erkundete Orte historischen und gegenwärtigen evangelischen Lebens im polnisch-tschechischen Grenzgebiet. Im Mittelpunkt der Exkursion für 15 Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen aus Deutschland, Polen und Tschechien standen – neben der hussitischen Vorgeschichte der Reformation – sowohl das Reformationsgeschehen wie auch die Unterdrückung und Behauptung des Protestantismus in den beiden schlesischen Landesteilen.

Das von Ariane Afsari (Deutsches Kulturforum östliches Europa) und Vasco Kretschmann (Kulturreferat für Oberschlesien) entwickelte dreitägige Erkundigungsprogramm begann in Bielitz-Biala (Bielsko-Biała), dem Sitz der flächenmäßig kleinsten und zugleich mitgliederstärksten evangelischen Diözese Polens. Weitere Stationen waren die Städte Teschen (Cieszyn/Těšín) mit der einzigen Gnadenkirche Oberschlesiens und zugleich der größten evangelischen Kirche Polens, sowie Ratibor (Racibórz) auf den Spuren ehemaligen evangelischen Lebens. Im mährisch-schlesischen Fulnek und Zauchtel (Suchdol nad Odrou) besuchte die Gruppe neben den Wirkungsstätten der ehemaligen deutschen evangelischen Gemeinde auch Orte der Böhmischen Brüder, einer vorreformatorischen Bewegung. Den Abschluss der Studienreise bildete eine Exkursion nach Kunwald (Kunvald) in Ostböhmen, dem ersten Zufluchtsort der Brüdergemeinde. Entlang der polnisch-tschechischen Grenze bot die Studienreise Einblicke zur Reformationsgeschichte Schlesiens über einen nahezu 600-jährigen Zeitraum.

In der historisch komplexen Region halfen Vorbereitungstexte und Fachreferate während der Fahrten bei der Orientierung und Einordnung. Die evangelische Kirchengeschichte Schlesiens ist von zwei Niedergängen durch die Gegenreformation und die Vertreibung der ansässigen Bevölkerung geprägt – und dennoch ließen sich zahlreiche Spuren dieser einzigartigen Kulturgeschichte auffinden. Ein ausführlicher Reisebericht des Kulturreferenten erscheint demnächst in der Zeitschrift Schlesischer Gottesfreund der Stiftung Evangelisches Schlesien.

Präsentation der „Schlesischen Bahnreise | Podróż koleją po Śląsku“ – Ein spannendes Gesellschaftsspiel zur Eisenbahngeschichte Schlesiens für alle Generationen

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Geschrieben von Kretschmann
01. November 2017
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KR Spiel aufgebautAnlässlich der Jubiläumsausstellung zu 175 Jahren Eisenbahn in Schlesien entwickelte das Kulturreferat für Oberschlesien zusammen mit dem Oberschlesischen Landesmuseum ein Brettspiel zur Bahngeschichte. Ziel des Spiels ist es, die eigenen vier Züge vom Betriebswerk aus einmal durch Schlesien zu schicken und sie dabei am Ende wieder sicher im Heimatbahnhof zu vereinen. Doch ist diese Rundreise nicht frei von Hindernissen und Gefahren. Andere Bahngesellschaften sind auf den gleichen Strecken unterwegs, blockieren die Weiterfahrt, übernehmen Ihre Reisenden oder zwingen aus anderen Anlässen zum Neuanfang. Das Schienennetz weist versteckte Tücken auf: Die Würfelzahl entscheidet an den Abzweigungen über die direkte Route oder eine längere Nebenstrecke, die Ereignisfeldern warten mit besonderen Geschehnissen aus der Eisenbahngeschichte Schlesiens auf!

Erstmals öffentlich präsentiert wurde das Spiel auf der Frankfurter Buchmesse (11.-15. Oktober 2017). Der Kulturreferent informierte am Gemeinschaftsstand des Deutschen Kulturforums östliches Europa und der Landesmuseen zur Geschichte der Deutschen im östlichen Europa über die neuesten Publikationen zur Geschichte Oberschlesiens. Auf der gut besuchten größten Buchmesse der Welt erfreuten sich schlesische Themen eines regen Interesses.

KR Buchmesse

Schlesische Bahnreise | Podróż koleją po Śląsku

Deutsch-polnische Sprachversion. Brettspiel für 2-6 Personen. Spielvariante 1 ab 6 Jahren, Spielvariante 2 ab 12 Jahren. Spielfeld mit 24 Spielsteinen (Lokomotiven aus Holz) in 6 Farben, 24 Ereigniskarten, Würfel, Anleitungs- und Informationsheft.

Konzept: Dr. Stephan Kaiser, Vasco Kretschmann, Melanie Mehring. Herausgegeben vom Kulturreferenten für Oberschlesien und dem Oberschlesischen Landesmuseum, Ratingen 2017. Gefördert aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Das Spiel und weitere Produkte zur Eisenbahnausstellung können direkt beim Oberschlesischen Landesmuseum bestellt werden: +49 (0) 21 02 / 96 50, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Eine Exkursion für Studierende nach Oberschlesien. Das Erbe der Reformation im polnisch-tschechischen Grenzgebiet.

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Geschrieben von Kretschmann
29. Juni 2017
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Das im deutsch-polnisch-tschechischen Grenzgebiet gelegene Schlesien gehörte zu den Regionen, die sich als erste der Reformation öffneten. Für mehr als zweihundert Jahre bestimmte die Auseinandersetzung zwischen katholischem und evangelischem Bekenntnis die Geschichte des Landes. Auch in Zeiten der Gegenreformation bewahrten viele Lutheraner in Schlesien ihren Glauben. Zeugen ihres Kampfes um Selbstbehauptung sind die Gnadenkirchen, die sie Karl XII. von Schweden verdankten. Als siegreicher Feldherr im Nordischen Krieg erzwang er von Kaiser Joseph I. wichtige Zugeständnisse für die schlesischen Protestanten. Bei unserer Studienreise richten wir unser Augenmerk auf einen ausgewählten Ausschnitt Schlesiens: auf Oberschlesien und das böhmisch-mährische Grenzgebiet. Letzteres gehörte im 18. und 19. Jahrhundert als Österreichisch-Schlesien zur Habsburgermonarchie bzw. zu Böhmen und ist heute Teil Tschechiens, während das größere, nordöstliche Gebiet ab 1740 preußisch wurde und heute innerhalb Polens liegt.

Inhaltliche Schwerpunkte der Studienreise

Die Teilnehmer werden mit wichtigen Städten und Stätten der Reformation in diesem landschaftlich reizvollen Gebiet bekannt gemacht. Mit Historikern, Theologen und Kulturwissenschaftlern sprechen sie über die damalige Bedeutung und die machtpolitischen Hintergründe dieser umwälzenden Bewegung und erkunden ihre Auswirkungen bis heute.

Den genauen Programmablauf finden Sie > hier

Teilnahme

Die Exkursion richtet sich an deutsche, polnische, tschechische und österreichische Studierende mit Interesse an transnationaler, regionaler Geschichte, wichtigen Persönlichkeiten der Reformation, Kontexte der Reformationsgeschichte in Oberschlesien und Böhmen, Architektur und Landschaft.

Die Teilnehmerzahl ist auf 24 Personen begrenzt. Die Exkursionssprache ist deutsch. Die Anreise nach Kattowitz sowie die Abreise von Breslau in die jeweiligen Wohnorte organisieren die Teilnehmenden selbst.

Welche Leistungen sind inbegriffen?

Busfahrt zu allen Orten der Exkursion, ab Kattowitz (Polen) nach Tschechien und zurück über Breslau. 4 Übernachtungen inkl. Frühstück und Verpflegung vor Ort (Mittag- und Abendessen), Eintritte, Vorträge, Führungen, Gespräche mit Experten, Arbeitsmaterialien.

Vorbereitung der TeilnehmerInnen

Die TeilnehmerInnen der Studienreise erhalten einen Reader zum Thema der Exkursion. In kleinen Gruppen erarbeiten sich die Teilnehmer im Vorfeld Informationen zu einzelnen Orten, Personen oder Ereignissen, die sie vor Ort den anderen vorstellen.

Anmeldungen

Für eine Anmeldung bitte einen kurzen Lebenslauf mit knapper Begründung des Interesses an der Studienreise bis zum 15. August 2017 senden an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Organisatoren

Ariane Afsari, Deutsches Kulturforum östliches Europa

Vasco Kretschmann, Kulturreferent für Oberschlesien

Kommende Veranstaltungen

Preisträgerkonzert Deutscher Musikrat
eine Veranstaltung des Kulturkreises Hösel
am Sonntag, 22. November um 17 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Samstags im Museum: Lokführer gesucht
museumspädagogisches Programm für Kinder
am Samstag, 25. Novembe um 14:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Oberschlesischer Adventsnachmittag mit Christbaumkugel-Workshop
am Sonntag, 3. Dezember ab 11 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
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