Ausgewählte Quellen und Materialien zur schlesischen Kulturgeschichte

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Geschrieben von Kretschmann
15. Juni 2018
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Ein Projekt unseres Kooperationspartners, der Lehrstuhl für Kultur der deutschsprachigen Länder und Schlesiens am Institut für Germanistik der Universität Breslau (Wrocław)

Ausgewählte Quellen und Materialien zur schlesischen Kulturgeschichte

Źródła i materiały do historii kultury Śląska. Wybór

Vybrané zdroje a materiály k slezským kulturním dějinám

Im Rahmen des deutschen akademischen Förderprogramms 2015 - 2017 „Wandel – Brüche – Kontinuitäten" wurde das Typoskript Ausgewählte Quellen und Materialien zur schlesischen Kulturgeschichte im Juni 2018 von Urszula Bonter, Mirosława Czarnecka und Marek Hałub aus dem Germanistischen Institut an der Universität Wrocław fertiggestellt. Die zur Veröffentlichung vorgesehene Edition wurde in Kooperation mit dem Institut für Slavistik der Universität Leipzig unter der Leitung von Danuta Rytel-Schwarz erarbeitet. Das über 600 Seiten zählende Opus bietet 180 Texte zur schlesischen Kulturgeschichte von ihren Anfängen bis ins 21. Jahrhundert. Primäres Ziel war die Zusammenstellung einer Arbeitsgrundlage für Studenten und Schüler; zu den Hauptadressaten gehört selbstverständlich auch das breitere schlesieninteressierte Publikum vor allem in Deutschland, Polen und Tschechen. Das Projekt wurde aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.

Das gesammelte Originalmaterial folgt meist in Auszügen den angegebenen Quellen. Die ausgewählten heterogenen Textsorten werden in der für die schlesische Kulturgeschichte typischen Sprachenvielfalt angeführt: auf Deutsch, Polnisch und Tschechisch. Lateinisch verfasste Quellen sind in ihrer Originalsprache belassen. Um dem Leser das Navigieren in der faszinierenden, von mehreren Nationen und Traditionen geprägten schlesischen Kulturgeschichte zu erleichtern, begleiten jeden Quellentext konzise Einführungen, die sich auf Basis-Informationen konzentrieren und die dargebotenen Quellentexte knapp kontextualisieren. Zu demselben Zweck wurden alle Begleittexte und ebenso die Einführung zum Band in deutscher, polnischer und tschechischer Sprache erarbeitet: also in den drei ,Amtssprachenʻ der gegenwärtigen Schlesienforschung. Die Anthologie schließt mit einer Auswahlbibliographie ab, die anhand der neuesten Forschungsliteratur nach 2000 einen Ausgangspunkt für die vertiefende Auseinandersetzung mit der schlesischen Kulturgeschichte bildet.

Die Edition versteht sich als ,work in progressʻ, als ein Langzeitprojekt, das mit seinem offenen Charakter mehrere Anschlussmöglichkeiten bietet. Möge es nicht nur Neugier wecken, sondern auch zur weiterreichenden Aufarbeitung und Ergänzung der Kenntnisse zur schlesischen Kulturgeschichte anregen.

21.07.2018: Was bedeutet uns Oberschlesien? Tagung und Begegnung für junge Oberschlesier/innen in Deutschland

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Geschrieben von Kretschmann
11. Juni 2018
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Was bedeutet uns Oberschlesien? Tagung und Begegnung für junge Oberschlesier/innen in Deutschland (16-40 Jahre)

Eintägiges Seminar, Samstag, 21. Juli 2018, 14-18 Uhr

Oppeln CC BY-SAOberschlesien verbindet Nordrhein-Westfalen und Polen. Die fast 20-jährige Partnerschaft zwischen dem Bundesland und der Woiwodschaft Schlesien begründet formell was praktisch täglich gerade durch mehrere hunderttausend Familien mit oberschlesischem Hintergrund in Deutschland gelebt wird. Junge und ältere Oberschlesier sind seit Generationen Teil der (west-)deutschen Gesellschaft. Insbesondere die (Spät-)Aussiedler und ihre Nachfahren, die in Polen geboren wurden oder durch die Familie unmittelbare Kontakte nach Polen besitzen, bilden eine lebendige Brücke zwischen beiden Ländern und Regionen.

Welche Rolle spielt heute die Herkunft aus Oberschlesien? Was macht Oberschlesien heute aus? Warum beschäftigen wir uns (in Deutschland) mit oberschlesischer Geschichte und worauf sollte in Zukunft Wert gelegt werden? Zum Kennenlernen und zur Diskussion laden wir Sie herzlich ins Oberschlesische Landesmuseum ein.

Nach einem kurzen Austausch zu den Zielen und Erwartungen des Treffens möchten wir Ihnen Aspekte der Geschichte Oberschlesiens und ihrer Bezüge nach Nordrhein-Westfalen vorstellen. Hiernach werden wir die Ausstellungen des Landesmuseums besichtigen und einen Vortrag einer Partnereinrichtung zu schlesischen Identitäten hören. Abschließend besteht beim geselligen Ausklang reichlich Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen sowie zu Gesprächen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Um Rückmeldung wird gebeten bis zum 30. Juni 2018 an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ein Angebot des Kulturreferenten für Oberschlesien und des Oberschlesischen Landesmuseums

Reisebericht: Das Kulturerbe Breslaus entschlüsseln

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Geschrieben von Kretschmann
11. Juni 2018
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Zehn Studierende der Ruhr-Universität Bochum befassten sich im historischen Seminar von Dr. Andrzej Michalczyk über mehrere Wochen des Sommersemesters 2018 eingehend mit der Geschichte Breslaus. Eine vom Kulturreferenten für Oberschlesien unterstützte Studienreise in die schlesische Hauptstadt ermöglichte ihnen, die deutsch-polnischen Umbrüche an den Orten des Geschehens zu untersuchen. Der Breslauer Ring, die Synagoge zum weißen Storch, die Jahrhunderthalle oder das ehemalige Königsschloss waren einige der zahlreichen Besuchsorte, zu denen die Studierenden die historischen Hintergründe und ihre heutige Bedeutung diskutierten. Auf den ersten Blick historischer Umbrüche unverdächtig erscheint der Breslauer Ring in seiner historischen Pracht. Doch Fotografien aus den Jahren vor und nach 1945 offenbaren, dass viele der Gebäude erst beim Wiederaufbau nach Vorbildern aus dem frühen 18. Jahrhundert gestaltet wurden, bevor Breslau preußisch war. Zudem finden sich auf verschiedenen Giebeln, auch am Rathaus, seit dem Wiederaufbau Stilelemente, die vor allem aus Zentral- und Ostpolen bekannt sind. Die neuen polnischen Bewohner Breslaus verliehen der Stadt somit eine vertraute Symbolik. Das 1956 aus Lemberg überführte Denkmal des Theaterautos Aleksander Fredro ersetzt vor dem Rathaus das Denkmal für den preußischen König Friedrich Wilhelm III. Viele weitere solcher Orte boten den Studierenden – ausgestattet mit den notwendigen Informationen - Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart Breslaus.

Gruppe RUB Studienreise Breslau 2

Seit dem politischen Umbruch von 1989 besteht in der Stadt ein großes Interesse am gesamten deutsch-polnisch-jüdischen Kulturerbe. Den Umgang mit der lokalen Geschichte untersuchten die Studierenden auch in den beiden großen Dauerausstellungen „1000 Jahre Breslau" (Stadtmuseum) und „Breslau 1945-2016" (Institut für Erinnerung und Zukunft). Die Ausstellungen zeugen sowohl konzeptionell als auch inhaltlich von unterschiedlichen Zugängen zur lokalen Vergangenheit. Die schlesische Metropole bleibt ein spannendes Untersuchungsfeld zum Umgang mit der Geschichte. Den Seminarleiter Andrzej Michalczyk unterstützten an verschiedenen Besuchsorten neben dem Kulturreferenten auch die Dozenten der regionalgeschichtlich orientierten Breslauer Germanistik.

23.-24.11.2018: Schlesien/Śląsk/Slezsko – Grenzüberschreitende Forschung. Ein Kolloquium für Nachwuchswissenschaftler/innen aus Deutschland, Polen und Tschechien

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Geschrieben von Kretschmann
28. April 2018
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Ausschreibung

Schlesien/Śląsk/Slezsko – Grenzüberschreitende Forschung. Ein Kolloquium für Nachwuchswissenschaftler/innen aus Deutschland, Polen und Tschechien

Eine Veranstaltung der Kulturreferate für Schlesien und Oberschlesien in Kooperation mit der Stiftung Kulturwerk Schlesien und dem Dokumentations- und Informationszentrum von HAUS SCHLESIEN

23.-24. November 2018, Haus Schlesien, Dollendorfer Str. 412, 53639 Königswinter

Deutsch-polnische Beziehungsgeschichte, Verflechtungsgeschichte, Migrationsgeschichte, Biographien von Flüssen und Orten, Literatur- und Sprachgeschichte, Lokal- und Alltagsforschung, Firmengeschichten – alle diese Disziplinen und Forschungsrichtungen berühren Themen, die häufig räumlich auf die mitteleuropäische Region Schlesien/Śląsk/Slezsko bezogen sind. Die Kultur und Geschichte dieser europäischen Region erlaubt vielfältige Perspektiven und Fragestellungen. Diese Tagung möchte zu einem Überblick der laufenden Forschungen mit einem Schlesienbezug unter-schiedlicher Disziplinen beitragen und eine grenzüberschreitende Vernetzung zwischen jungen Wissenschaftler/innen unterstützen.

Die Nachwuchstagung für Doktorand/innen aus Deutschland, Polen und Tschechien fand erstmals 2016 und 2017 in Herrnhut (Sachsen) statt. Nun möchten wir in Königswinter bei Bonn eine weitere Gelegenheit zu einem grenzüberschreitenden Austausch und einer Vernetzung laufender For-schungen bieten.

Die Tagung richtet sich an fortgeschrittene Studierende und Doktorand/innen aller (geistes-) wissenschaftlichen Fachrichtungen. Das Programm sieht thematische Sektionen mit Projekt-vorstellungen von ca. 20 Minuten auf Deutsch vor.

Bitte bewerben Sie sich bis zum 31. Juli 2018 mit einer kurzen Vorstellung Ihres Forschungsthemas und einem Biogramm (max. eine Seite) an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung werden über-nommen. In welcher Höhe ein Zuschuss zu den Reisekosten gezahlt werden kann, können wir erst nach Auswahl der Teilnehmer festlegen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Dr. Annemarie Franke (Kulturreferentin für Schlesien) und Dr. Vasco Kretschmann (Kulturreferent für Oberschlesien)

Diese Tagung wird gefördert aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Stiftung Kulturwerk Schlesien.

29.05./06.06.2018: Jenseits des Bauhauses – die Architektur der Moderne in Oberschlesien. Vortrag und Ausstellung im Gerhart-Hauptmann-Haus

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Geschrieben von Kretschmann
27. April 2018
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Jenseits des Bauhauses – die Architektur der Moderne in Oberschlesien

Vortrag und Diskussion mit Dr. Juliane Tomann und Dr. Beate Störtkuhl. Moderation: Dr. Vasco Kretschmann

6. Juni 2018, 19:00 Uhr, Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstr. 90, 40210 Düsseldorf

Oberschlesien ist nicht nur für seine Fabriken und Schornsteine bekannt, sondern auch für seine besonders zahlreichen und herausragenden Bauten der Architekturmoderne des frühen 20. Jahrhunderts. Lange Zeit vergessen und missachtet erleben die Zeugnisse des Neuen Bauens heute eine neue Wertschätzung. Die Bauten der Moderne wurden besonders von der politischen Situation Oberschlesiens geprägt, das 1922 zwischen Deutschland und Polen aufgeteilt wurde. Auf beiden Seiten dieser neuen Grenze setzte eine rege Bautätigkeit ein, die eine Fortschrittlichkeit gegenüber dem Landesteil jenseits der Grenze beweisen sollte.

Auf deutscher Seite stand die Städteregion Hindenburg, Beuthen und Gleiwitz in Konkurrenz zum polnischen Kattowitz, der Hauptstadt der neuen Woiwodschaft Schlesien. Der Vortrag setzt sich mit ausgewählten Zeugnissen dieser besonderen Bauphase auseinander und richtet den Blick sowohl auf ihre Entstehungsgeschichte als auch auf den heutigen Umgang mit der Architektur der Moderne im polnischen Oberschlesien.

Dr. Beate Störtkuhl ist Koordinatorin für Wissenschaft und Kunstgeschichte am Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa und Privatdozentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Dr. Juliane Tomann leitet den Projektbereich »Geschichte und Öffentlichkeit« am Imre Kertész Kolleg der Friedrich Schiller Universität Jena.

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für Oberschlesien in Zusammenarbeit mit dem Gerhart-Hauptmann-Haus und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V.

struktur und architektur DKF

Die Veranstaltung findet im Rahmen einer Ausstellungspräsentation im Gerhart-Hauptmann-Haus statt:

Struktur und Architektur. Das postindustrielle Erbe Oberschlesiens - Fotografien von Thomas Voßbeck (29. Mai bis 20. Juli 2018)

Eröffnung: 29. Mai 2018, 19:00 Uhr, Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstr. 90, 40210 Düsseldorf

Grußwort: Dr. Vasco Kretschmann. Einführung: Thomas Voßbeck

Thomas Voßbeck thematisiert mit seinen Fotografien die Ästhetik der oberschlesischen Industrieanlagen. Durch Mittel der Bildkomposition und Lichteinfall setzt er das kulturelle Erbe dieser europäischen Region eindrücklich in Szene. Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert wurde die Industrialisierung in der preußischen Provinz Oberschlesien massiv vorangetrieben. Die Region entwickelte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem der wichtigsten industriellen Zentren des Staates. Zahlreiche Bergwerke, Kokereien, Hütten, Kraftwerke und Werke der Chemieindustrie prägten das Bild der Landschaft.

Seit dem Ende der 1980er-Jahre ist die polnische Montanregion Oberschlesien tiefgreifenden Veränderungen unterworfen. Viele Werke wurden stillgelegt oder abgerissen, andere Anlagen aus der Zeit zu Beginn der Industrialisierung arbeiten bis heute. Das Erbe der vor allem noch aus deutscher Zeit stammenden Industriearchitektur verschwindet allmählich oder wird in anderer Form weiter genutzt. Dennoch findet man heute noch intakte und beeindruckende Werke.

Die Aufnahmen entstanden zwischen 2009 und 2010. Das Ausstellungs- und Buchprojekt „Struktur und Architektur. Das postindustrielle Erbe Oberschlesiens" wurde von Europareportage in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, dem Herder-Institut und dem Schlesischen Museum Kattowitz realisiert.

Kommende Veranstaltungen

Öffentliche Sonntagsführung
am Sonntag, 13. Mai, um 15 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Kinderferienprogramm
am Mittwoch, 23. Mai, von 14:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Finissage der Sonderausstellung "Schlesische Bahnwelten"
am Sonntag, 27. Mai, 13 bis 17 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Sonntagskonzert: Morgenstern-Trio - Violine, Violoncello, Klavier
eine Veranstaltung des Kulturkreises Hösel
am Sonntag, 27. Mai um 17 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Eröfffnung der Sonderausstellung "Schaukelpferd und Zinnsoldaten"
am Sonntag, 8. Juli um 15 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien



Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
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