16.05. - 08.11.2009 - Partner Breslau

15. März 2012 Zugriffe: 13404 Geschrieben von Peters-Schildgen
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Universität BreslauPartner stellen sich vor (I) - Breslau und das Kunsthistorische Institut der Universität

Grenzüberschreitende Aktivitäten mit Partnern in Polen und Tschechien sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Oberschlesischen Landesmuseums. Im Laufe der Jahre wurden viele Kontakte geknüpft und Kooperationspartner gewonnen. Beginnend mit dem Jahr 2009 wird das Oberschlesische Landesmuseum jährlich schlesischen Partnerinstitutionen die Gelegenheit bieten, sich in einer Ausstellung in Nordrhein-Westfalen zu präsentieren. Die Ausstellungsreihe beginnt mit der traditionellen gesamtschlesischen Hauptstadt Breslau. Das Kunsthistorische Institut der Universität Breslau ist eine bedeutende Forschungseinrichtung. Mit dem Lehrstuhl von Professor Dr. Jan Harasimowicz verbinden sich herausragende Publikationen zur Kulturgeschichte der Region. Seine Schülerinnen und Schüler haben wegweisende Einzelbetrachtungen schlesischer Kunststätten veröffentlicht.

Breslau um 1900Die Ausstellung präsentiert die Stadt in der Graphik mehrerer Jahrhunderte. Diese Stadtansichten stammen aus der reichhaltigen Sammlung des Museums für schlesische Landeskunde im Haus Schlesien, Königswinter-Heisterbacherrott www.hausschlesien.info. Sie sind nach Epochen gegliedert. Die Odermetropole Breslau besitzt ein anregendes Großstadtflair mit vielen Sehenswürdigkeiten und besonderer Atmosphäre. Zur wechselhaften Geschichte gehört ein Neubeginn nach fast völliger Zerstörung 1945. Heute erstrahlt das Stadtzentrum in neuem Glanz. An bedeutenden Baudenkmälern sind das gotische Rathaus am Ring, die Kirchen und Plätze bekannt. Viele Parkanlagen und Friedhöfe, auch Kaufhäuser sowie Bauwerke der klassischen Moderne rückten erst in den letzten Jahren wieder in den Blick der Öffentlichkeit. Die 1913 fertig gestellte Jahrhunderthalle von Max Berg ist gar zur Weltkulturerbestätte der UNESCO erhoben worden.

An der Ausstellungseröffnung am Vortrag des Internationalen Museumstages nahmen zahlreiche Vertreter anderer schlesischer Kultureinrichtungen teil. Die Bestände der Breslauer Universitätsbibliothek charakterisierte Dr. Edaayta Kotinska von der Biblioteka Uniwersiteka Wroclawski. Prof. Dr. Jan Harasimowicz bot dann einen exzellenten Bildvortrag, in dem er im Überblick die Breslauer Grafik vorstellte.

Mit dem Direktor des Schlesischen Museums zu Troppau Mag. Antonin Simcik wurde auch gleich die Partnerschaft für das kommende Jahres in Aussicht genommen. Dann soll die Hauptstadt Österr. Schlesiens, das heutige Opava, vorgestellt werden. Dort sind nicht nur das Schlesische Museum als aktiver Partner, sondern auch das Landesarchiv und die Schlesische Universität mit ihren Aktivitäten zu nennen, die zur Betrachtung und zum Erlebnis einladen.

Weitere Informationen zu Breslau finden Sie hier.