5. Siegelmarke des Betriebsamtes Oppeln

16. Dezember 2016 Zugriffe: 6617 Geschrieben von Ondrichova
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Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Wachs- und Lacksiegel durch Siegelmarken abgelöst. Sie bestätigten dem Empfänger Echtheit und Unversehrtheit eines Schreibens. Aufgeklebt auf die Rückseite eines Briefes dienten sie als Beweis dafür, dass der Brief vorher nicht geöffnet worden war. Große Betriebe konnten sogar für jede Abteilung eine eigene Siegelmarke drucken lassen. Beim Öffnen des Briefes wurde die Siegelmarke zumeist beschädigt. Deshalb sind unbeschädigte Siegelmarken ein vergleichsweise seltenes Sammelgut. Auf das Sammeln von solchen nicht postalischen Marken haben sich so genannte Erinnophilisten spezialisiert. Die abgebildete Siegelmarke stammt aus der Sammlung des OSLM. Das Betriebsamt Oppeln gehörte ab 1885 zu der Königlichen Eisenbahndirektion Breslau, ab 1895 zu der in dem Jahr entstandenen Königlichen Eisenbahndirektion Kattowitz. Die eigenständige Reichsbahndirektion Oppeln wurde im Jahre 1922 gegründet.

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