Osterei-Ausstellung ab 26.2. im Haus der Heimat in Wiesbaden

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Geschrieben von Peters-Schildgen
19. Januar 2016
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Ostereier geritzt webImmer wieder neu
Rund ums Ei. Schlesische Ostereier und Osterbräuche

26. Februar – 9. April 2016
Haus der Heimat in Wiesbaden

Eröffnung: Freitag, 26. Februar 2016, 16 Uhr

Das Ei gilt als Symbol des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Erneuerung. Außerdem entspricht seine Form keiner geometrischen Form. So ist das Ei etwas ganz Besonderes. In Mythologie, Religion, Kunst und Brauchtum, aber auch in vielen Kochrezepten, spielt das Ei eine Schlüsselrolle. Weltweit verbreitet ist der Brauch, zu Ostern Eier kunstvoll zu verzieren und zu verschenken. Dieser alte Osterbrauch heidnischen Ursprungs wurde später mit dem christlichen Osterfest verbunden. In Oberschlesien lässt sich das Verzieren von Ostereiern bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgen. Noch heute ist dort das kunstvolle Verzieren von Ostereiern sehr lebendig.

Parallel zur Osterei-Schau in Ratingen präsentiert das Oberschlesische Landesmuseum die beliebte Ostereischau vom 26. Februar bis zum 9. April 2016 im Haus der Heimat in Wiesbaden. Zu sehen sind dort kunstvolle Ostereier aus Oberschlesien in der für die diese Region typischen Kratz- oder Gravurtechnik. Dabei wird das jeweilige Muster aus der einfarbig getönten Oberfläche des Eis herausgekratzt, wodurch zarte, an kostbare Spitze erinnernde Muster entstehen. In dieser Methode verzierte Ostereier werden „Kroszonki“ genannt. Viele Ostereier aus Schlesien weisen solche Muster auf –  je feiner und zarter die Mustergestaltung, desto schöner das Ei. Für die Gravurtechnik sind verschiedenste Ritz- und Schabeinstrumente wie Rasiermesser und spezielle Klingen geeignet, mit denen man unterschiedlich breite Linien und feinste Ornamente erzielt.

Ostereier bemalen webIn der Ausstellung werden zudem das Osterfest und typisch schlesische Osterbräuche anschaulich präsentiert. Wer wissen möchte, was es mit dem „Nassen (Oster-)Montag“ oder mit dem Judasstürzen auf sich hat und warum Kirchgänger am Palmsonntag von ihren geweihten Weidensträußchen auch ein paar Palmkätzchen essen, findet Antworten in dieser Ausstellung.  

Während der Laufzeit der Ausstellung werden handbemalte Ostereier zum Verkauf angeboten.

Den aktuellen Flyer als PDF-Datei finden Sie hier.

Information und Kontakt
Bund der Vertriebenen Landesverband Hessen e.V.
Friedrichstr. 35
65185 Wiesbaden

Tel: 0611 / 3601917
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet: www.bdv-hessen.de

Öffnungszeiten
Montag - Freitag, 14 - 19 Uhr, Samstag, 10 - 14 Uhr

Seit 15. Mai: Schlossgeschichten im Schloss Naklo (Kreis Tarnowitz)

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Geschrieben von Peters-Schildgen
11. März 2015
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schlossSzlachta na Śląsku (Schlossgeschichten. Adel in Schlesien)
15. Mai bis September 2015


Naklo (Kreis Tarnowitz), Schloss – Zentrum für schlesische Kultur (Naklo Śląskie, Pałac – Centrum Kultury Śląskiej)

Bereits zum sechsten Mal macht die erfolgreiche Wanderausstellung des OSLM zu Schlesiens Adel Station in Polen. Seit 15. Mai wird sie im Schloss Naklo präsentiert. Ein passenderes Ambiente mit vielen Bezugspunkten zum Ausstellungsthema lässt sich schwerlich finden.

An der Stelle eines älteren Vorgängerbaus aus dem 16. Jahrhundert wurde Schloss Naklo 1858 als Sommerresidenz der Grafen Henckel von Donnersmarck, der katholischen Linie Beuthen-Siemianowitz, im Stil der englischen Gotik neu errichtet. Die Residenz wurde 1891 umgebaut. Lazarus IV. ließ sich noch zu Lebzeiten seines Vaters, Hugo I., in Naklo nieder. Auf seine Initiative hin wurde im Dorf eine Pfarrkirche und daneben 1989 ein neoromanisches Familienmausoleum errichtet. Vier Familienmitglieder wurden darin bestattet. Eine gute Gelegenheit, die Begräbnisstätte der Vorfahren und Verwandten zu besuchen, ist die Ausstellungseröffnung der Adelsausstellung am 15. Mai. Dazu waren die beiden Linien des Oberschlesien eng verbundenen Geschlechts der Henckel von Donnersmarck angereist.

Die Ausstellung ist in elf informative Kapitel sowie damit korrespondierende Adelsporträts gegliedert. Auf diese Weise werden die Lebensbereiche von der Religion über wirtschaftliche Lebensgrundlagen bis hin zum Sammlungswesen und zur Literatur verdeutlicht. Kurator und Adelsexperte Dr. Arkadiusz Kuzio-Podrucki hat die Ausstellung um weitere Tafeln und Stammbäume zu Adelsfamilien der näheren Umgebung ergänzt.

Alle Texte des OSLM könen in einer zweispachigen Begleitschrift nachgelesen werden. Sie ist in Naklo und auch in Ratingen erhältlich.

Information und Kontakt
Centrum Kultury Śląskiej Pałac w Nakle Śląskim
42-620 Nakło Śląskie, ul. Parkowa 1
telefon/fax: 32 441 60 28 (Sekretariat) 516 030 820
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Web: http://cekus.pl/kontakt

Bis 30. April: Bergbaugeschichten in München

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Geschrieben von Mehring
05. Dezember 2014
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Gen.Zawadzki 1965Zum ersten Mal stellt das OSLM den schlesischen Bergbau auch außerhalb Ratingens vor. Das Haus des Deutschen Ostens in München zeigt eine verkleinerte Version der großen Sonderausstellung "Von Leistung, Leid und Leidenschaft. Bergbaugeschichten nicht nur aus Schlesien". Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 30. April jeweils Montags bis Donnerstags von 10 bis 20 Uhr sowie Freitags und in den Ferien 10 bis 15 Uhr.

Schlesiens Geschichte, die Wirtschaft und seine Menschen sind über viele Jahrhunderte mit dem Bergbau verbunden gewesen. Eine wichtige Rolle spielte nicht nur das „schwarze Gold“ – die Kohle. Basalt, Granit, Sandsteine und Marmor, Kies, Kalkstein, Sand und Ton, Eisen- und Kupfererze, Chrysopras und Nephrit zeugen vom geologischen Reichtum der Bodenschätze. Tone und Kaolin – das „weiße Gold“ – waren ausschlaggebend für die Herstellung von Fayence, Keramik und feinem Porzellan.

„Von Leistung, Leid und Leidenschaft – Bergbau-Geschichten nicht nur aus Schlesien“ ist eine Ausstellung, die die Beziehungen der Menschen zu den Bodenschätzen bzw. zum Bergbau betrachtet. Bergbau ist mehr als nur ein Wirtschaftszweig, der den Menschen zu Lohn und Brot verhilft. Die steigende Nachfrage nach Energie und Rohstoffen rückte den Montansektor immer mehr in den Fokus von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Gesellschaft. Je nach sozialem Rang und beruflicher Stellung brachten sich viele Menschen engagiert, eigennützig oder zwangsläufig im Bergbau ein.

knurow    OSLM  Die Geschichte des Bergbaus in Schlesien ist eine Geschichte von Innovationen, Macht und Reichtum sowie von Entbehrung und Versehrtheit. Bergbaugeschichte als Verbindung und sogar als Einheit von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik sowie als kulturelle Inspiration und soziale Identifikation deutet die Dynamik des Bergbaus und seinen Einfluss auf alle Lebensbereiche an. Bergbau prägt und ist zugleich ein wesentlicher Teil der Geschichte dieser Region und des Selbstverständnisses der dort lebenden Menschen.

Zehnmal so große Lagerstätten wie im Ruhrgebiet und diese qualitativ hervorragend hat der Kohlebergbau Oberschlesiens aufzuweisen. Diese Erfolgsgeschichte fordert zur Verbindung und der vergleichenden Betrachtung mit dem anderen großen Revier Preußens bzw. Deutschlands heraus. Schwierige geologische, geographische und politische Gegebenheiten verlangten seit dem 18. Jahrhundert außergewöhnliche Anstrengungen findiger Persönlichkeiten. Ihre klugen Entscheidungen sowie zukunftsorientierte Maßnahmen haben das oberschlesische Industriegebiet lange Zeit zu einem der größten europäischen Zentren der Montanindustrie gemacht. Montanunternehmer wie Karl Godulla und Franz Graf von Ballestrem stehen darum neben königlichen Bergbeamten wie Friedrich Wilhelm Graf von Reden und Rudolf von Carnall. Denn nur die geeignete Bergordnung, die Ausbildung in der Bergakademie, technische Innovation, z. B. der früheste Einsatz von Dampfmaschinen in Preußen sowie weitere beispielhafte Leistungen, ließen diese rasche Entwicklung zu. Doch es gab auch dunkle Seiten, die die Menschen bedrückten und auf ihnen lasteten. Schwere Arbeitsbedingungen, Grubenunglücke und schadstoffbelastete Umwelt sind die Kehrseiten rücksichtsloser industrieller Dynamik. 

Die schwierigen Lebensbedingungen lassen sich auch in den Wohnstätten, Kunstwerken und Traditionen erkennen. In vielen Festen, Liedern und religiösen Traditionen wird heute die montanindustrielle Vergangenheit lebendig gehalten. Eine wichtige identitätsstiftende Rolle spielt die Industriekultur. So werden auf der Route der Technikdenkmäler immer mehr dieser industriegeschichtlichen Zeugnisse in der Woiwodschaft Schlesien für Touristen zugänglich gemacht.

Weitere Informationen zum Haus des Deutschen Ostens finden Sie hier.

Neue Termine für Schlossgeschichten und Herrenlos in Schlesien

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Geschrieben von Mehring
14. März 2014
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Für die beiden erfolgreichen OSLM Wanderausstellungen "Schlossgeschichten - Adel in Schlesien" und "Herrenlos! Schlesische Klöster zwiscehn Aufhebung und neuer Berufung" stehen neue Termine fest.

schlossSchlossgeschichten - Adel in Schlesien (Szlachta na Śląsku)

Bildungszentrum der Diözese Gleiwitz in Rauden / Ośrodek Formacyjno - Edukacyjny Diecezji Gliwickiej w Rudach

ab dem 29. April 2014

Zur Eröffnung um 18:15 Uhr sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen.


Saek AbtRenner klHerrenlos! Schlesische Klöster zwischen Aufhebung und neuer Berufung (Opuszczone klasztory! Sekularyzacja klasztorów śląskich w 1810 roku)

Museum des Oppelner Dorfes / Muzeum Wsi Opolskiej

27. April bis zum 22. Juni 2014

Zespół Pieśni i Tańca "Śląsk" im. Stanisława Hadyny ul. Zamkowa 3, 42-286 Koszęcin

ab dem 29. Juni 2014


Melchior Grossek in Wiesbaden

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Geschrieben von Mehring
13. März 2014
Zugriffe: 5981

Friedrich Kardinal Wetter eröffnet Ausstellung über Melchior Grossek in Freising

Grossek FliegerjagdSeit dem 16. Oktober zeigt der Bund der Vertriebenen, Landesgruppe Hessen die Ausstellung des Oberschlesischen Landesmuseums mit Werken Melchior Grosseks in Wiesbaden.

„Wie der Priester von der Kanzel durch das Wort, so soll der Künstler von den Wänden durch das Bild dem Volke predigen. Für beide Prediger lautet der Auftrag: lehret alle Völker.“
Dieser Leitgedanke prägte das geistliche und künstlerische Wirken von Melchior Grossek (1889 – 1967) gleichermaßen. Er verstand sich in erster Linie als Priester und Seelsorger. Doch Zeit seines Lebens drückte er sich auch durch die Kunst aus. Das Oberschlesische Landesmuseum zeigte 2010/11 erstmals einen Querschnitt durch das vielseitige künstlerische Werk dieser bemerkenswerten Persönlichkeit. Nachdem die Ausstellung auch in Grosseks Wahlheimat Berlin, im Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt und dem Bonifatiushaus in Fulda gezeigt wurde ist das Bildungszentrum des Bistums München und Freising nun bereits die fünfte Station dieser bemerkenswerten Schau.

Zahlreiche Besucher begaben sich zur Eröffnungsfeier auf den Freisinger Domberg. Der Leiter des Kardinal-Döpfner-Hauses Msgr. Rainer Böck begrüßte das interessierte Publikum, darunter auch der Landtagsabgeordnete Dr. Florian Hermann. Nach einer Einführung in das Leben und Werk Melchior Grosseks durch den Münchener Sammler Adalbert Klein und die Kuratorin des Oberschlesischen Landesmuseums Melanie Mehring, eröffnete Friedrich Kardinal Wetter, der emeritierte Erzbischof von München und Freising die Ausstellung. Kardinal Wetter nahm den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren zum Anlass auf die Position und Rolle der Kirche in dieser Zeit zu verweisen. Vor dem Hintergrund dieses Gedenkjahres haben die Werke Grosseks eine besondere Bedeutung. Grossek verlorener SohnEines seiner Hauptwerke, den Scherenschnittzyklus „Gestalten des Todes – Ein Totentanz des Weltkriegs“ widmete Melchior Grossek seinen beiden Brüdern, die im Ersten Weltkrieg fielen. In schauriger Eindringlichkeit werden dem Betrachter die Schrecken des Krieges vor Augen geführt.

Bund der Vertriebenen
Bund der VertriebenenLandesverband Hessen e.V.

Friedrichstraße 35
65185 Wiesbaden

Tel.: 0611 - 36019-0
Fax: 0611 - 36019-22

Kommende Veranstaltungen

Öffentliche Sonntagsführung
durch die Sonderausstellung "Für Leib und Seele - Von der Kultur des Essens und Trinkens"
am Sonntag, 19. Februar um 15 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Samstags im Museum "Alle Vöglein sind schon da"
Museumspädagogisches Programm für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren
am Samstag, 25. Februar um 14:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Sonntagskonzert: ORPHEUS-QUARTETT
Eine Veranstaltung des Kulturkreises Hösel
am Sonntag, 26. Februar um 17 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
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