Melchior Grossek bis 9. Dezember im Historischen Museum Kattowitz

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Geschrieben von Mehring
13. März 2014
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Das Historische Museum Kattowitz zeigt vom 08.11. bis zum 09.12. 2018 die OSLM-Ausstellung "Scherenschnitte und Druckgrafik von Melchior Grossek".

Grossek Fliegerjagd „Wie der Priester von der Kanzel durch das Wort, so soll der Künstler von den Wänden durch das Bild dem Volke predigen. Für beide Prediger lautet der Auftrag: lehret alle Völker.“
Dieser Leitgedanke prägte das geistliche und künstlerische Wirken von Melchior Grossek (1889 – 1967) gleichermaßen. Er verstand sich in erster Linie als Priester und Seelsorger. Doch Zeit seines Lebens drückte er sich auch durch die Kunst aus. Das Oberschlesische Landesmuseum zeigte 2010/11 erstmals einen Querschnitt durch das vielseitige künstlerische Werk dieser bemerkenswerten Persönlichkeit. Nachdem die Ausstellung auch in Grosseks Wahlheimat Berlin, im Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt und dem Bonifatiushaus in Fulda sowie im Bildungszentrum des Bistums München und Freising gezeigt wurde, ist ein Teil der Ausstellung nun auch im Sauerland zu sehen.

Melchior Grossek wurde 1889 in Bralin im ehemaligen Kreis Groß-Wartenberg (heute: Woiwodschaft Großpolen) geboren. Er studierte katholische Theologie in Breslau und begann gleichzeitig eine künstlerische Ausbildung an der dortigen Kunstakademie bei dem bekannten Künstler Heinrich Tüpke. 1913 kam er unmittelbar nach seiner Priesterweihe als Kaplan nach Berlin. Unterbrochen wurde der Aufenthalt in Berlin durch seine weitere künstlerische Ausbildung in München, Aachen und Bonn von 1920 bis 1922. 1924 trat Grossek seine erste Pfarrstelle in Berlin-Friedrichshagen an. Von 1938 bis zu seinem Ruhestand 1964 war er Pfarrer in der Gemeinde Heilige Familie in Berlin-Lichterfelde.

grossek zeppelin1923 erschien Grosseks bedeutendstes und zentrales künstlerisches Werk: „Gestalten des Todes. Ein Totentanz des Weltkriegs“. Er widmete diese aus 15 Blättern bestehende Scherenschnittreihe seinen beiden Brüdern, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren. Der Totentanz ist ein im späten Mittelalter sehr populärer Kunsttypus. In seinen Anfängen wurde er wohl in der Folge der im 14. Jahrhundert ganz Europa heimsuchenden Pest geschaffen. Der Betrachter wird an die eigene Sterblichkeit erinnert und ermahnt, seine christlichen Gebote und sozialen Pflichten zur Erlangung des ewigen Lebens zu erfüllen. Der Erste und Zweite Weltkrieg veranlassten im 20. Jahrhundert viele Künstler, Motive aus dem Totentanz wieder aufzunehmen, oder eigene Werke entsprechend zu benennen. In Grosseks Totentanz bestimmt der erfindungsreiche und gierige Knochenmann das Geschehen auf den Kriegsschauplätzen der Welt. In schauriger Eindringlichkeit werden dem Betrachter die Schrecken des Krieges vor Augen geführt. Dieser Zyklus ist Klage und zugleich Protest gegen das Böse, das allgegenwärtig scheint. Vorgesehen war eine Fortsetzung um zwei weitere Mappen zu je 15 Tafeln, die jedoch nie erschienen sind.

Melchior Grossek lässt sich am ehesten dem Berliner Expressionismus zuordnen. Dieser hatte seinen Höhepunkt bereits überschritten, als Grossek künstlerisch tätig wurde. In erster Linie ist sein Werk aber ein Ausdruck eines christlichen Bekenntnisses.

Schlossgeschichten ab November 2017 in Karlsruhe

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Geschrieben von Mehring
21. Januar 2014
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Wappenkartusche Ab dem 10. November zeigt das Roncalli Forum in Karlsruhe die Ausstellung "Schlossgeschichten - Adel in Schlesien"

Zur Ausstellung ist auch ein informativer und reich bebilderter Begleitband erschienen, der entweder beim Ausstellungsbesuch erworben werden kann oder auch über das Oberschlesische Landesmuseum zu beziehen ist.


Adel in Schlesien
Glanzvolle Schlösser, fürstliche Tafeln und ausschweifende Feste; illustre Gesellschaften, prächtige Jagden und fantastische Reichtümer; Dienstmädchen und Diener, Skandale und Dekadenz – so stellt man sich die Welt des schlesischen Adels vor. Was stimmt von diesen Vorstellungen? Welche Aufgaben und Funktionen hatte der landständige Adel vor 1945? Was waren seine wirtschaftlichen Grundlagen?

Schlesiens Größe, seine habsburgische und preußische Einbindung sowie die konfessionellen Verhältnisse ließen über die Jahrhunderte eine vielfältige Adelslandschaft entstehen. Gravierende Auswirkungen hatte der Erste Weltkrieg. Die neuen sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Deutschen Reich, in Polen und in der Tschechoslowakei betrafen den Adel existenziell. Die standesgebundenen Privilegien des Adels entfielen. Das eigentliche Ende der schlesischen Adelswelt kam durch den Zweiten Weltkrieg. Die meisten Schlösser und Besitztümer wurden zerstört. Für die Flüchtlinge und Vertriebenen stand unterschiedslos ein Neubeginn im Westen ohne wirtschaftliche Grundlage an. Niemand kann genau sagen, wie viele Schlösser und Herrenhäuser in Schlesien bestanden. Doch unvorstellbar viele, um die Tausend, lassen sich aufzählen. Häufig gründeten sie auf mittelalterlichen Wehranlagen. Der industriebesitzende oberschlesische Adel konnte es sich im 19. Jahrhundert leisten, daraus prächtige residenzähnliche Schlösser zu machen. Sein plötzlicher Reichtum beruhte auf Zink- und Eisenerz sowie insbesondere der Förderung von Steinkohle.

Schloss ErddmannsdorfDie Ausstellung
Die Ausstellung ist in elf informative Kapitel sowie damit korrespondierende Adelsporträts gegliedert. Auf diese Weise werden die Lebensbereiche von der Religion über wirtschaftliche Lebensgrundlagen bis hin zum Sammlungswesen und zur Literatur verdeutlicht.

Vorgestellt werden Persönlichkeiten aus fünf Jahrhunderten durch Stammbäume, Gemälde und Porträts. Dazu gehört u.a. Rudolph Graf Stillfried von Alcántara und Rattonitz (1804 –1882). Er war Experte für genealogisch-dynastische Forschungen und brachte es zum Oberzeremonienmeister am preußischen Hof. Maßgeblich setzte er sich für den Wiederaufbau der schwäbischen Stammburg Hohenzollern ein. Die dortige Kapelle war denn auch Vorbild für seine eigene Grablege in Silbitz / Żelowice. Oder auch Viktor I. Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey, der 1818 als Erbprinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst auf Schloss Langenburg in Baden-Württemberg zur Welt. Er erbte von seinem kinderlosen Onkel, dem Landgraf Viktor Amadeus von Hessen-Rotenburg die Güter Corvey in Westfalen sowie die Herrschaft Ratibor in Oberschlesien. 1840, nach dem Tod seines Vaters, der bis dahin die Güter verwaltete, ernannte ihn König Friedrich Wilhelm IV. zum ersten Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey. Zugunsten seines jüngeren Bruders verzichtete er auf alle Erbansprüche und dynastischen Titel in Schillingsfürst. Er begründete so einen neuen Ast des Geschlechtes.

Dazu beantwortet die Ausstellung grundlegende Fragen: Was zeichnete das Wirken des Adels als Kunstmäzene oder kirchliche Patronatsherren aus? Welche wirtschaftlichen und administrativen Funktionen prägten Ausbildung und Berufstätigkeit? Wie wurden familiäre Ereignisse instrumentalisiert und zelebriert? Warum galt der Jagd besondere Aufmerksamkeit? Und heute? In Videointerviews äußern sich Angehörige des schlesischen Adels zum Leben ihrer Vorfahren und zu ihren heutigen Verbindungen mit der früheren Heimat.

Weitere Informationen zum Ausstellungsort finden Sie auf den Seiten des Roncalli-Forums.

Luftfahrtausstellung ab Juni in Ohlau

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Geschrieben von Mehring
08. Mai 2013
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flughafen oberschlesien kleinDie polnischsprachige Version der Ausstellung "Adler über Schlesien. Ereignisse und Pioniere der Luftfhartgeschichte" ist ab Juni in der Bibliothek in Ohlau zu sehen.

 Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der über das Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist.

Schädelspalter1Zur Ausstellung

Der alte Ikarus-Traum, sich in die Lüfte erheben zu können wie ein Adler, ist vielleicht ebenso alt wie die Menschheit selbst. Schlesien hat in der Entwicklung der Luftfahrt im frühen 20. Jahrhundert eine interessante Funktion eingenommen. Bereits im Revolutionsjahr 1789 stieg der Franzose Jean-Pierre Blanchard mit seinem Aerostaten in Breslau auf. Am Fuße des Riesengebirges entstand nach dem ersten Weltkrieg die Segelflugschule Grunau, die Weltruf erlangte. Mit Gleiwitz und Breslau wurden schon früh Verkehrsflugplätze in das Netz der Lufthansa integriert. In der militärischen Luftkriegsführung zeichneten sich gebürtige schlesische Flieger wie Manfred von Richthofen aus.

Der Blick auf die Luftfahrtgeschichte in Schlesien ist gleichzeitig ein Blick auf die Entwicklung des Flugwesens im Allgemeinen. Das Oberschlesische Landesmuseum zeigte vom 8. November 2009 bis 25. April 2010 die große Sonderausstellung „Adler über Schlesien. Ereignisse und Pioniere der Luftfahrtgeschichte“. Sie informierte umfassend über die Geschichte von Luftfahrt, Luftsport und Luftkrieg von den Anfängen bis heute. Flugpioniere, Flugzeuge, Flugtage und Flughäfen werden in Erinnerung gebracht. Im Mittelpunkt standen ein Grunau-Baby, das wohl meistgebaute Segelflugzeug aller Zeiten, ein Schulgleiter SG 38 vom Oldtimer Segelflugclub an der Wasserkuppe und die EC-3 Pou Plume, ein erfolgreiches kleines Motorflugzeug mit ganz besonderen Tragflächen aus dem Bestand des Luftfahrtmuseums Krakau. Die Tafelversion war bereits an verschiedenen Stationen in Deutschland und Polen zu sehen.

Kommende Veranstaltungen

am Sonntag, dem 9. Dezember 2018, 11:00 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Samstags im Museum
"Kling Glöckchen kling" - Weihnachtsbasteln
am Samstag, dem 22. Dezember 2018, 14:30 - 16:30 Uhr
Ort Oberschlesisches Landesmuseum

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
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