22.7.-21.10.18 Die Gärten Peter Joseph Lennés zwischen Schlesien und Pommern

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Geschrieben von Peters-Schildgen
12. Juni 2018
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Schloss Erdmannsdorf web"Meisterhaft wie selten einer…"
Die Gärten Peter Joseph Lennés zwischen Schlesien und Pommern


Eine Ausstellung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Oberschlesischen Landesmuseum

22. Juli - 21. Oktober 2018

Peter Joseph Lenné war einer der bedeutendsten Landschaftsarchitekten seiner Zeit. Der 1789 in Bonn geborene und 1866 in Potsdam gestorbene preußische Gartendirektor und Gartenkünstler schuf viele Parkanlagen. Maßgeblich war er an der Umgestaltung der Gartenanlagen in Sanssouci und im Neuen Garten sowie an der Konzeption der Parks von Glienicke und auf der Pfaueninsel beteiligt. 1816 trat er in preußische Dienste und war unter drei Königen tätig. Er gestaltete aber nicht nur die königlichen Gärten, sondern kümmerte sich auch um Stadtgestaltung, die Ausbildung der Gärtner, Baumschulen, Blumenzucht und Landwirtschaft. Neben Potsdam und Berlin hat Lenné in allen Ländern des historischen Preußen als Gartengestalter stilbildend gewirkt und zahlreiche die Landschaft bis heute prägende Gartendenkmale hinterlassen. Auch im Rheinland findet man seine Suren. Während die Parkanlagen Lennés auf dem Gebiet der Bundesrepublik bekannt und praktisch vollständig erfasst sind, gerieten seine Werke in den ehemals deutschen Provinzen jenseits der heutigen Grenze weitgehend in Vergessenheit.

Das OSLM übernimmt die zweisprachige Tafelausstellung vom Deutschen Kulturforum östliches Europa, Potsdam, das die Sonderschau zusammen mit dem Institut für Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität Dresden, der Naturwissenschaftlichen Universität Breslau und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg erstellt hat. Geboten wird ein Überblick über die Landschaftsgestaltungen in den ehemaligen östlichen Provinzen Preußens im heutigen Polen, an denen Lenné direkt oder indirekt beteiligt war. Über dreißig Gartenanlagen konnten identifiziert werden, die unter Mitwirkung Peter Joseph Lennés und seiner engsten Mitarbeiter entstanden sind. Die meisten davon liegen in den polnischen Woiwodschaften: Westpommern/Pomorze Zachodnie, Niederschlesien/Dolny Śląsk und Lebus/województwo lubuskie.

In der Ausstellung werden bedeutende Parkanlagen vorgestellt und ihr heutiger Zustand skizziert. Während die Gärten im schlesischen Hirschberger Tal bereits eine Vielzahl von Touristen anlocken, warten andere noch auf ihre Wiederherstellung. In den letzten Jahrzehnten entstanden in den genannten Woiwodschaften zahlreiche Initiativen, die sich dies zum Ziel gesetzt haben.

Foto: Schloss Erdmannsdorf vor dem Umbau 1843
Lithografie von C. Mattis
Fotonachweis: OSLM




8.07.18 - 19.5.19: Schaukelpferd und Zinnsoldaten

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Geschrieben von Wahlsdorf
21. März 2018
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familie brachman webSchaukelpferd und Zinnsoldaten. Kindheit und Jugend in Schlesien

8.7.2018 – 19.5.2019  
Sonderausstellung des Oberschlesischen Landesmuseums in Ratingen

Eröffnung: Sonntag, 8. Juli 2018, 15 Uhr

„Kindheit ist ein Film - der auf der Netzhaut des Auges abläuft - überbelichtet“
Horst Bienek, Gleiwitzer Kindheit, 1976

Als Erwachsener blickt man häufig verklärt auf die Kindheit zurück. Unbeschwert, sorglos und einfach sei damals alles gewesen. In der Tat war Kindheit anders. Das Leben vieler Kinder im 19. und 20. Jahrhundert war von harter Arbeit und auch strenger Erziehung in den ohnehin schwierigen Zeiten wie den beiden Weltkriegen, der Abstimmung, Flucht oder Vertreibung geprägt. Die freie Wahl der Schule, der Ausbildungsstätte oder der Gestaltung der freien Zeit hatten viele Kinder nicht. Sie wurden aufgrund der familiären Verhältnisse, der damit zusammenhängenden finanziellen Möglichkeiten oder auch der Religion schon in bestimmte Richtungen gedrängt. Kinder waren auch Arbeitskräfte oder unterstützten die Familie und den Familienhaushalt. Es galt als selbstverständlich, dass Kinder im Haus oder auf dem Hof mithalfen oder sogar in Fabriken oder Bergwerken arbeiteten, um so zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Hatten sie doch freie Zeit zur Verfügung, so bastelten sie sich selber Spielzeuge oder spielten mit den Nachbarskindern selbstausgedachte Spiele wie das „Klippespiel“ oder „Pinke-Spiel“, die in Schlesien besonders beliebt waren. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts wurden Spielzeuge massenhaft hergestellt und zunehmend für Familien erschwinglich. Mehrere und verschiedene Spielzeuge zu besitzen war aber noch immer nur wenigen Kindern vortaufkarte webbehalten.

Die Ausstellung „Schaukelpferd und Zinnsoldaten. Kindheit und Jugend in Schlesien“ bietet ein Panorama dieser bewegten und facettenreichen Zeit, in der Kinder immer mehr als eigene Person wahrgenommen wurden. Die Kindheit wurde schließlich als eine Phase verstanden, in der Kinder beeinflusst und geformt werden können.

Geschlechtsspezifische Spielzeuge wie Puppen für Mädchen und Zinnsoldaten für Jungen dienten der Vorbereitung auf das spätere Leben. Auf „höheren Töchterschulen“ lernten die Mädchen Praktisches für ihre Rolle als Ehefrau und Mutter. Bei Jungen konzentrierte man sich auf den zukünftigen Beruf bzw. die weitere Ausbildung. Disziplin und Ordnung wurden bereits in der Schule vermittelt und auch durch körperliche Züchtigung durchgesetzt. Die oberschlesischen Schulen standen zudem vor einer besonderen Herausforderung, die bezeichnend für diese Region ist: Da sowohl polnisch- als auch deutschsprachige Kinder die Schulen besuchten, mussten die jeweiligen Schulsysteme darauf eingehen.  Bis heute ist die Religion ein wichtiger Teil des Alltags. In Schlesien lebten bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts Katholiken

, Protestanten und Juden zusammen. Ihre unte

rschiedlichen Traditionen, Sitten und Bräuche prägten die Kindheit: Ob Taufe, Konfirmation oder Bar Mitzwa - in jeder Religion wird bis heute der Eintritt in die Gemeinde und die spätere Bekräftigung des Gemeindemitgliedes zu seinem Glauben gefeiert. Wie sich diese Bräuche verändert oder auch entwickelt haben, ist ein Teil dieser Ausstellung. Die Ausstellung spricht alle Generationen an. Kinderkleidung wie der Matrosenanzug, diverse Spielzeuge aus dem 19. und 20. Jahrhundert, ein nachgestelltes Klassenzimmer mit Schulbänken, verschiedene Kindermöbel oder Fotografien dokumentieren den Alltag der Kinder. Inder Zeit des Sozialismus gehörte dazu in zahleichen Familien der Maluch. Vollbepackt bis auf das Dach fuhr man mit ihm regelmäßig in den Urlaub. Viele Kindern erlebten in diesem Gefährt auch die Fahrt in die Bundesrepublik als Aussiedler oder Spätaussiedler. Einblicke in den früheren Alltag laden dazu ein, sich in die eigene Kindheit zurückzuversetzen, Vergleiche anzustellen und sich mit den eigenen Kindern oder Enkeln auszutauschen.

Angebote für Kinder familie bei der arbeit webund Schulen
Kindheit gestern und heute – unsere spannenden und lehrreichen Programme machen Ihren Unterricht lebendig, sorgen für einen unvergesslichen Kindergeburtstag, Aktionsnachmittag oder Sommerferien im Museum. Die aktuellen Angebote finden Sie auf unserer Homepage. Für alle Absprachen treten Sie bitte frühzeitig mit uns in Kontakt.
( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Tel.: 0 21 02 - 96 50)

Schlesi-Rucksack für die ganze Familie
Mit dem Schlesi-Rucksack, den Sie an unserer Kasse kostenlos erhalten, können Sie die Ausstellung mit Ihrer ganzen Familie erleben. In dem Rucksack befinden sich Aufgaben, die Sie auf spielerische oder auch auf kreative Weise lösen sollen und werden so gleichzeitig durch die wichtigsten Stationen der Ausstellung geführt.

Öffentliche Sonntagsführungen
An diesen Sonntagen 2018 erwarten wir Sie um 15 Uhr: 22.7., 19.8., 23.9., 28.10., 18.11., 2.12.
Preis pro Person: 6 Euro inkl. Eintritt

Nach der Führung bieten wir im Museumscafé Kaffee und frisch gebackenen Kuchen an. Dazu ist eine Anmeldung erforderlich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel.: 0 21 02 - 96 50. Der Preis beträgt 10 Euro
pro Person (inkl. Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen)

Weitere Termine
Sonntag, 26.8., 11-18 Uhr
Jubiläumsfest „1998 – 2018: 20 Jahre Museumsbau“
Zu Gast am Nachmittag ist Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

Sonntag, 28.10., 11-18 Uhr
Herbstmarkt mit Eröffnung der Ausstellung „Pfefferkuchen. Eine Reise der Sinne, vom Ursprung bis zum Genuss“

Sonntag, 25.11., 11-18 Uhr
„Schlesische Kindheiten in Literatur und Wirklichkeit“,
Bilder-Vortrag von Dr. habil. Jürgen Nelles (Universität Bonn). Dazu Sonderführungen, Kaffee und Kuchen. Ein Angebot des Kulturreferenten für Oberschlesien in Zusammenarbeit mit dem OSLM.

Öffnungszeiten des Oberschlesischen Landesmuseums
Dienstag - Sonntag, 11-17 Uhr

An folgenden Tagen ist das Museum geschlossen:
3.10., 1.11., 23.12.-25.12., 31.12.-1.1.19

Geöffnet: 26.12. (2. Weihnachtsfeiertag)
Aktuelle Hinweise finden Sie auch auf Facebook.

Hier gibt es den Flyer zur Ausstellung als PDF-Datei.

Bilder:
Bild oben und unten: Sammlung Museum in Rybnik
Bild Mitte: Sammlung Schlesisches Museum in Troppau
Einleitungsbild:  Sammlung Jüdisches Historisches Museum in Amsterdam


Partner der Ausstellung

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Das OSLM wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

4.3. - 21.10.2018: Werkschau zum 100. Geburtstag von Jutta Osten

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Geschrieben von Peters-Schildgen
24. Januar 2018
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Jutta Osten webUmbra demonstrat lucem
Werkschau zum 100. Geburtstag von Jutta Osten
4. März – 21.10.2018

„Erst der Schatten zeigt das Licht.“ Ob öffentliche Skulptur, Kleinplastik, Relief oder Grafik – das Spannungsverhältnis von Licht und Schatten durchzieht das vielseitige Werk von Jutta Osten wie ein roter Faden. Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 25. Februar 2018 präsentiert das Oberschlesische Landesmuseum diese Werkschau einer bemerkenswerten Künstlerin. Jutta Osten wurde 1918 im oberschlesischen Gleiwitz geboren und starb 2009 in Köln, wo sie mehr als 30 Jahre als Kunsterzieherin, Bildhauerin, Medailleurin und Grafikerin tätig war. Schon als Kind beobachtete sie die Natur und skizzierte am liebsten Tiere. Später studierte sie in Berlin, Prag, Düsseldorf und Köln. Vornehmlich schuf sie Medaillen, Plaketten und Kleinplastiken, aber auch größere Auftragsarbeiten im architektonischen Kontext, besonders für Kirchen in Köln und Umgebung. Christliche und antike Motive bestimmen das dem deutschen Post-Expressionismus zuzuordnende Werk. Im Mittelpunkt steht stets der Mensch. Mitbestimmend für ihr Schaffen waren die Vertreibung der Familie aus Oberschlesien sowie Erfahrungen von Internierung und Lagerleben in der Tschechoslowakei. In späteren Jahren hat sich die Künstlerin mit verschiedenen grafischen Techniken ein neues Wirkungsfeld eröffnet, das bis zur Abstraktion führte.

Mehrere Einzelausstellungen in Deutschland, Polen und Italien sowie zahlreiche internationale Ausstellungsbeteiligungen haben Jutta Osten bekannt gemacht. Mehrfach wurde sie ausgezeichnet, zuletzt am 17. November 1990 mit dem Oberschlesischen Hauptkulturpreis, gestiftet vom Land NRW. Die Preisverleihung fand im Oberschlesischen Landesmuseum statt, das die Künstlerin bereits 1990 und 1997 in zwei Ausstellungen würdigte. Das Höseler Museum verwahrt mit über 450 Objekten den umfangreichen künstlerischen Nachlass. Die Werkschau stellt eine repräsentative Auswahl vor.    


Begleitprogramm

Samstag 28. April, 14:30-16:30 Uhr
Jutta Osten: Das Leben und die Kunst (Samstags im Museum)

Führung und praktischer Teil für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren

Teilnahmegebühr: 9,00 EUR inkl. Eintritt, Führung und Materialien
Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0 21 02/ 96 50

Dauerausstellung

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Geschrieben von Peters-Schildgen
01. März 2012
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Bergbau UG

Die Dauerausstellung hat die Kultur und Geschichte Oberschlesiens zum Thema. Textilbahnen mit oberschlesischen Bildmotiven begleiten den Aufstieg ins Obergeschoss. Sie sind so ausgewählt, dass sie auf die drei Hauptthemen der Dauerausstellung vorbereiten:

  • „Oberschlesien vor der Industrialisierung”,
  • „Oberschlesien und die Industrie”,
  • "Oberschlesien in der Politik des 20. Jahrhunderts”.

Kommende Veranstaltungen

Per App durchs Museum
Workshop für Jugendliche im Rahmen des Kulturrucksack NRW
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum
am Mittwoch, dem 17. und Donnerstag, dem 18. Oktober

Samstags im Museum
Am Anfang war der Stein
am Samstag, 27. Oktober, von 14:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Herbstmarkt mit Ausstellungseröffnung "Pfefferkuchen"
und festlicher Stunde zum 20-jährigen Bestehen
des OSLM-Neubaus
am Sonntag, 28. Oktober, von 11:00 bis 18 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Nathan (to go)
Veranstaltung des Kulturkreis Hösel
am Montag, 29. und Dienstag, 30. Oktober,  um 19 Uhr
Ort: Haus Oberschlesien

Öffentliche Sonntagsführung
durch die Sonderausstellung "Schaukelpferd und Zinnsoldaten"
am Sonntag, 18. November, um 15 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Schlesische Kindheiten in Literatur und Wirklichkeit
Bilder-Vortrag von Dr. habil. Jürgen Nelles (Universität Bonn)
Dazu Sonderführungen, Kaffee und Kuchen
Ein Angebot des Kulturreferenten für Oberschlesien in Zusammenarbeit mit dem OSLM
am Sonntag, 25. November, 11:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Haus Oberschlesien

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
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