12.10. Exkursion nach Köln: Auf den Spuren von Podolski bis Zwirner

Drucken E-Mail
Geschrieben von Perlt
06. September 2021
Zugriffe: 160

dachfuehrung kölner dom web

Exkursion auf den Spuren von Podolski bis Zwirner

  

Gehen Sie mit uns auf Tour! Am Dienstag, 12. Oktober 2021, laden wir Sie exklusiv ein zur Entdeckungstour nach Köln und besuchen das Edith-Stein-Archiv, erkunden auf einer Dachführung den Kölner Dom und essen à la Poldi hausgemachten Mangal-Döner in seinem Döner-Laden. Und nebenbei erfahren Sie allerhand Wissenswertes über die Philosophin Edith Stein, über den Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner und den Fussballstar Lukas Podolski. Wir bieten Ihnen eine geführte Exkursion unter der fachkundigen Leitung unseres wissenschaftlichen Mitarbeiters und Kurators Dr. Frank Mäuer an. 

Programm:

  • Start: Dienstag, 12.10.2021, um 10:00 Uhr am Kölner Hbf (individuelle Anreise)
  • Rundfahrt im Kleinbus während der Exkursion
  • Besuch des Edith-Stein-Archivs im Karmelitinnenkloster Maria vom Frieden (zum 130. Geburtstag von Edith Stein!)
  • Gang über den historischen Melaten-Friedhof und Besuch des Grabs vom Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner
  • Gelegenheit zum Mittagsimbiss in einem "Mangal Döner"-Restaurant (Teilhaber: Lukas Podolski)
  • Sonderführung über das Dach des Kölner Doms
  • Ende: gegen 18:00 Uhr

Organisation/Hinweise:

Die Teilnehmer der Domdachführung müssen mindestens 16 Jahre alt, höhenfest und schwindelfrei sein. Im Rahmen des 1,5-stündigen Rundgangs sind auch Treppen zu überwinden.

Wir erheben einen Kostenbeitrag von 30 € pro Person. Darin sind die Rundfahrt im Bus sowie der Eintritt zur Domdachführung inbegriffen. Verpflegung auf Selbstkostenbasis

Bitte beachten Sie die aktuell geltenden Corona-Regelungen (Maskenpflicht, Kontaktverfolgung etc.). Teilnehmen können nur geimpfte, genesene und getestete Personen.

Es gibt nur begrenzte Plätze. Wir bitten Sie um Anmeldung unter 02102/965-123 oder an maeuer(at)oslm.de und im Verhinderungsfall ebenso um rechtzeitige Abmeldung.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung "Bewegte Leben"

Foto: Gerüstbrücke in 45 Metern Höhe (© Dombauhütte Köln / Foto: M. Welschenbach)

24.9. Lange Nacht im OSLM

Drucken E-Mail
Geschrieben von Perlt
06. September 2021
Zugriffe: 84

Ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie erwartet die Besucher zur langen Museumsnacht im Oberschlesischen Landesmuseum. Am nächsten Freitag, 24.9., zwischen 18 bis 23 Uhr sind alle eingeladen, unsere aktuellen Sonderausstellungen spielerisch zu erkunden. 

Der Eintritt ist frei!

Unser Programm: 

18:00 Uhr  Führung durch die Dauerausstellung

19:00 Uhr  Führung durch die Sonderausstellung „Bewegte Leben“

19:30 Uhr  Vortrag von Thomas Heitele, Leiter des Käthe-Kruse-Puppen-Museums in Donauwörth, über Leben und Werk der Puppenmacherin und Unternehmerin Käthe Kruse. Bitte melden Sie sich an unter 02102/965-202 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

20:00 Uhr   Wir spielen das bekannte Spiel „Wer bin ich?“. Viele berühmte Oberschlesier kennen wir aus Film und Fernsehen, aus dem Sport oder aus der Literatur. Wer errät, welche berühmte Persönlichkeit er ist?

22:00 Uhr Taschenlampenführung: Sie werden überrascht sein, was es im Museum im Dunkeln alles zu entdecken gibt! Für alle mutigen großen und kleinen Besucher

Wer sich lieber am Wissensquiz zur Sonderausstellung „Bewegte Leben“ versucht, kann einen unserer attraktiven Preise gewinnen, u.a. Freikarten für unsere Exkursion nach Köln im Oktober und für das Klezmer-Konzert im November. Dazu gibt es Kurzführungen und einen Bücherflohmarkt zum Stöbern.

Im Außengelände wird ein Lagerfeuer zum gemütlichen Beisammensein aufgebaut. Es gibt schlesische Spezialitäten zum Probieren. Als besonderes Highlight werden wir bei Anbruch der Dämmerung die mächtigen Seilscheiben, die das Außenensemble des Museums prägen und ursprünglich in der Steinkohlezeche der Grube Knurow in Oberschlesien im Einsatz waren, einschalten und zum Drehen bringen. 

22.9. Podium Silesia. Beiträge zur Geschichte Oberschlesiens. Diskussionsabend: „Die Ausrufung des Kriegsrechts in Polen und die Pazifizierung der Zeche Wujek in Kattowitz“

Drucken E-Mail
Geschrieben von Ciochon
03. September 2021
Zugriffe: 189

Am Mittwoch, dem 22. September, um 18:30 Uhr laden wir Sie herzlich zu unserem Diskussionsabend, zu dem Thema "Die Ausrufung des Kriegsrechts in Polen und die Pazifizierung der Zeche Wujek in Kattowitz" ein.

Nach einer knappen historischen Einführung in die Thematik durch den Kulturreferenten für Oberschlesien, Dr. David Skrabania, folgen die Vorträge von Dr. Marek Lyszczyna, Mitarbeiter beim Schlesischen Zentrum für Freiheit und Solidarität in Kattowitz sowie durch Stanisław Płatek, Streikführer auf dem Bergwerk „Wujek“ im Dezember 1981. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Die Veranstaltung wird gedolmetscht.



Janicki negatywy 25.klein

Foto: M. Janicki

In Kattowitz, an einem Ort, den heute ein Denkmal in Gestalt eines besonders symbolträchtigen Kreuzes überragt, kam es am 16. Dezember 1981 zur blutigsten aller Niederschlagungen während des Kriegszustandes. Gegen Bergleute, die als Zeichen ihres Widerstandes und aus Solidarität mit ihren verhafteten Kumpels einen Streik ausriefen, wurden Panzer und Kampfwagen der Armee und Sondereinheiten der Miliz mobilisiert. Die Streikenden sollten eingeschüchtert und die Ausweitung der Proteste auf weitere Betriebe und Bergwerke in Oberschlesien verhindert werden. Denn gerade hier, in der Region, die von den kommunistischen Machthabern als die Vorzeige-Region betrachtet wurde, erwies sich der Widerstand als besonders hartnäckig. Um ihre Hegemonie über Staat und Gesellschaft zu bestätigen, entschied sich die kommunistische Partei zum wiederholten Male in der Nachkriegsgeschichte Polens zur Gewaltanwendung. Bereits am 15. Dezember 1981 wurden vier Bergleute vor dem Bergwerk „Manifest Lipcowy“ in Bad Königsdorff-Jastrzemb verletzt, als das Feuer gegen sie eröffnet wurde. Zwei Tage später wurde die „Befreiung“ des Kattowitzer Bergwerkes „Wujek“ eingeleitet. Unter Einsatz von Wasser- und Gasgranatwerfern wurde mit dem Sturmangriff auf das Bergwerk begonnen. Panzer und Kampfwagen von Armee und Miliz rissen die Umzäunungen nieder und gelangten auf das Werksgelände. Schließlich kam noch ein Kommando der Sondermiliz zum Einsatz, das den Widerstand der Streikenden mit Hilfe von Maschinenpistolen brach. Die Milizionäre schossen weder in die Luft, noch gaben sie Salutschüsse ab. Sie töteten neun Bergleute. Der jüngste von ihnen war 19 Jahre alt.

Foto 000.klein

Foto: ŚCWiS

Heute ist das majestätische Denkmal für die gefallenen Bergleute des Steinkohlenbergwerkes „Wujek“ nicht nur ein gesamtpolnisches Symbol des Widerstandes gegen die Ausrufung des Kriegsrechts, sondern vor allem ein Zeichen der Erinnerung an die beschriebenen tragischen Ereignisse.

Foto 007.klein

Foto: ŚCWiS

Aus Anlass des 40. Jahrestages der Ausrufung des Kriegsrechts in Polen und der Niederschlagung des Streiks auf dem Bergwerk „Wujek“ und an anderen Orten, insbesondere in Oberschlesien, erinnern wir an die Ereignisse und das Unrechtsregime in Polen. Auch für Hunderttausende Oberschlesier, die in vor allem in der zweiten Hälfte der 1980er Jahren das Land verließen und als Aussiedler in Deutschland, zumal in Nordrhein-Westfalen, eine neue Heimat fanden, waren die Ereignisse vom Dezember 1981 mit ausschlaggebend, für die Entscheidung, Polen verlassen zu wollen – sie hatten mit dem kommunistischen System endgültig abgeschlossen.



Podiumsteilnehmer:

foto-Marek Lyszczyna

Dr. Marek Lyszczyna, Leiter der Sachabteilung beim Schlesischen Zentrum für Freiheit und Solidarität (Śląskie Centrum Wolności i Solidarności). Er ist Absolvent des Studiengangs Organisation der Filmproduktion an der Leon-Schiller-Hochschule für Film, Fernsehen und Theater in Łódź und des Studiengangs MISH an der Schlesischen Universität in Kattowitz. Stipendiat an der Université IV Sorbonne in Paris und an der Sociéte Historique et Littetaire Polonaise. Hochschulabschluss in Kulturmanagement an der Warschauer Wirtschaftshochschule, Buchautor: „Notatki o polskim kinie kontestacji“ (Notizen zum polnischen Widerstandskino), das sich mit obrigkeitskritischen Filmen aus der Zeit des Kommunismus beschäftigt, und „Jean Rollin. Migawki z historii francuskiej grozy“ (Jean Rollin. Schnappschüsse aus der Geschichte des französischen Horrors). Mitautor des Dokumentarfilms „Tablica Pani Ani“ (Anias Tafel), der Anna Walentynowicz, einer legendären Oppositionsaktivistin im kommunistischen Polen, gewidmet ist. Autor wissenschaftlicher Artikel über französische Filme (z.B. in „Europejskie Kino Gatunków“ Bd.2), über hundert Rezensionen, Interviews und populärwissenschaftliche Texte, die u.a. in der „Gazeta Wyborcza“, in „Silesia“ „artPAPIERe“ und „Opcje“ veröffentlicht wurden.


PłatekPlatek 2

Stanisław Płatek, einer der Anführer des Streiks im Dezember 1981 im Kohlebergwerk „Wujek“. Seit 1973 arbeitete er im Bergwerk, im September 1980 beteiligte er sich an der Schaffung der Strukturen des Unabhängigen Selbstverwalteten Gewerkschaftsbundes „Solidarność“, in denen er die Position des Sekretärs des Prüfungsausschusses innehatte. Nach der Verhängung des Kriegsrechts am 13. Dezember 1981 führte Stanisław Płatek den Streik zur Verteidigung des inhaftierten Vorsitzenden des Betriebsrats der „Solidarität“, Jan Ludwiczak, an. Am 16. Dezember wurde er bei der Befriedung des Bergwerks verwundet und anschließend von den kommunistischen Behörden zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, aus dem er 1983 aufgrund einer Amnestie entlassen wurde. Gründer und Vorstandsmitglied des Sozialkomitees zum Gedenken an die am 16. Dezember 1981 ermordeten Bergleute der Zeche „Wujek“ und der Gewerkschaft Politischer Gefangener im Kriegsrechts. 2007 Verleihung des Offizierskreuzes des Ordens der Polonia Restituta, Ehrenbürger von Kattowitz.


Moderator:

DS Foto kl

Dr. David Skrabania
Historiker, Kulturreferent für Oberschlesien am Oberschlesischen
Landesmuseum





15.9. Podium Silesia. Beiträge zur Geschichte Oberschlesiens. Vortrag von Dr. Rafał Biskup

Drucken E-Mail
Geschrieben von Ciochon
01. September 2021
Zugriffe: 288

Dialekt in Schlesien 1830-1945. Persönlichkeiten – Literatur – Identität

Der Vortrag setzt sich zum Ziel, die Rolle des schlesischen Dialektes in der regionalen Literatur und Publizistik darzustellen und zu beleuchten. Die Zeitspanne erstreckt sich ab dem Jahr 1830, als Karl von Holtei seine Schlesischen Gedichte veröffentlichte, bis zum Jahr 1945.
Die Dialektdichtung war eine lokale Heimatdichtung, die sich vor allem idealisierten Bildern der Region zuwandte. In den meisten Fällen stand der Gebrauch des Dialektes an sich an erster Stelle. Die literarisch anspruchsvollen Werke blieben während der Jahrzehnte eher die Ausnahme (wie etwa das „erste schlesische Epos“ Leute-Not von Philo vom Walde).

Wenn auch die Inhalte meist volkstümlich-heimatlich gewesen waren, so war es mit der Dialektdichtung selbst vollkommen anders: diese fügte sich voll und ganz in den modernen Kontext des 19. und 20. Jahrhunderts ein. Die Schriftsteller, Verleger und Aktivisten bedienten sich moderner Medien, um den Dialekt zu ‚medialisieren‘ und somit zur Bildung regionaler Identität einen Beitrag zu leisten.

Rafał Im Riesengebirge

KURZBIOGRAMM

Dr. Rafał Biskup

2002-2007 Studium der Germanistik am Institut für Germanistik der Universität Wrocław. 2004-2007 Leiter des Studentischen Arbeitskreises der Germanisten an der Universität Wrocław. In dieser Zeit erschienen die ersten zwei Nummern der Zeitschrift der Germanistik-Studenten „Elixiere” (Redaktionsmitglied). März–August 2006 Stipendiat des Kieler Rotary Klubs, Studium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 2007-2012 – Doktorand im Doktoranden-Seminar der Philologischen Fakultät der Universität Wrocław. August – Dezember 2009 Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Berlin. Februar 2012 Verteidigung der Dissertation: „Der schlesische Dialekt in der regionalen deutschen Literatur und Publizistik (1830-1945). Medialisierung und Identität” (mit Auszeichnung). In den Jahren 2010-2011 Redaktionsleiter, seit 2012 Betreuer der Zeitschrift „Elixiere”. Seit 2012 wissenschaftlich-didaktischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Deutsche Literatur bis 1848.


Der Vortrag findet am 15. September 2021 (Mi.) um 18:30 Uhr im Haus Oberschlesien statt.


KONTAKT

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)
Telefon:
+49(0)2102-9650
Email:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!