16. Juni: Krisbaum, Kwyrlok und Kolynda. Brauch ich das?

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Geschrieben von Wons
27. Mai 2022
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Krisbaum, Kwyrlok und Kolynda. Brauch ich das?

Vortrag von Leonhard Wons (OSLM)
Fronleichnam, 16. Juni 2022, 15 Uhr

Kristbaum-Kwyrlok-Kolynda Vortrag

Was wäre Weihnachten ohne einen Weihnachtsmann, Mistelzweige oder ein Rentiergeweih als Haarschmuck? Etwas, was es früher mal war? Bei uns daheim?

Es gibt unterschiedliche Gründe dafür, warum viele unserer alten Traditionen ihren ursprünglichen Sinn verloren haben, andere für immer verschwanden und wieder andere sich einer ungebrochenen Beliebtheit erfreuen.

Viele Oberschlesier, die besonders zahlreich in Nordrhein-Westfalen eine neue Heimat gefunden haben, leben zerstreut und gut integriert in der regionalen Kultur. Welchen Sinn macht es für sie noch, an alten Traditionen festzuhalten und eigene kulturelle Eigenheiten zu pflegen? Vielleicht ist es vielmehr eine persönliche Entscheidung, welchen Bräuchen man eine besondere Bedeutung beimisst und diese mit der Familie oder in einer größeren Gemeinschaft weiterhin praktiziert?

In seinem Vortrag zeigt der gebürtige Oberschlesier anhand von Erinnerungsstücken, Foto- und Filmmaterial aus der alten und der neuen Heimat sowie aus seinem Familienarchiv wie vielfältig das oberschlesische Jahres- und Lebensbrauchtum einst war und was davon heute noch „in Gebrauch" ist.

Welche Bräuche und Traditionen sind Ihnen noch bekannt? Wenn Sie mögen, bringen Sie gerne
Ihre Andenken mit und teilen mit uns Ihre Erinnerungen und Erlebnisse.

4. Mai, Podium Silesia: Oberschlesische Aussiedler in NRW

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Geschrieben von Wiersch
28. März 2022
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Podium Silesia. Beiträge zur Geschichte Oberschlesiens.

Oberschlesische Aussiedler in NRW. Zwischen lokaler Integration und regionaler Zugehörigkeit


 "Letztlich bleibt die Sehnsucht nach dem, von dem man weggegangen ist. Man ist freiwillig gegangen. Aber nach einiger Zeit kommt das so und der Mensch sucht das. Man hat sich hier alles aufgebaut, aber es ist halt anders, ne? Und dann gibt es eben solche Tage, da kommen solche Gefühle und dann geht man eben zum polnischen Laden, um ein Stück Wurst zu kaufen, und dann geht es einem besser. So kommt es mir vor."


Porträt Otto

© Marius Otto


Mittwoch, 4. Mai 2022, 18:30

Der Vortrag von Dr. Marius Otto beschäftigt sich mit Biographien und Lebenswelten von Aussiedlerinnen und Aussiedlern, die in den 1970er und 1980er Jahren aus Oberschlesien nach Deutschland migriert sind. Nachdem der Zeitpunkt der Ausreise aus Polen mittlerweile lange Zeit zurückliegt, stellt sich die Frage, ob die »Integration« dieser Gruppe mittlerweile als abgeschlossen bezeichnet werden kann und welche Rolle die Herkunftsregion für diese Menschen heute noch spielt. Auf Basis von Interviews mit vielen Aussiedlerinnen und Aussiedlern in Nordrhein-Westfalen zeichnet Marius Otto das Leben dieser Gruppe im Spannungsfeld von lokaler Integration in Deutschland, Verbundenheit mit der Herkunftsregion und Sozialisierung in Polen nach. Der Vortrag zeigt wie facettenreich das Leben zwischen „den Stühlen“ für viele abgelaufen ist und auch immer noch abläuft. Marius Otto erläutert anhand zahlreicher Interviewausschnitte und Dokumentationen, welche Integrationsprozesse als abgeschlossen gelten können und welche immer noch – nach 30 Jahren und mehr – andauern. Dabei entschlüsselt er auch die Bedeutung der »oberschlesischen Komponente« in den vielfältigen Lebenswelten dieser ganz besonderen Gruppe.


21.11. Klezmer-Konzert

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Geschrieben von Perlt
17. September 2021
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Klezmer-Konzert Di Galitzyaner Kletzmorim hoch


Das Konzert findet statt; bitte beachten Sie die geltenden 3-G-Regeln.


In diesem Jahr feiern wir "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland". Das Oberschlesische Museum in Beuthen (Bytom) und das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen widmen sich in einem Kooperationsprojekt den jüdischen Spuren in Oberschlesien. Im November eröffnet in Beuthen die Ausstellung "Jüdische Spuren. Von der Synagoge zum Gebetshaus in Beuthen". Begleitend gibt es auch bei uns eine Ausstellung, den Film "Zwei Welten" sowie ein Begleitprogramm.

Im Anschluss an unsere Ausstellungseröffnung bieten wir Ihnen am Sonntag, 21.11., um 18:00 Uhr im Haus Oberschlesien ein besonderes Musikerlebnis mit Klezmer-Musik an. Die bekannte Gruppe Di Galitzyaner Klezmorim ist bei uns zu Gast. Das Ensemble aus Krakau spielt traditionelle Klezmermusik mit typischer Instrumentenbesetzung.

Besetzung:

• Mariola Śpiewak – Klarinette
• Grzegorz Śpiewak – Akkordeon
• Rafał Seweryniak – Kontrabass

Das Ensemble erhielt schon mehrere Preise für ihre Musik, wie zum Beispiel den Ersten Preis beim 1. Offenen Chopin-Preisausschreiben für alle Instrumente außer Klavier 1999. Neben ihrem Heimatland war die Gruppe schon in vielen Ländern Europas live zu hören. Zudem spielen sie regelmäßig im jüdischen Viertel Kazimierz in Krakau.

Tickets

Tickets im Vorverkauf 14 EUR, Abendkasse 18 EUR

Tickets im Vorverkauf erhalten Sie nur noch an der Museumskasse für 14 EUR, an der Abendkasse im Haus Oberschlesien für 18 EUR.

7.12. Horst Bienek: Vortrag, Film, Publikumsgespräch

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Geschrieben von Wiersch
25. November 2021
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 Abb 28 Bil 94

GWLB, Horst-Bienek-Archiv

Der Autor Horst Bienek wurde als 16jähriger 1946 aus Oberschlesien vertrieben, ging in die sowjetische Besatzungszone, absolvierte dort ein Zeitungsvolontariat und wurde 1951, nachdem er schon früh mit Preisen ausgezeichnet wurde, von Bertolt Brecht ans Berliner Ensemble geholt. Im November desselben Jahres verhaftete die Staatssicherheit Bienek nach entsprechenden Verhören. In einem Schauprozess wurde er wegen angeblicher „antisowjetischer Hetze“ und Spionage für die USA zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nach vier Jahren Haft kam er im Zuge einer Amnestie frei und ging in die BRD. Er arbeitete dann vor allem journalistisch, als Lektor und ab 1968 als freier Schriftsteller in München.

Die Werke Bieneks kreisen oft um die Selbstbehauptung des Menschen gegenüber einem übermächtigen Staat. Vor allem für seine in zahlreiche Sprachen übersetzte Gleiwitzer Roman-Tetralogie erhielt Horst Bienek zahlreiche internationale Literaturpreise.

Am 7. Dezember um 18:30 hält Prof. Daniel Pietrek (Oppeln) einen kurzen Einführungsvortrag zu Horst Bieneks Kindheit. Anschließend zeigt die Publizistin, Filmemacherin und Fotografin Vera Botterbusch ihren Film „Jede Straße führt in die Kindheit – Der Schriftsteller Horst Bienek“. Ein Publikumsgespräch rundet den Abend ab.

10.11 Lesung zu Janosch: „Cholonek oder Der liebe Gott aus Lehm“

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Geschrieben von Ciochon
12. Oktober 2021
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Am 10. November um 18.30Uhr laden wir Sie herzlich zu einer Lesung von Dr. Klaus-Peter Lorenz aus Janoschs (Horst Eckert) Werk "Cholonek oder Der liebe Gott aus Lehm" ein. Einer kurzen Einführung zum Autor und dem geschichtlichen Rahmen folgt eine etwa 40-minütige Lesung. Ein Gespräch über eigene Eindrücke und Erfahrungen soll den Abschluss bilden.

 Tigerente.Ausstellung.Horst.Eckert.12.10.21.Nr.2

Wie kann man mit Humor die Mentalität des alten Oberschlesiens umreißen? Deutsch, polnisch und manchmal "wasserpolnisch"?

Janosch hat seiner Heimat Hindenburg mit autobiografischen Zügen ein Denkmal gesetzt mit: "Cholonek oder Der liebe Gott aus Lehm". Es ist die Zeit "großer deutscher Geschichte" der Jahre 1935 bis 1945. In dieser Zeit des Umbruchs wächst er heran. Mit dem Glauben an den Führer und ein schnelles Glück im Windschatten der politischen Großwetterlage werden alte Bindungen zerstört. Aber es gibt noch immer die Hochzeiten mit Schweinschlachten und die Saufgelage beim Kapitza - es ist alles zum Weinen und schön. Und es gibt genug Karbid zur Ungezieferbekämpfung.

Klaus-Peter Lorenz Portraitfoto2

Biogramm des Gastes:

Dr. Klaus-Peter Lorenz, Jahrgang 1955, studierte in Göttingen Politik, Germanistik und Erwachsenenbildung, in der er mit einer Arbeit über das „Demokratie lernen“ promoviert wurde. Seinem Referendariat im Schuldienst folgte eine fünfzehnjährige Tätigkeit im „Eco-Archiv“ zur Geschichte der Umweltbewegungen. Im Jahr 2000 wechselte er zur Volkshochschule Region Kassel und leitete dort bis zum Ende des Jahres 2019 die Programmbereiche Kultur und Gesellschaft.

Seine Schwerpunkte in der Erwachsenenbildung sind literarisch-kulturelle Angebote wie literarische Lesungen und Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt „Industriekultur und Eisenbahn“. Sein besonderes Interesse gilt der Erinnerungskultur und der jüngeren Belletristik mit Blick auf Mittel-Osteuropa.

Er lebt im nordhessischen Baunatal vor den Toren Kassels und ist dort seit Jahrzehnten auch kommunalpolitisch aktiv.

VERANSTALTUNGEN

Podium Silesia. Als Deutsche in Oberschlesien nach 1945.
Mittwoch, 21. September 2022, 18:30 Uhr
Haus Oberschlesien

KONTAKT

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)
Telefon:
+49(0)2102-9650
Email: