7.5. - 11.6.17: CRYSANTHEON 2 - Zeitgenössische Kunst

Vytisknout E-mail
Napsal/a Peters-Schildgen
22. březen 2017
Zobrazeno: 70

crysantheon2 schriftzug


CRYSANTHEON 2 - PERSONAE

Sonderausstellung: 7. Mai - 11. Juni 2017

Eröffnung, Sonntag, 7. Mai, 11 Uhr

Zeitgenössische Kunst aus Ratingen und dem weiteren Umkreis zeigt das OSLM ab dem 7. Mai. Die Kunstausstellung mit dem ungewöhnlichen Titel CRYSANTHEON 2 wird von der Ratinger Künstlerin Ute Augustin Kaiser kuratiert. Zu sehen sind Grafik, Fotografie, Malerei und Plastik von 17 Künstlerinnen und Künstlern. Der Titel nimmt Bezug auf das Kunstwort Crysantheon, das sich aus den Begriffen Chrysantheme, einer herbstblühenden Blume, und aus Pantheon, einem allen Göttern geweihten Heiligtum, zusammensetzt. Unter Crysantheon versteht Ute Augustin-Kaiser einen imaginären Ort im erweiterten Sinne, den es in einer Aussstellungsreihe zu unterschiedlichen Teilaspekten zu gestalten und zu definieren gilt. Gemeint sind Charaktere, Gesellschaftssysteme, Kultur, Mythologie, Religion, Wissenschaft, Technik, Architektur etc. Im ersten Teil dieses Projekts war das Die Stadt. Der zweite im OSLM realisierte Teil befasst sich mit den Personae. Außendarstellung, Maske, Rolle, Rollenerwartungen, Rollenspiele, Hierarchien, aber auch der Statusverlust in der Gesellschaft, sind darunter zu verstehen. Letzteres traf und trifft aktuell vor allem auf die vielen Flüchtlinge zu, die sich ihren Status in der Aufnahmegesellschaft ganz neu erarbeiten müssen. Es geht demnach auch um die Frage der Identität im Spannungsfeld zwischen äußerer Erwartungshaltung bzw. Wahrnehmung und eigener Positionierung.

Die vergangenen Ausstellungen der Gruppe deckten mit außergewöhnlichen Installationen, faszinierende Plastiken, großformatiger gegenständlicher und abstrakter Malerei, qualitätsvollen Grafiken und Fotografien ein breites Spektrum künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten ab. Da darf man gespannt sein, was in Crysantheon 2 geboten wird.

Crystantheon Bildleiste

2.4.17 - 27.5.18: 'Schlesische Bahnwelten'

Vytisknout E-mail
Napsal/a Peters-Schildgen
31. leden 2017
Zobrazeno: 1248
Gruppenfoto Lok Brynnek Mikultschütz 600dpiAnsichtskarte: Gleisarbeiten an der Umgehungsstrecke von Brynnek nach Mikultschütz, 1927, Foto: Privatbesitz Familie Wons, Tworog-Kottenlust/O.S.

Schlesische Bahnwelten: 175 Jahre Modernität und Mobilität
2. April 2017 bis 27. Mai 2018

Eröffnung: Sonntag, 2. April 2017, 15 Uhr

Bald 175 Jahre ist es her, dass die erste schlesische Eisenbahnstrecke eröffnet wurde. Am 21. Mai 1842 fuhr um 11:15 Uhr der erste Zug mit fast 200 Fahrgästen von Breslau nach Ohlau. Die Bahnverbindung zwischen diesen schlesischen Städten zählt zu den frühen in Deutschland überhaupt. Einen Tag nach der feierlichen Probefahrt wurde die Bahnlinie Breslau - Ohlau für den normalen Personenverkehr freigegeben. Die Idee zur eisernen Bahn für den Verkehr ist jedoch älter als das nun 175-jährige Betriebsjubiläum. Schon 1802 wurde eine Pferdeeisenbahn von der Königsgrube zur Königshütte in Oberschlesien angelegt. In den folgenden drei Jahrzehnten kamen verschiedene Pläne auf, dort die Industrialisierung und Bahnanbindung voranzutreiben. Fehlende Rentabilität und noch unausgereifter technologischer Stand verzögerten die Ausführung. Nach der ersten deutschen Eisenbahn von Fürth nach Nürnberg 1835 dauerte es aber nicht mehr lange, dass auch in Preußen das Eisenbahnzeitalter begann. Schon 1848 gab es eine durchgehende Verbindung Berlin - Wien. Das wurde möglich, weil auf der österreichisch-schlesischen Seite ebenfalls ein Industrierevier durch die Kaiser-Ferdinand-Nordbahn die Anbindung an die Hauptstadt suchte. Viele Mittelstädte entwickelten sich bis 1900 durch die Anbindung an die Bahn dynamisch, besonders im Gewerbe. Kleinstädte verdoppelten oder vervielfachten ihre Einwohnerzahl.

Das OSLM begleitet das Bahnjubiläum mit einem mehrjährigen Projekt. Es startet mit der Eröffnung der großen Sonderausstellung „Schlesische Bahnwelten: 175 Jahre Modernität und Mobilität“ am 2. April 2017. Vielfältige Aspekte der Eisenbahngeschichte werden aufgegriffen: Die Eisenbahn brachte Mobilität, förderte den Warenumschlag, die industrielle und städtische Entwicklung, schuf Arbeitsplätze sowie Wohnstätten. Menschen und Unternehmen drängten auf Zugang zum Eisenbahnnetz. Vom Bau der Bahnlinien bis zum aktuellen Betrieb wird das Panorama reichen. Alle heute zu Polen und Tschechien gehörenden schlesischen Landesteile kommen vor. Die robuste Betriebstechnik wurde in Polen noch lange Zeit verwendet und gewartet. Davon zeugen zahlreiche in Deutschland längst verschwundene Relikte. So haben sich quer durch Schlesien lange über die einstige Nutzung hinaus Betriebsstrukturen sichtbar erhalten. Das gilt für Wassertürme und Wasserkräne, für Ringlokschuppen und Drehscheiben, für Signale und Telegrafenleitungen, für beschrankte Bahnübergänge, schienengleiche Bahnsteigzugänge, Stellwerke und sogar für Kilometersteine. Alle diese bahntypischen Zeugnisse gilt es als Bestandteile der Bahnwelt Schlesiens zu erfassen, vorzustellen und in gewisser Weise als Denkmale zu würdigen. Ein wichtiger Aspekt ist die Streckenkunde. Sie soll den Besucher mit den schlesischen Landschaften, den Bahnbauten und weiteren historischen und gegenwärtigen Facetten der Bahn vertraut machen. Zu den Besonderheiten gehören die frühe Elektrifizierung der Schlesischen Gebirgsbahn als gesamtdeutsche Versuchsstrecke. Auch die Tatsache, dass die schnellste Verbindung Berlin - Wien ein halbes Jahrhundert über Oppeln / Opole und Oderberg / Bohumín führte, ist beachtlich.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Lok- und Waggontypen der verschiedenen Epochen. Eisenbahnfreunde verbinden ihre Begeisterung meist mit den Lok- und in diesem Kontext den Wagentypen. Sie werden die Bahnmodelle als Favoriten ihrer Zeit und des Einsatzzweckes unter schlesischer Relevanz antreffen. Die Bahn war und ist auch Lebensbegleiter: Reisende, Arbeiter, Bahnhöfe, Bahnarbeitersiedlungen - das alles zählt zu den Bahnwelten. Die Eisenbahn wird also auch aus der Sicht des Bahnarbeiters, des Fahrgastes, der Stadtentwicklung, der Betriebsabläufe, der Betriebstechnik, der Technikgeschichte usw. betrachtet.  

Dem bewährten Anspruch und Gehalt vorheriger Darbietungen folgend, wird die Sonderschau aus der Gegenwart die Geschichte ablesbar bzw. verständlich machen. Der jeweiligen Zeit innewohnende Entwicklungsperspektiven werden dargestellt. Auf diese Weise können sich neue Zugänge zu Schlesiens Bahnwelt ergeben. Führungen, Workshops, Aktionstage mit praktisch-kreativen Programmteilen werden altersgerecht angeboten.

Das Oberschlesische Landesmuseum stellt auf seiner Homepage unter www.oslm.de sowie bei Facebook in lockerer Folge einige Exponate vor, die erstmals in einer Ausstellung gezeigt werden.

Zur Ausstellung erscheinen eine Begleitschrift sowie kommentierte Streckenkarten der beiden schlesischen Reichsbahndirektionen Breslau und Oppeln aus der Mitte der 1930er Jahre.


Förderung
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Stadtwerke Ratingen

    
Schirmherrschaft
Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Marschallamt der Woiwodschaft Oppeln
Marschallamt der Woiwodschaft Niederschlesien

Partner
Museum in Rybnik / Muzeum w Rybniku
Eisenbahmuseum Königszelt / Jaworzyna Śląska
Regionalbahngesellschaft Koleje Śląskie


Begleitprogramm

Vorträge
Aufbruch in die Moderne. 175 Jahre Eisenbahn in Schlesien - Vortrag von Dr. Stephan Kaiser, Oberschlesisches Landesmuseum
Freitag, 21. April 2017, 20:00 - 21:45 Uhr
Kassel, Henschel-Archiv, Veranstaltung  der VHS
Freitag, 5. Mai, 2017
DGEG-Jubiläumstagung Zeche Zollern II/IV, Dortmund

Öffentliche Sonntagsführungen
Mit wechselnden Themenschwerpunkten
21. Mai (Internationaler Museumstag), 18. Juni, 27.  August, und 22. Oktober 2017, jeweils 15 Uhr
Anmeldung unter 0 21 02 - 96 50 erbeten.

Angebote für Kinder und Schulen
Spannende und lehrreiche Programme machen den Schulunterricht lebendig oder sorgen für einen unvergesslichen Kindergeburtstag. Museumsmaskottchen "Schlesi" schlüpft in der 
Ausstellung in die Rolle unterschiedlicher Berufe und erklärt altersgerecht die Welt der Eisenbahn früher und heute.

Museumspädagogik - "Samstags im Museum" (für Kinder von 6 bis 10 Jahren)

Mit dem „Dampfross“ unterwegs
Samstag, 27. Mai 2017, 14:30-16:30 Uhr

Lokführer, Schaffner, Gleisbauer– wer arbeitet bei der Bahn?
Samstag, den 24. Juni 2017, 14:30 – 16:30 Uhr
  
Preis: jeweils 9 EUR, inkl. Eintritt, Führung, Materialien
Anmeldung unter Tato e-mailová adresa je chráněna před spamboty. Pro její zobrazení musíte mít povolen Javascript. oder 0 21 02 / 96 50


Weitere Termine   

Mit Volldampf voraus - Sommerfest im Oberschlesischen Landesmuseum
Sonntag, 9. Juli 2017, 11-18 Uhr


7. Internationale Dampflokgala im schlesischen Industrie- und Eisenbahnmuseum in Jaworzyna Śląska/Königszelt
Samstag,  9. September - Sonntag, 10. September 2017    

neanderland MUSEUMSNACHT des Kreises Mettmann
mit dem Oberschlesisches Landesmuseum
Freitag, 29. September 2017, 18- 24 Uhr   

6. Eisenbahnkonferenz im Museum in Rybnik
Montag, 23. Oktober - Dienstag, 24. Oktober 2017


Links

Viele weitere Termin rund um das Thema Eisenbahn bietet der eisenbahn-planer.

Kommende Veranstaltungen

Samstags im Museum
Museumspädagogisches Programm für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren
am Samstag, 25. März um 14:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Öffentliche Sonntagsführung
durch die Ostereierausstellung
am Sonntag, 26. März um 15:00 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Faust to go - Das Düsseldorfer Schauspielhaus zu Gast in Hösel
Eine Veranstaltung des Kulturkreis Hösel
am Dienstag, 28. März um 19 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Ausstellungseröffnung "Schlesische Bahnwelten"
am Sonntag, 2. April um 15:00 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
Tato e-mailová adresa je chráněna před spamboty. Pro její zobrazení musíte mít povolen Javascript.