Schlossgeschichten ab November 2017 in Karlsruhe

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Napsal/a Mehring
21. leden 2014
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Wappenkartusche Ab dem 10. November zeigt das Roncalli Forum in Karlsruhe die Ausstellung "Schlossgeschichten - Adel in Schlesien"

Zur Ausstellung ist auch ein informativer und reich bebilderter Begleitband erschienen, der entweder beim Ausstellungsbesuch erworben werden kann oder auch über das Oberschlesische Landesmuseum zu beziehen ist.


Adel in Schlesien
Glanzvolle Schlösser, fürstliche Tafeln und ausschweifende Feste; illustre Gesellschaften, prächtige Jagden und fantastische Reichtümer; Dienstmädchen und Diener, Skandale und Dekadenz – so stellt man sich die Welt des schlesischen Adels vor. Was stimmt von diesen Vorstellungen? Welche Aufgaben und Funktionen hatte der landständige Adel vor 1945? Was waren seine wirtschaftlichen Grundlagen?

Schlesiens Größe, seine habsburgische und preußische Einbindung sowie die konfessionellen Verhältnisse ließen über die Jahrhunderte eine vielfältige Adelslandschaft entstehen. Gravierende Auswirkungen hatte der Erste Weltkrieg. Die neuen sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Deutschen Reich, in Polen und in der Tschechoslowakei betrafen den Adel existenziell. Die standesgebundenen Privilegien des Adels entfielen. Das eigentliche Ende der schlesischen Adelswelt kam durch den Zweiten Weltkrieg. Die meisten Schlösser und Besitztümer wurden zerstört. Für die Flüchtlinge und Vertriebenen stand unterschiedslos ein Neubeginn im Westen ohne wirtschaftliche Grundlage an. Niemand kann genau sagen, wie viele Schlösser und Herrenhäuser in Schlesien bestanden. Doch unvorstellbar viele, um die Tausend, lassen sich aufzählen. Häufig gründeten sie auf mittelalterlichen Wehranlagen. Der industriebesitzende oberschlesische Adel konnte es sich im 19. Jahrhundert leisten, daraus prächtige residenzähnliche Schlösser zu machen. Sein plötzlicher Reichtum beruhte auf Zink- und Eisenerz sowie insbesondere der Förderung von Steinkohle.

Schloss ErddmannsdorfDie Ausstellung
Die Ausstellung ist in elf informative Kapitel sowie damit korrespondierende Adelsporträts gegliedert. Auf diese Weise werden die Lebensbereiche von der Religion über wirtschaftliche Lebensgrundlagen bis hin zum Sammlungswesen und zur Literatur verdeutlicht.

Vorgestellt werden Persönlichkeiten aus fünf Jahrhunderten durch Stammbäume, Gemälde und Porträts. Dazu gehört u.a. Rudolph Graf Stillfried von Alcántara und Rattonitz (1804 –1882). Er war Experte für genealogisch-dynastische Forschungen und brachte es zum Oberzeremonienmeister am preußischen Hof. Maßgeblich setzte er sich für den Wiederaufbau der schwäbischen Stammburg Hohenzollern ein. Die dortige Kapelle war denn auch Vorbild für seine eigene Grablege in Silbitz / Żelowice. Oder auch Viktor I. Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey, der 1818 als Erbprinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst auf Schloss Langenburg in Baden-Württemberg zur Welt. Er erbte von seinem kinderlosen Onkel, dem Landgraf Viktor Amadeus von Hessen-Rotenburg die Güter Corvey in Westfalen sowie die Herrschaft Ratibor in Oberschlesien. 1840, nach dem Tod seines Vaters, der bis dahin die Güter verwaltete, ernannte ihn König Friedrich Wilhelm IV. zum ersten Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey. Zugunsten seines jüngeren Bruders verzichtete er auf alle Erbansprüche und dynastischen Titel in Schillingsfürst. Er begründete so einen neuen Ast des Geschlechtes.

Dazu beantwortet die Ausstellung grundlegende Fragen: Was zeichnete das Wirken des Adels als Kunstmäzene oder kirchliche Patronatsherren aus? Welche wirtschaftlichen und administrativen Funktionen prägten Ausbildung und Berufstätigkeit? Wie wurden familiäre Ereignisse instrumentalisiert und zelebriert? Warum galt der Jagd besondere Aufmerksamkeit? Und heute? In Videointerviews äußern sich Angehörige des schlesischen Adels zum Leben ihrer Vorfahren und zu ihren heutigen Verbindungen mit der früheren Heimat.

Weitere Informationen zum Ausstellungsort finden Sie auf den Seiten des Roncalli-Forums.

Luftfahrtausstellung ab Juni in Ohlau

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Napsal/a Mehring
8. květen 2013
Zobrazeno: 1181

flughafen oberschlesien kleinDie polnischsprachige Version der Ausstellung "Adler über Schlesien. Ereignisse und Pioniere der Luftfhartgeschichte" ist ab Juni in der Bibliothek in Ohlau zu sehen.

 Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der über das Tato e-mailová adresa je chráněna před spamboty. Pro její zobrazení musíte mít povolen Javascript. ist.

Schädelspalter1Zur Ausstellung

Der alte Ikarus-Traum, sich in die Lüfte erheben zu können wie ein Adler, ist vielleicht ebenso alt wie die Menschheit selbst. Schlesien hat in der Entwicklung der Luftfahrt im frühen 20. Jahrhundert eine interessante Funktion eingenommen. Bereits im Revolutionsjahr 1789 stieg der Franzose Jean-Pierre Blanchard mit seinem Aerostaten in Breslau auf. Am Fuße des Riesengebirges entstand nach dem ersten Weltkrieg die Segelflugschule Grunau, die Weltruf erlangte. Mit Gleiwitz und Breslau wurden schon früh Verkehrsflugplätze in das Netz der Lufthansa integriert. In der militärischen Luftkriegsführung zeichneten sich gebürtige schlesische Flieger wie Manfred von Richthofen aus.

Der Blick auf die Luftfahrtgeschichte in Schlesien ist gleichzeitig ein Blick auf die Entwicklung des Flugwesens im Allgemeinen. Das Oberschlesische Landesmuseum zeigte vom 8. November 2009 bis 25. April 2010 die große Sonderausstellung „Adler über Schlesien. Ereignisse und Pioniere der Luftfahrtgeschichte“. Sie informierte umfassend über die Geschichte von Luftfahrt, Luftsport und Luftkrieg von den Anfängen bis heute. Flugpioniere, Flugzeuge, Flugtage und Flughäfen werden in Erinnerung gebracht. Im Mittelpunkt standen ein Grunau-Baby, das wohl meistgebaute Segelflugzeug aller Zeiten, ein Schulgleiter SG 38 vom Oldtimer Segelflugclub an der Wasserkuppe und die EC-3 Pou Plume, ein erfolgreiches kleines Motorflugzeug mit ganz besonderen Tragflächen aus dem Bestand des Luftfahrtmuseums Krakau. Die Tafelversion war bereits an verschiedenen Stationen in Deutschland und Polen zu sehen.

Kommende Veranstaltungen

Öffentliche Sonntagsführung
durch die große Sonderausstellung "Schlessiche Bahnwelten"
am Sonntag, 22. Oktober um 15 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Samstags im Museum: Von Bergleuten und Berggeistern
museumspädagogisches Programm für Kinder
am Samstag, 28. Oktober um 14:30
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Herbstlicher Handwerker- und Delikatessenmarkt
mit Eröffnung der neuen Sonderausstellung "Kann Spuren von Heimat enthalten"
am Sonntag, 12. November ab 11 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
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