8.3. - 19.4.20: Ostereier und Osterbräuche in Oberschlesien

Print Email
Written by Peters-Schildgen
07 March 2020
Hits: 342

Osterei-Flyer 2020 Detail8. März – 19. April 2020
Ostereier und Osterbräuche in Oberschlesien
11. Osterei-Ausstellung
Warum bemalen und verschenken wir zu Ostern Eier? Diese Fragen und viele Bräuche rund um das Osterfest stehen im Mittelpunkt der 11. Osterei-Ausstellung. So lässt sich in Oberschlesien das Verzieren von Ostereiern bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgen. Noch heute ist dort dieser Brauch sehr lebendig. Die Ausstellung stellt kunstvolle Ostereier in verschiedenen Verziertechniken aus eigenem Bestand sowie aus verschiedenen Privatsammlungen vor. Ob gekratzt, gebatikt, bemalt, beklebt, bestickt oder mit Stroh beklebt – die kleinen, aber feinen Kunstwerke faszinieren stets aufs Neue. Während der Laufzeit der Ausstellung werden handbemalte Ostereier zum Verkauf angeboten.


Den Flyer zur Ausstellung finden Sie hier als PDF-Datei.

 

Begleitprogramm:

8. März, 11 – 18 Uhr
Schlesischer Ostermarkt mit Ausstellungseröffnung
Die Eröffnung der Osterei-Ausstellung um 15 Uhr ist eingebunden in einen ganztägigen schlesischen Ostermarkt mit kulturellem Rahmenprogramm und vielfältigen Gelegenheiten, sich auf den Frühling einzustimmen und dazu noch ein passendes Ostergeschenk zu finden. Kunstvoll verzierte Ostereier und anderer handgefertigter Osterschmuck werden geboten. In gemütlicher Atmosphäre zwischen den einzelnen Ständen schlendern, den Handwerkerinnen zuschauen und diverse Köstlichkeiten ausprobieren – beim ganztägigen Ostermarkt ist für jeden etwas dabei. Ergänzt wird der Markt durch Bastelangebote für Kinder. Der Markt ist ein Angebot des Kulturreferenten für Oberschlesien in Zusammenarbeit mit dem OSLM.



Angebote und Mitwirkende

Ausstellungseröffnung (15 Uhr)Osterei Hase

Ostereier-Vorführungen verschiedener Techniken und Verkauf

Schlesische Stickereien und Trachtenpuppen

Kuratorenführungen

Osterbasteln für Kinder

Ratinger Honig

Schlesische Spezialitäten

Delikatessen „von Hösel“

Bunzlauer Keramik

Brotbäckerei Artur Müller mit frischem schlesischen Kuchen, Brot und Würstchen
 

schlesi oster 2 kopie webSamstag, 21. März 2020, 14-16 Uhr
Ei, Ei, Ei - Osterei - Aktionsnachmittag für Kinder von 6 bis 12 Jahren
Bunte Eier, Frühlingsstimmung und Osterhäschen halten Einzug ins Museum. Los geht es mit dem Eier-Verzieren, Eier-Memory und der Eier-Suche. Auch für Zuhause können Osterdekorationen gebastelt werden.

Teilnahmegebühr: 9 EUR inkl. Eintritt, Führung, Materialien
Anmeldung unter: 02102 / 965-0 oder unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. erforderlich.

 

Sonntag, 22. März 2020, 15.00-16.00 Uhr
Öffentliche Sonntagsführung durch die Osterei-Ausstellung
Im Mittelpunkt der Führung stehen das Osterfest und verschiedene Osterbräuche - und natürlich die schönen Ostereier. Wie gelingt es den Künstlerinnen und Künstlern, die feinen Muster auf das Ei aufzutragen? Welche traditionellen Techniken werden verwendet? Und wie wird das Brauchtum heute in Schlesien gepflegt? Die Ausstellungskuratorin beantwortet diese und andere Fragen rund um die kleinen, aber feinen Kunstwerke.

Im Anschluss an die Führung werden Kaffee und Kuchen geboten.
Preis: 10 EUR (Komplettangebot für Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen) oder 6 EUR für Eintritt mit Führung; Anmeldung unter: 02102 / 965-0, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .


Osterei wird gekratzt webSamstag, 28. März 2020, 14.30-16.30 Uhr

Ostereier verzieren. Kreativkurs für Erwachsene
Begleitend zur Osterei-Ausstellung gibt es einen Kreativkurs, in dem die Teilnehmer die traditionelle schlesische Kratztechnik zum Verzieren von Ostereiern erlernen.
Teilnahmegebühr: jeweils 10 € pro Person.
Anmeldung unter: 02102 / 965-0 oder This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .

 

Kontakt und Information
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstr. 62
40883 Ratingen (Hösel

Tel.: +49 (0) 2102 / 965-0
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. "> This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Home: www.oslm.de, sowie bei Facebook und Instagram

 

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 11-17 Uhr, Montag geschlossen

Geschlossen: 10.-12. April 2020 (Karfreitag – Ostersonntag)
Geöffnet: 13. April 2020 (Ostermontag)

8.07.18 - 10.05.20: Schaukelpferd und Zinnsoldaten

Print Email
Written by Wahlsdorf
21 March 2018
Hits: 12406


familie brachman webSchaukelpferd und Zinnsoldaten. Kindheit und Jugend in Schlesien

8.7.2018 – 10.5.2020 
Sonderausstellung des Oberschlesischen Landesmuseums in Ratingen

Eröffnung: Sonntag, 8. Juli 2018, 15 Uhr

„Kindheit ist ein Film - der auf der Netzhaut des Auges abläuft - überbelichtet“
Horst Bienek, Gleiwitzer Kindheit, 1976

Als Erwachsener blickt man häufig verklärt auf die Kindheit zurück. Unbeschwert, sorglos und einfach sei damals alles gewesen. In der Tat war Kindheit anders. Das Leben vieler Kinder im 19. und 20. Jahrhundert war von harter Arbeit und auch strenger Erziehung in den ohnehin schwierigen Zeiten wie den beiden Weltkriegen, der Abstimmung, Flucht oder Vertreibung geprägt. Die freie Wahl der Schule, der Ausbildungsstätte oder der Gestaltung der freien Zeit hatten viele Kinder nicht. Sie wurden aufgrund der familiären Verhältnisse, der damit zusammenhängenden finanziellen Möglichkeiten oder auch der Religion schon in bestimmte Richtungen gedrängt. Kinder waren auch Arbeitskräfte oder unterstützten die Familie und den Familienhaushalt. Es galt als selbstverständlich, dass Kinder im Haus oder auf dem Hof mithalfen oder sogar in Fabriken oder Bergwerken arbeiteten, um so zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Hatten sie doch freie Zeit zur Verfügung, so bastelten sie sich selber Spielzeuge oder spielten mit den Nachbarskindern selbstausgedachte Spiele wie das „Klippespiel“ oder „Pinke-Spiel“, die in Schlesien besonders beliebt waren. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts wurden Spielzeuge massenhaft hergestellt und zunehmend für Familien erschwinglich. Mehrere und verschiedene Spielzeuge zu besitzen war aber noch immer nur wenigen Kindern vorbehalten.

taufkarte webDie Ausstellung „Schaukelpferd und Zinnsoldaten. Kindheit und Jugend in Schlesien“ bietet ein Panorama dieser bewegten und facettenreichen Zeit, in der Kinder immer mehr als eigene Person wahrgenommen wurden. Die Kindheit wurde schließlich als eine Phase verstanden, in der Kinder beeinflusst und geformt werden können.

Geschlechtsspezifische Spielzeuge wie Puppen für Mädchen und Zinnsoldaten für Jungen dienten der Vorbereitung auf das spätere Leben. Auf „höheren Töchterschulen“ lernten die Mädchen Praktisches für ihre Rolle als Ehefrau und Mutter. Bei Jungen konzentrierte man sich auf den zukünftigen Beruf bzw. die weitere Ausbildung. Disziplin und Ordnung wurden bereits in der Schule vermittelt und auch durch körperliche Züchtigung durchgesetzt. Die oberschlesischen Schulen standen zudem vor einer besonderen Herausforderung, die bezeichnend für diese Region ist: Da sowohl polnisch- als auch deutschsprachige Kinder die Schulen besuchten, mussten die jeweiligen Schulsysteme darauf eingehen.  Bis heute ist die Religion ein wichtiger Teil des Alltags. In Schlesien lebten bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts Katholiken, Protestanten und Juden zusammen. Ihre unterschiedlichen Traditionen, Sitten und Bräuche prägten die Kindheit: Ob Taufe, Konfirmation oder Bar Mitzwa - in jeder Religion wird bis heute der Eintritt in die Gemeinde und die spätere Bekräftigung des Gemeindemitgliedes zu seinem Glauben gefeiert. Wie sich diese Bräuche verändert oder auch entwickelt haben, ist ein Teil dieser Ausstellung. Die Ausstellung spricht alle Generationen an. Kinderkleidung wie der Matrosenanzug, diverse Spielzeuge aus dem 19. und 20. Jahrhundert, ein nachgestelltes Klassenzimmer mit Schulbänken, verschiedene Kindermöbel oder Fotografien dokumentieren den Alltag der Kinder. Inder Zeit des Sozialismus gehörte dazu in zahleichen Familien der Maluch. Vollbepackt bis auf das Dach fuhr man mit ihm regelmäßig in den Urlaub. Viele Kindern erlebten in diesem Gefährt auch die Fahrt in die Bundesrepublik als Aussiedler oder Spätaussiedler. Einblicke in den früheren Alltag laden dazu ein, sich in die eigene Kindheit zurückzuversetzen, Vergleiche anzustellen und sich mit den eigenen Kindern oder Enkeln auszutauschen.

Angebote für Kinder familie bei der arbeit webund Schulen
Kindheit gestern und heute – unsere spannenden und lehrreichen Programme machen Ihren Unterricht lebendig, sorgen für einen unvergesslichen Kindergeburtstag, Aktionsnachmittag oder Sommerferien im Museum. Die aktuellen Angebote finden Sie auf unserer Homepage. Für alle Absprachen treten Sie bitte frühzeitig mit uns in Kontakt.( This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. , Tel.: 0 21 02 - 96 50)

Schlesi-Rucksack für die ganze Familie
Mit dem Schlesi-Rucksack, den Sie an unserer Kasse kostenlos erhalten, können Sie die Ausstellung mit Ihrer ganzen Familie erleben. In dem Rucksack befinden sich Aufgaben, die Sie auf spielerische oder auch auf kreative Weise lösen sollen und werden so gleichzeitig durch die wichtigsten Stationen der Ausstellung geführt.

Begleitpublikation
Oberschlesisches Landesmuseum (Hrsg.): Schaukelpferd und Zinnsoldaten. Kindheit und Jugend in Schlesien, Ratingen 2019 (Schriften der Stiftung Haus Oberschlesien, Band 7). 66 Seiten, zahlreiche Abbildungen.
Die Publikation kann zum Einführungspreis von 5 EUR im Oberschlesischen Landesmuseum erworben werden. Weitere Informationen zum Begleitbuch finden Sie hier.

Nächste öffentliche Sonntagsführung:

Sonntag, 19.1.2020, 15 Uhr
Preis pro Person: 6 Euro inkl. Eintritt

Nach der Führung bieten wir im Museumscafé Kaffee und frisch gebackenen Kuchen an. Dazu ist eine Anmeldung erforderlich: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder Tel.: 0 21 02 - 96 50. Der Preis beträgt 10 Euro
pro Person (inkl. Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen)

Hier gibt es den Flyer zur Ausstellung als PDF-Datei.

Bilder:
Bild oben und unten: Sammlung Museum in Rybnik
Bild Mitte: Sammlung Schlesisches Museum in Troppau
Einleitungsbild:  Sammlung Jüdisches Historisches Museum in Amsterdam


Partner der Ausstellung

logo-haus

Das OSLM wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

Permanent Exhibition

Print Email
01 March 2012
Hits: 7370

dauerausstellungThe permanent exhibition focuses on culture and history of Upper-Silesia. The three main topics are:

"Upper-Silesia before Industrialization"

"Upper-Silesia and Industry"

"Upper-Silesia in the 20th Century Politics"

The first part of the exhibition is about culture and history of Upper-Silesia before industrialisation. The central point is the German legal settlement since the 13th century which influenced towns as well as rural areas. It was authorized by the Silesian Piasts, a collateral branch of the Polish royal dynasty. Later they allied with the kingdom of Bohemia. As a result, Upper-Silesia became a member of the Holy Roman Empire of German Nation since the middle of 14th century. The House of Habsburg inherited Bohemia. In the 18th century, the Prussian king Friedrich II conquered the largest part of Silesia. Only a small part of Upper-Silesia stayed in possession of Austria.

The second part of the permanent exhibition deals with industrial history of Upper-Silesia, especially with mining as well as extractive metallurgy and metal working. In this context parallels may be drawn to the Ruhr area. The most important industrial managers are introduced – at first the aristocracy as a special characteristic of Upper-Silesian industry – then the Prussian state, civil entrepreneurs and increasingly stock corporations. Historical industrial pictures show how mining and industry developed and how they were perceived. The importance of the railway as a means of transport to the markets and as employer for the industry becomes apparent. Agriculture and its connection to the industry are also depicted followed by impressions of the field of work with links to social problems. Every day life in the Upper Silesian industrial area is represented by typical objects, giving an insight in the deep sense of peoples’ devoutness, as well as topics like family life, school, clubs and sociability.

The third section of the permanent exhibition is about Upper-Silesia caught between the international politics: as a bone of contention between Germany and Poland, as a scene of the German invasion in Poland and the unleashing of World War II and as a place of Nazi crimes in Auschwitz. During that time, the province of Upper Silesia was extended by annexation. The disaster of National Socialism ultimately resulted in flight, expulsion and evacuation of many inhabitants. Personal documents give an insight into historical events and their influence on peoples’ fates. The exhibition ends with a forecast, hopefully expecting a peaceful co-existence of Poles and Germans, who remained in Upper-Silesia as a visible sign of Europe's coming together.

The new basement exhibition is related in detail to the history of mining in Upper Silesia. The visitor can see a recreated mining tunnel section with a coal wagon, a rail section, as well as exhibits illustrative of the mining, the daily routine and miners’ culture and customs in Upper Silesia.

Worth mentioning are also beautiful examples of typical Upper Silesia coal carvings. The "black gold" is compared to the "white gold". These are important objects from the museum’s faience and porcelain collection. The production of faience, which is distinguished by its dark shards of pottery from the white porcelain, is conveyed descriptively. There are also objects from the Krister porcelain manufactory in Waldenburg, the Königszelt porcelain factory as well as use and luxury items made in the Tillowitz porcelain manufactory.

The permanent exhibition allows systematic and comparative access – for example in the museum's pedagogic program – with topics like "migration", "home", "ethnic cleansing", "foreigners" and "comparative industrial history".

Comming Events

am  Sonntag, dem 17. November, um 16 Uhr
Ort: Haus Oberschlesien



Contact Us

Address:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 71
40883 Ratingen (Hösel)

Phone:
+49(0)2102-965-0

Email:
This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.