28.10.18 - 28.02.19 Pfefferkuchen

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Written by Wahlsdorf
30 October 2018
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lebkuchenkorbwebPfefferkuchen - Eine Reise der Sinne, vom Ursprung bis zum Genuss...

Eine Ausstellung von Haus Schlesien in Königswinter

28. Oktober 2018 bis 28. Februar 2019

 Was wäre ein Pfefferkuchen ohne die Gewürze, die aus einem einfachen Honigkuchen erst einen Pfefferkuchen machen? Der Pfeffer, der dem Gebäck seinen Namen gegeben hat, wurde nur selten und wenn sehr sparsam dosiert als Gewürz eingebracht. Jedoch bezeichnete man früher alle exotischen Gewürze als „Pfeffer“. Das ideale Lebkuchengewürz gibt es nicht, vielmehr gibt es mannigfaltige Variationen. Zimt, Nelke und Muskat gehören in jeden Lebkuchen und geben ihm erst seinen typischen Geschmack. Pfeffer, Ingwer oder Sternanis verfeinern das Gebäck. Enthält ein Lebkuchen zu viele verschiedene Gewürze, schadet es seinem Geschmack, da sich die einzelnen Gewürze nicht mehr herausschmecken lassen. Hinzu kommen weitere Zutaten, wie Mandeln, Zitronat oder Orangeat, mit denen der Pfefferkuchen verfeinert wird. Solche Beigaben bilden oft die Besonderheit der regionaltypischen Spezialitäten. forme b web

So also kommt der Pfeffer in den Kuchen und das Gebäck zu seinem Namen. Was aber unterscheidet den Pfefferküchler vom Bäcker? Wo genießt man welche Spezialität? Woher kommen die Pfeffersäcke? Und wer hat der Hexe das Pfefferkuchenhaus gebaut? Diese und andere Fragen möchte die Ausstellung aus dem Haus Schlesien, Königswinter, beantworten. Neben der Kulturgeschichte des Pfefferkuchens stehen besonders die Zutaten und die Produktion des würzigen Gebäcks sowie die regionalen Besonderheiten im Mittelpunkt. Bis heute verbindet fast jeder mit Pfefferkuchen schöne Kindheitserlebnisse, Erinnerungen an Kirmes oder Weihnachtsabend, an heimische Küche, Adventszeit oder Christkindelmarkt: Hat auch der einzelne Pfefferkuchen zumeist keine lange Lebensdauer, weil er einfach zu köstlich ist, so ist die Tradition des Pfefferküchlerhandwerks umso älter. Sie reicht zurück bis ins alte Ägypten. Auch Schlesien blickt auf eine 700jährige Tradition dieses Handwerks zurück. Spezialitäten wie „Liegnitzer Bombe“ und „Neisser Konfekt“ sind bis heute in aller Munde.

8.07.18 - 19.5.19: Schaukelpferd und Zinnsoldaten

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Written by Wahlsdorf
21 March 2018
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familie brachman webSchaukelpferd und Zinnsoldaten. Kindheit und Jugend in Schlesien

8.7.2018 – 19.5.2019  
Sonderausstellung des Oberschlesischen Landesmuseums in Ratingen

Eröffnung: Sonntag, 8. Juli 2018, 15 Uhr

„Kindheit ist ein Film - der auf der Netzhaut des Auges abläuft - überbelichtet“
Horst Bienek, Gleiwitzer Kindheit, 1976

Als Erwachsener blickt man häufig verklärt auf die Kindheit zurück. Unbeschwert, sorglos und einfach sei damals alles gewesen. In der Tat war Kindheit anders. Das Leben vieler Kinder im 19. und 20. Jahrhundert war von harter Arbeit und auch strenger Erziehung in den ohnehin schwierigen Zeiten wie den beiden Weltkriegen, der Abstimmung, Flucht oder Vertreibung geprägt. Die freie Wahl der Schule, der Ausbildungsstätte oder der Gestaltung der freien Zeit hatten viele Kinder nicht. Sie wurden aufgrund der familiären Verhältnisse, der damit zusammenhängenden finanziellen Möglichkeiten oder auch der Religion schon in bestimmte Richtungen gedrängt. Kinder waren auch Arbeitskräfte oder unterstützten die Familie und den Familienhaushalt. Es galt als selbstverständlich, dass Kinder im Haus oder auf dem Hof mithalfen oder sogar in Fabriken oder Bergwerken arbeiteten, um so zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Hatten sie doch freie Zeit zur Verfügung, so bastelten sie sich selber Spielzeuge oder spielten mit den Nachbarskindern selbstausgedachte Spiele wie das „Klippespiel“ oder „Pinke-Spiel“, die in Schlesien besonders beliebt waren. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts wurden Spielzeuge massenhaft hergestellt und zunehmend für Familien erschwinglich. Mehrere und verschiedene Spielzeuge zu besitzen war aber noch immer nur wenigen Kindern vortaufkarte webbehalten.

Die Ausstellung „Schaukelpferd und Zinnsoldaten. Kindheit und Jugend in Schlesien“ bietet ein Panorama dieser bewegten und facettenreichen Zeit, in der Kinder immer mehr als eigene Person wahrgenommen wurden. Die Kindheit wurde schließlich als eine Phase verstanden, in der Kinder beeinflusst und geformt werden können.

Geschlechtsspezifische Spielzeuge wie Puppen für Mädchen und Zinnsoldaten für Jungen dienten der Vorbereitung auf das spätere Leben. Auf „höheren Töchterschulen“ lernten die Mädchen Praktisches für ihre Rolle als Ehefrau und Mutter. Bei Jungen konzentrierte man sich auf den zukünftigen Beruf bzw. die weitere Ausbildung. Disziplin und Ordnung wurden bereits in der Schule vermittelt und auch durch körperliche Züchtigung durchgesetzt. Die oberschlesischen Schulen standen zudem vor einer besonderen Herausforderung, die bezeichnend für diese Region ist: Da sowohl polnisch- als auch deutschsprachige Kinder die Schulen besuchten, mussten die jeweiligen Schulsysteme darauf eingehen.  Bis heute ist die Religion ein wichtiger Teil des Alltags. In Schlesien lebten bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts Katholiken

, Protestanten und Juden zusammen. Ihre unte

rschiedlichen Traditionen, Sitten und Bräuche prägten die Kindheit: Ob Taufe, Konfirmation oder Bar Mitzwa - in jeder Religion wird bis heute der Eintritt in die Gemeinde und die spätere Bekräftigung des Gemeindemitgliedes zu seinem Glauben gefeiert. Wie sich diese Bräuche verändert oder auch entwickelt haben, ist ein Teil dieser Ausstellung. Die Ausstellung spricht alle Generationen an. Kinderkleidung wie der Matrosenanzug, diverse Spielzeuge aus dem 19. und 20. Jahrhundert, ein nachgestelltes Klassenzimmer mit Schulbänken, verschiedene Kindermöbel oder Fotografien dokumentieren den Alltag der Kinder. Inder Zeit des Sozialismus gehörte dazu in zahleichen Familien der Maluch. Vollbepackt bis auf das Dach fuhr man mit ihm regelmäßig in den Urlaub. Viele Kindern erlebten in diesem Gefährt auch die Fahrt in die Bundesrepublik als Aussiedler oder Spätaussiedler. Einblicke in den früheren Alltag laden dazu ein, sich in die eigene Kindheit zurückzuversetzen, Vergleiche anzustellen und sich mit den eigenen Kindern oder Enkeln auszutauschen.

Angebote für Kinder familie bei der arbeit webund Schulen
Kindheit gestern und heute – unsere spannenden und lehrreichen Programme machen Ihren Unterricht lebendig, sorgen für einen unvergesslichen Kindergeburtstag, Aktionsnachmittag oder Sommerferien im Museum. Die aktuellen Angebote finden Sie auf unserer Homepage. Für alle Absprachen treten Sie bitte frühzeitig mit uns in Kontakt.
( This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. , This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. , Tel.: 0 21 02 - 96 50)

Schlesi-Rucksack für die ganze Familie
Mit dem Schlesi-Rucksack, den Sie an unserer Kasse kostenlos erhalten, können Sie die Ausstellung mit Ihrer ganzen Familie erleben. In dem Rucksack befinden sich Aufgaben, die Sie auf spielerische oder auch auf kreative Weise lösen sollen und werden so gleichzeitig durch die wichtigsten Stationen der Ausstellung geführt.

Öffentliche Sonntagsführungen
An diesen Sonntagen 2018 erwarten wir Sie um 15 Uhr: 22.7., 19.8., 23.9., 28.10., 18.11., 2.12.
Preis pro Person: 6 Euro inkl. Eintritt

Nach der Führung bieten wir im Museumscafé Kaffee und frisch gebackenen Kuchen an. Dazu ist eine Anmeldung erforderlich: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder Tel.: 0 21 02 - 96 50. Der Preis beträgt 10 Euro
pro Person (inkl. Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen)

Weitere Termine
Sonntag, 26.8., 11-18 Uhr
Jubiläumsfest „1998 – 2018: 20 Jahre Museumsbau“
Zu Gast am Nachmittag ist Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

Sonntag, 28.10., 11-18 Uhr
Herbstmarkt mit Eröffnung der Ausstellung „Pfefferkuchen. Eine Reise der Sinne, vom Ursprung bis zum Genuss“

Sonntag, 25.11., 11-18 Uhr
„Schlesische Kindheiten in Literatur und Wirklichkeit“,
Bilder-Vortrag von Dr. habil. Jürgen Nelles (Universität Bonn). Dazu Sonderführungen, Kaffee und Kuchen. Ein Angebot des Kulturreferenten für Oberschlesien in Zusammenarbeit mit dem OSLM.

Öffnungszeiten des Oberschlesischen Landesmuseums
Dienstag - Sonntag, 11-17 Uhr

An folgenden Tagen ist das Museum geschlossen:
3.10., 1.11., 23.12.-25.12., 31.12.-1.1.19

Geöffnet: 26.12. (2. Weihnachtsfeiertag)
Aktuelle Hinweise finden Sie auch auf Facebook.

Hier gibt es den Flyer zur Ausstellung als PDF-Datei.

Bilder:
Bild oben und unten: Sammlung Museum in Rybnik
Bild Mitte: Sammlung Schlesisches Museum in Troppau
Einleitungsbild:  Sammlung Jüdisches Historisches Museum in Amsterdam


Partner der Ausstellung

logo-haus

Das OSLM wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

4.3.18 - 28.02.2019: Werkschau zum 100. Geburtstag von Jutta Osten

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Written by Peters-Schildgen
24 January 2018
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Jutta Osten webUmbra demonstrat lucem
Werkschau zum 100. Geburtstag von Jutta Osten
4. März 2018 - 28.02.2019

„Erst der Schatten zeigt das Licht.“ Ob öffentliche Skulptur, Kleinplastik, Relief oder Grafik – das Spannungsverhältnis von Licht und Schatten durchzieht das vielseitige Werk von Jutta Osten wie ein roter Faden. Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 25. Februar 2018 präsentiert das Oberschlesische Landesmuseum diese Werkschau einer bemerkenswerten Künstlerin. Jutta Osten wurde 1918 im oberschlesischen Gleiwitz geboren und starb 2009 in Köln, wo sie mehr als 30 Jahre als Kunsterzieherin, Bildhauerin, Medailleurin und Grafikerin tätig war. Schon als Kind beobachtete sie die Natur und skizzierte am liebsten Tiere. Später studierte sie in Berlin, Prag, Düsseldorf und Köln. Vornehmlich schuf sie Medaillen, Plaketten und Kleinplastiken, aber auch größere Auftragsarbeiten im architektonischen Kontext, besonders für Kirchen in Köln und Umgebung. Christliche und antike Motive bestimmen das dem deutschen Post-Expressionismus zuzuordnende Werk. Im Mittelpunkt steht stets der Mensch. Mitbestimmend für ihr Schaffen waren die Vertreibung der Familie aus Oberschlesien sowie Erfahrungen von Internierung und Lagerleben in der Tschechoslowakei. In späteren Jahren hat sich die Künstlerin mit verschiedenen grafischen Techniken ein neues Wirkungsfeld eröffnet, das bis zur Abstraktion führte.

Mehrere Einzelausstellungen in Deutschland, Polen und Italien sowie zahlreiche internationale Ausstellungsbeteiligungen haben Jutta Osten bekannt gemacht. Mehrfach wurde sie ausgezeichnet, zuletzt am 17. November 1990 mit dem Oberschlesischen Hauptkulturpreis, gestiftet vom Land NRW. Die Preisverleihung fand im Oberschlesischen Landesmuseum statt, das die Künstlerin bereits 1990 und 1997 in zwei Ausstellungen würdigte. Das Höseler Museum verwahrt mit über 450 Objekten den umfangreichen künstlerischen Nachlass. Die Werkschau stellt eine repräsentative Auswahl vor.    


Begleitprogramm

Samstag 28. April, 14:30-16:30 Uhr
Jutta Osten: Das Leben und die Kunst (Samstags im Museum)

Führung und praktischer Teil für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren

Teilnahmegebühr: 9,00 EUR inkl. Eintritt, Führung und Materialien
Anmeldung unter: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder 0 21 02/ 96 50

Permanent Exhibition

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Written by Wons
01 March 2012
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dauerausstellungThe permanent exhibition focuses on culture and history of Upper-Silesia. The three main topics are:

"Upper-Silesia before Industrialization"

"Upper-Silesia and Industry"

"Upper-Silesia in the 20th Century Politics"

The first part of the exhibition is about culture and history of Upper-Silesia before industrialisation. The central point is the German legal settlement since the 13th century which influenced towns as well as rural areas. It was authorized by the Silesian Piasts, a collateral branch of the Polish royal dynasty. Later they allied with the kingdom of Bohemia. As a result, Upper-Silesia became a member of the Holy Roman Empire of German Nation since the middle of 14th century. The House of Habsburg inherited Bohemia. In the 18th century, the Prussian king Friedrich II conquered the largest part of Silesia. Only a small part of Upper-Silesia stayed in possession of Austria.

The second part of the permanent exhibition deals with industrial history of Upper-Silesia, especially with mining as well as extractive metallurgy and metal working. In this context parallels may be drawn to the Ruhr area. The most important industrial managers are introduced – at first the aristocracy as a special characteristic of Upper-Silesian industry – then the Prussian state, civil entrepreneurs and increasingly stock corporations. Historical industrial pictures show how mining and industry developed and how they were perceived. The importance of the railway as a means of transport to the markets and as employer for the industry becomes apparent. Agriculture and its connection to the industry are also depicted followed by impressions of the field of work with links to social problems. Every day life in the Upper Silesian industrial area is represented by typical objects, giving an insight in the deep sense of peoples’ devoutness, as well as topics like family life, school, clubs and sociability.

The third section of the permanent exhibition is about Upper-Silesia caught between the international politics: as a bone of contention between Germany and Poland, as a scene of the German invasion in Poland and the unleashing of World War II and as a place of Nazi crimes in Auschwitz. During that time, the province of Upper Silesia was extended by annexation. The disaster of National Socialism ultimately resulted in flight, expulsion and evacuation of many inhabitants. Personal documents give an insight into historical events and their influence on peoples’ fates. The exhibition ends with a forecast, hopefully expecting a peaceful co-existence of Poles and Germans, who remained in Upper-Silesia as a visible sign of Europe's coming together.

The new basement exhibition is related in detail to the history of mining in Upper Silesia. The visitor can see a recreated mining tunnel section with a coal wagon, a rail section, as well as exhibits illustrative of the mining, the daily routine and miners’ culture and customs in Upper Silesia.

Worth mentioning are also beautiful examples of typical Upper Silesia coal carvings. The "black gold" is compared to the "white gold". These are important objects from the museum’s faience and porcelain collection. The production of faience, which is distinguished by its dark shards of pottery from the white porcelain, is conveyed descriptively. There are also objects from the Krister porcelain manufactory in Waldenburg, the Königszelt porcelain factory as well as use and luxury items made in the Tillowitz porcelain manufactory.

The permanent exhibition allows systematic and comparative access – for example in the museum's pedagogic program – with topics like "migration", "home", "ethnic cleansing", "foreigners" and "comparative industrial history".

Comming Events

Kinderferienprogramm
Schaukelpferd und Zinnsoldaten - Spielzeug früher und heute
am Mittwoch, 08. August, von 14:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Öffentliche Sonntagsführung
durch die Sonderausstellung "Schaukelpferd und Zinnsoldaten"
am Sonntag, 19. August, um 15 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Kinderferienprogramm
Vom Abakus und Federgriffel - Schule früher und heute
am Mittwoch, 15. August, von 14:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum



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Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 71
40883 Ratingen (Hösel)

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