Der Film „Verschwundene Orte – Auf der Suche nach der versunkenen Heimat“ von Ronald Urbanczyk und Marie Baumgarten

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Geschrieben von Skrabania
08. Juni 2020
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Das Kulturreferat für Oberschlesien und das Oberschlesische Landesmuseum bei der Stiftung Haus Oberschlesien freuen sich sehr darüber, Ihnen den Film „Verschwundene Orte – Auf der Suche nach der versunkenen Heimat von Ronald Urbanczyk und Marie Baumgarten präsentieren zu können.

In dem Film erinnern ehemalige Bewohner das Schicksal ihrer zurückgelassenen Heimatorte und Häuser in den ehemaligen deutschen Ostprovinzen. Auf einer spannenden Reise zwischen Kaliningrad, Tschechien und Polen begeben sich die geflüchteten und vertriebenen Bewohner auf Spurensuche nach der verschwundenen Heimat.
Die Suche beginnt mit dem Berliner Komponisten Siegfried Matthus in Oblast Kaliningrad im ehemaligen Ostpreußen. An der tschechischen Grenze zu Bayern erzählen Adolf Schmid, Rosa Dobner und Wolf-Dieter Hamperl von den ehemaligen böhmischen Orten des Kreises Tachau, heute Tahov. Im oberschlesischen Lubowitz/Łubowice wird die Ruine des Geburtsschlosses des schlesischen Dichters Joseph Freiherr von Eichendorff durch Blasius Hanczuch und Paul Ryborz vor dem Vergessen bewahrt. Und Horst Hermann führt uns gemeinsam mit Julia Bork vom polnischen Museum der Festung Küstrin durch die versunkenen Wege und Mauerreste der Altstadt im heutigen Kostrzyn.
In ihren Erzählungen wird die Geschichte der vergessenen Orte wieder lebendig, die als Mahnmal gegen jeden Krieg und Exodus denkwürdig leuchten soll.
Der Film ist im Rahmen der Wanderausstellung „Verschwunden – Orte, die es nicht mehr gibt“ im Auftrag des Zentrums gegen Vertreibungen entstanden.

Zentrum Kopf-1

Podium Silesia - Beiträge zur Geschichte Oberschlesiens

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Geschrieben von Skrabania
13. Januar 2020
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Vortrag von Dr. Gregor Ploch
Die geopolitische Neuordnung Europas nach 1918 und ihre Folgen für Oberschlesien

Mittwoch, 19. Februar 2019, 19 Uhr
Haus Oberschlesien, Ratingen

OS Teilung de

Mit dem blutigen Ende des Ersten Weltkrieges und dem Zusammenbruch der europäischen Monarchien 1918 wurde die politische Lage in Europa neu geordnet. Die Bestimmungen des 1919 unterzeichneten „Versailler Friedensvertrages“ sahen unter anderem vor, eine Volksabstimmung in Oberschlesien durchzuführen und den neugegründeten polnischen Staat mit Industriegebieten auszustatten. Die Folgen dieses Plebiszites und der Teilung Oberschlesiens sind allen bekannt.
Anlässlich der 100. Wiederkehr dieser Ereignisse soll in dem Vortrag eine Neubewertung vorgenommen werden. Es geht nicht darum, den Fokus lediglich in die oberschlesische Region zu richten und vor dem Hintergrund der französisch-deutschen und deutsch-polnischen Beziehungen festzustellen, dass die Idee der Selbstbestimmung der Völker verletzt worden sei. Darüber gab es in der Vergangenheit unzählige Vorträge und Publikationen. Vielmehr soll die geopolitische Perspektive untersucht werden: Welche Interessen verfolgten die großen Mächte vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges und nach 1918? Welche Rolle spielte der neue polnische Staat und welche (unterschiedlichen) Interessen verfolgten deren Akteure? Und schließlich: Wie ist die Teilung Oberschlesiens vor dem geopolitischen Hintergrund zu sehen?


Dr. Gregor Ploch, gebürtig in Rybnik, Theologe und Historiker, Oberschlesienforscher. Forschungsschwerpunkte: Geschichte Oberschlesiens im 19. und 20. Jh., Identität und Kultur der Oberschlesier, Vertriebenen- und Aussiedlerforschung, konfessionelle Geschichte Schlesiens, unter besonderer Berücksichtigung der Habsburgerherrschaft. Ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Oberschlesischen Landesmuseum, derzeit im Haus St. Otto Zinnowitz (Erzbistum Berlin) tätig.


Der Online-Reiseführer Oberschlesien

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Geschrieben von Kretschmann
16. Mai 2019
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Ein informatives Angebot unseres Kooperationspartners, der Historischen Kommission für den Kreis Neustadt/Oberschlesien

Online Reiseführer Symbol
Oberschlesien ist sicherlich kein Land mehr „fern von gebildeten Menschen, am Ende des Reiches", wie es im ausgehenden 18. Jahrhundert Johann Wolfgang von Goethe noch schrieb. Stattdessen ist Oberschlesien heute eine reiche Kulturlandschaft mit vielen wunderbaren Sehenswürdigkeiten und liebenswerten Menschen. Geprägt wurde das Land über Jahrhunderte von Deutschen, Polen, Tschechen und „Oberschlesiern", wie sich viele Einheimische heute gerne bezeichnen. Das macht die Geschichte dieses Landes zwar kompliziert, aber umso spannender. Dass Oberschlesien eine Reise wert ist, zeigt auch der neue Online-Reiseführer Oberschlesien.

Der Initiator des Online-Reiseführers, Ralph Wrobel (*1968), ist hauptberuflich Professor für Volkswirtschaftslehre an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau. Daneben erforscht er seit drei Jahrzehnten die Geschichte und Kultur Oberschlesiens. Er veranstaltet zudem regelmäßig Stu-dienfahrten in die Region. Im „Online-Reiseführer Oberschlesien" bietet er jetzt einen Überblick über die Geschichte und Kultur des Landes sowie umfassende Beschreibungen seiner Sehenswür-digkeiten. Mit vielen farbigen Fotos, Übersichtskarten, Videos und Beschreibungen nimmt er Sie multimedial mit auf die Reise durch das Land. Oberschlesien wird dafür eingeteilt nach historischen Regionen – Oppelner Land, Kattowitzer Land, Ratiborer Land, Neisser Land, Troppauer Land und Teschener Land. Der multimediale Reiseführer basiert insbesondere auf der umfangreichen Foto-sammlung von Ralph Wrobel, wird aber auch durch zahlreiche Youtube-Videos ergänzt. Außerdem bringt der Autor seine historische Expertise ein. Wie dabei deutlich wird, handelt es sich bei Ober-schlesien um eine Landschaft im Herzen Mitteleuropas, die sowohl einen virtuellen als auch einen wirklichen Besuch lohnt.

Der Reiseführer ist online unter www.orf-oberschlesien.de erreichbar

Workshop: Schlesien und das Ruhrgebiet. Historische Spuren

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Geschrieben von Kretschmann
16. Mai 2019
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RUB WRO GruppeMit einer Tagung im Haus Oberschlesien begann am 13. Mai ein dreitägiger Workshop zu den Migrationsbeziehungen zwischen Schlesien und dem Ruhgebiet. Dozenten und Studierende der Universitäten Bochum und Breslau (Wrocław) befassten sich mit den Spuren schlesischen und polnischen Lebens im Ruhrgebiet, der Erinnerungskultur und dem Strukturwandel. Das Programm umfasste Besuche in Gelsenkirchen-Schalke, in Bochum und Wanne-Eickel (Herne). Unterstützt und begleitet wurde der Workshop des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum und des Lehrstuhls für Kultur der deutschsprachigen Länder und Schlesiens an der Universität Breslau (Uniwersytet Wrocławski) durch die Martin-Opitz-Bibliothek und das Kulturreferat für Oberschlesien. Anfang Juni 2019 wird der Workshop bei einem Gegenbesuch der Studierenden der Ruhr-Universität in Breslau fortgesetzt.

19.05.2019 Barbara Wonschik „Ein Paradies im dritten Stock“ Szenen einer Kindheit in Oppeln. Autorenlesung im Haus Oberschlesien

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Geschrieben von Kretschmann
18. April 2019
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Barbara Wonschik „Ein Barbara Wonschik 2Paradies im dritten Stock" Szenen einer Kindheit in Oppeln. Autorenlesung im Haus Oberschlesien

Sonntag, 19. Mai 2019, 15-17 Uhr

Barbara Wonschik (geb. 1939 in Oppeln) schreibt über ihre Kindheit und Jugend in der Zeit der Wirren während und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach Flucht und Vertreibung aus Oberschlesien ins Rheinland und nach der späten Heimkehr ihres Vaters aus elfjähriger Kriegsgefangenschaft in Russland musste ihre Familie im Westen Deutschlands neu anfangen.

Anlässlich des Internationalen Museumstages stellt die Autorin ihre Erinnerungen an die Kindheit in Schlesien im Haus Oberschlesien/Oberschlesisches Landesmuseum vor. Barbara Wonschik berichtet, wie auch aus belastenden Erlebnissen heraus neue Anfänge und Erfolge entstehen können. Ihre Liebe zu den Menschen war ihr eine wichtige Hilfe dabei, niemals zu verzweifeln, sondern immer wieder aufzustehen und weiterzugehen. Mit alten Volksliedern begleitet sie am Klavier Dr. Hartmut Schlattmann.

Die Lesung im Rahmenprogramm des „Internationalen Museumstages" am Oberschlesischen Landesmuseum ist ein Angebot des Kulturreferenten für Oberschlesien.

Barbara Wonschik: Ein Paradies im dritten Stock: Szenen meiner Kindheit und Jugend. Norderstedt: BoD 2018. ISBN: 978-3748128014

Kommende Veranstaltungen

Samstags im Museum. Ei, Ei, Ei – Osterei abgesagt
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Öffentliche Sonntagsführung durch die Osterei-Ausstellung abgesagt
am Sonntag, dem 22. März, 15 16 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Ostereier verzieren. Kreativkurs für Erwachsene abgesagt
am Samstag, dem 28. März, 14 16 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
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