Kulturstrolche

15. März 2012 Zugriffe: 16124 Geschrieben von Peters-Schildgen
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Kulturstrolche - Kooperationsprojekt „Kultur und Schule“

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„Kinder wollen entdecken, sich ausprobieren und Spaß dabei haben. Das gilt auch für Theater, Museum und Musik. Das Kinderbildungsprojekt Kulturstrolche will Kinder für Kultur, vor allem für die vor der eigenen Haustür, begeistern.“ Das Projekt Kulturstrolche– initiiert von der Stadt Münster für die Mitgliedstädte des Kultursekretariats NRW Gütersloh, setzt hier an. Es schafft Synergien, indem es die Zusammenarbeit von Grundschulen und kulturellen Einrichtungen koordiniert.

Kulturstrolche will langfristig allen Kindern in den beteiligten Städten eine kulturelle Grundbildung in der Primarstufe sichern. Während des 2. bis 4. Schuljahres sollen sie möglichst viele städtische Kultureinrichtungen kennen lernen. Viele Kinder werden als Kulturstrolche erste Kultur-Erfahrungen sammeln. Das Erlebte soll für sie in konkreten Produkten sichtbar und greifbar werden: So erhält jedes Kind ein Sammelheft, in das es einen Sticker pro Besuch in einer Einrichtung einkleben kann.

Die Stadt Ratingen beteiligt sich seit mehreren Jahren an diesem Projekt. In Ratingen durchlaufen die Kulturstrolche insgesamt mindestens sechs Kultursparten in sechs Institutionen. Dies sind die Sparten Literatur, Geschichte, Bildende Kunst, Musik, Medien /Film sowie Theater/Tanz. Weitere Informationen und den Angebotskatalog finden Sie hier

Kulturstrolche wissen einfach mehr, denn durch den Blick hinter die Kulissen haben sie die Möglichkeit ein Selbstverständnis für ‘Kultur’ zu entwickeln.“

Kulturstrolche im Oberschlesischen Landesmuseum

Dauer: ca. 90 Min.
Termine: nach Absprache
Kosten: keine

Allgemeine Angebote

Was tut man in einem Museum? - Museumsführung für Kinder mit praktischem Teil

Sammeln, Bewahren, Erforschen, Dokumentieren, Ausstellen – das sind wesentliche Aufgaben eines Museums. Bei einer Führung durch das Museum werden die Kulturstrolche mit diesen Aufgaben vertraut gemacht. Sie lernen verschiedene Objektgattungen (Gemälde, Skulptur, Fotografie, Grafik, Kunstgewerbliches aus Porzellan und Silber) kennen und dürfen auch einen Blick in Werkstatt- und Depoträume werfen. Unterschiedliche Arbeitsbereiche werden dabei erklärt.

Anschließend werden die Kulturstrolche kreativ tätig. Auf einer Tapetenbahn malen sie Objekte, die ihnen im Museum besonders aufgefallen sind und gestalten so ihr „Museum zum Mitnehmen“. Die Teilnahme wird mit einem „Museumsdiplom für Kulturstrolche“ belohnt.


Geschichten vom Bergbau

Im Bergbau wurden viele technische Erfindungen entwickelt und vorangetrieben. Durch den Einsatz von Dampfmaschinen wurde nicht nur die Kohleförderung billiger, sondern auch der Abbau von Erzen und anderen Rohstoffen erleichtert. In Schlesien dienten sie vor allem zum Abpumpen des Grubenwassers. In der Dauerausstellung des Museums gibt es viele Beispiele aus der Bergbau- und Industriegeschichte zu sehen, sogar einen nachgebauten Anschauungsstollen. Technische Aspekte des Bergbaus sind Schwerpunkte dieses Angebots. Wie eine Dampfmaschine funktioniert, erfahren die Kinder im praktischen Experiment, bei dem eine Modell-Dampfmaschine zum Einsatz kommt. Die Teilnahme wird mit einem „Museumsdiplom für Kulturstrolche“ belohnt.

EXTRA:
Begleitende Angebote zu den Sonderausstellungen
- "Heimat.Front"
- "Für Leib und Seele"

Das EXTRA-Angebot kann nur während der Laufzeit der Sonderausstellungen gebucht werden.

Dauer: ca. 90 Min.
Termine: nach Absprache
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

HEIMAT.FRONT - Oberschlesien und der Erste Weltkrieg
Laufzeit: bis 8.11.2015

„Leben im Krieg“
Zur Friedenserziehung in der Schule gehört das Thema „Krieg“. Hundert Jahre nach den Entwicklungen des Kriegsjahres 1915 zeigt die Sonderausstellung anschaulich unterschiedliche Facetten der Kriegszeit und bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich altersgerecht über den Ersten Weltkrieg zu informieren.

Hunger gehörte zu einer zentralen Erfahrungen der Menschen im Kriegsalltag. Kinder jüngeren Alters lernen die Entbehrungen des Kriegsalltags anschaulich – anhand von historischen Kochrezepten, Auswirkungen der Rationierung,  kennen. Die Not machte auch erfinderisch. Aus Stahlhelmen entstanden Kochtöpfe, aus Kartoffelsäcken wurden Puppen genäht. Dieser Aspekt bestimmt den praktischen Teil des Angebots, in dem aus Haushaltsgegenständen und Fundsachen ein Spielzeug gebastelt wird.


Für Leib und Seele
Geschichte der schlesischen Landwirtschaft und Ernährungskultur
Laufzeit : 6.12.2015 – 15.10.2016

„Brotzeit – Wie kommt die Butter aufs Brot?“

Die Ausstellung spannt einen Bogen von der Erzeugung (Ackerbau und Viehzucht) über die Weiterverarbeitung und Vermarktung (Lebensmittelindustrie) bis hin zur Vorratshaltung, Zubereitung und zum Verzehr von Lebensmitteln (Hauswirtschaft) mit Blick auf Schlesien. Hinzu kommen die damit verbundenen Tischsitten und Essrituale, die Betrachtung von Lebensmittelversorgung in Krisenzeiten sowie ein gesunder Umgang mit Lebensmitteln. Es geht auch um den Zusammenhang zwischen Landwirtschaft und Ernährungskultur.

Bereits in der Jungsteinzeit beobachteten unsere Vorfahren, dass aus Samen neue Pflanzen wachsen. Bald wurde das Getreide gemahlen und mit Wasser vermischt als nahrhafter Brei gegessen. Später wurde der Brei ausgerollt und auf einem heißen Stein oder in der Glut des Feuers zu einem haltbaren festen Fladenbrot gebacken.

Deutschland gilt als „Land  des  Brotes“. Nirgendwo auf der Welt werden so viele verschiedene Brotsorten gebacken wie in Deutschland, es gibt über dreihundert. Aber woher kommt das Getreidekorn? In einer Führung durch die Sonderausstellung erfahren die Kinder, wie noch vor 100 Jahren unsere Grundnahrungsmittel wie Milch, Getreide, Fleisch, Obst und Gemüse angebaut, geerntet und verwendet wurden. Außerdem wird in einem praktischen Teil ein eigenes Brot gebacken und Butter gestampft.

Kontakt: Oberschlesisches Landesmuseum, Bahnhofstraße 62, 40883 Ratingen; Dr.Susanne Peters-Schildgen; Tel. 02102-965-233; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kommende Veranstaltungen

Vortrag und Gespräch "Quo vadis, Digitalisierung?"
Eine Veranstaltung des Kulturkreis Hösel
am Mittwoch, 26. April um 19 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Tagung "Neue Wege. Kulturarbeit in/für/mit Oberschlesien"
Eine Veranstaltung des Kulturreferenten für Oberschlesien
am Donnerstag, 27. April von 9:30 bis 18 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Samstags im Museum - Das weiße Gold
Museumspädagogisches Programm für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren
am Samstag, 29. April um 15:00 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Frederick, du bist ja ein Dichter - Poetisches Theater für die ganze Familie
Eine Veranstaltung des Kulturkreis Hösel
am Mittwoch, 3. Mai um 16 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Kontakt

Anschrift:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-9650

Email:
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