Kulturrucksack NRW

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Geschrieben von Peters-Schildgen
23. August 2016
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kulturrucksack logo 72dpi 02016 hat sich das OSLM erstmals mit seinem Herbstferien-Angebot "Götterspeisen" - Stillleben-Workshop - am 11. und 12.10. am NRW-Kulturrucksack beteiligt. 

In diesem Workshop lernten die Jungen und Mädchen unter fachlicher Anleitung, ein Stillleben zu gestalten, das zeigen sollte, was die "Helden" und "Idole" aus Kino, TV, Web oder Literatur morgens verspeisen könnten. Der Workshop wurde unter der künstlerischen Leitung von Detlef Bach an zwei Nachmittagen jeweils vierstündig  mit einer halbstündigen Pause und mit einem Imbiss durchgeführt. Am ersten Tag gab es nach Begrüßung, erstem Kennenlernen und einer kurzen Einführung in das Thema einen 25-minütigen Rundgang durch die OSLM-Sonderausstellung "Für Leib und Seele. Von der Kultur des Essens und Trinkens". Die Gruppe erhielt Einblicke in das breite Thema der Nahrungsbeschaffung sowie der Verarbeitung und Zubereitung von Lebensmitteln. Die zahlreichen Objekte wie Tierpräparate, Haushaltsgegenstände, Kochutensilien, Geschirr, Gläser, Besteck sowie Großfotos von festlich gedeckten Tafeln, Küchen, Backstuben, Speisen, landwirtschaftlichen Aktivitäten etc. boten vielfältige Anregungen für die eigene Bildgestaltung. Besonders beeindruckt war die Gruppe von der Größe des Bentheimer Landschweins, eines Tierpräparats in der Ausstellung. Da wusste eine Teilnehmerin bereits ganz genau, für welches Idol sie sich entscheiden würde - nämlich für Obelix, der schon zum Frühstück am liebsten Wildschweinbraten verspeist.
Im pädagogischen Arbeitsraum des Museums ermittelte Detlef Bach mittels Brainstorming Helden und mögliche Bildmotive, bevor die Gruppe ihre ersten Entwürfe gestaltete. Nach so viel Theorie zum Thema Essen und Trinken gab es einen Imbiss. Danach wurde konzentriert weiter gearbeitet. Auch am zweiten Tag des Stillleben-Workshops hatten die Mädchen und Jungen jede Menge Spaß beim Malen ihrer Bilder, die allmählich Gestalt annahmen. Zwischendurch gab es wieder eine kleinen  Imbiss. Anschließend durfte die Gruppe einen Blick hinter die Museumskulissen werfen und sich im Museumsdepot umschauen. Dort gab es gerahmte und nicht gerahmte Bilder zu sehen sowie alte, vergoldete Rahmen mit prunkvollen Verzierungen bestaunen - als Inspiration für eigene Bilderrahmen, die die Stillleben besonders wirkungsvoll hervorheben sollten. Die Rohlinge aus Pappe wurden von Detlef Bach zur Verfügung gestellt. Die Bilderrahmen wurden mit Flitter, Strassschmuck verziert oder bemalt. Alle waren sich einig: Ein gutes Bild braucht eigentlich keinen Rahmen, aber gerahmt sieht es doch viel schöner aus. Die Ergebnisse der Gruppe können sich sehen lassen. Alle haben gut und konzentriert mitgearbeitet. Die Kooperation mit dem Wuppertaler Künstler Detlef Bach war unkompliziert und angenehm. Insgesamt war der Workshop ein gelungenes Projekt, das nicht nur den Jungen und Mädchen, sondern auch den Verantwortlichen viel Freude bereitet hat.

Das Kulturruck-Projekt wurde vom Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit den Kommunen und Kultureinrichtungen auf den Weg gebracht. Der Kulturrucksack NRW knüpft an bestehende Programme wie zum Beispiel „Künstler in die Kita", „Jedem Kind ein Instrument", „Kultur und Schule", „KulturScouts" oder „Kulturstrolche" an, die bereits in den Kindertageseinrichtungen und Schulen Nordrhein-Westfalens angeboten werden. Er wendet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen kostenlose und deutlich kostenreduzierte kulturelle Angebote zu eröffnen.Weitere Informationen zu dieser Initiative und zu den Angeboten in Ratingen finden Sie hier.

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