06.03.2019: Lesung: Ein phantastischer Realist aus Oberschlesien. Der Schriftsteller August Scholtis. Zum 50. Todestag

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Kretschmann
06 luty 2019
Odsłony: 86

Ein phantastischer Realist aus Oberschlesien. Der Schriftsteller August Scholtis. Zum 50. Todestag.

Ein bebilderter Vortrag von Peter Börner

Mittwoch, 6. März 2019, 19 Uhr, Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstr. 90, 40210 Düsseldorf

august-scholtisAugust Scholtis, geboren 1901 in Bolatitz (Bolatice), stammte aus dem Hultschiner Ländchen, einem Teil Oberschlesiens, der nach dem Ersten Weltkrieg an die Tschechoslowakei fiel. Seine Bedeutung für die deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts verdankt er vor allem seinem Debütroman „Ostwind" (1932). Darin entwickelt der später lange in Berlin lebende Schriftsteller in höchst eigenwilliger, fesselnder Weise ein Kaleidoskop der uns historisch fremd gewordenen und kulturell wohl vielen immer fremd gebliebenen slawisch-deutschen Welt Oberschlesiens. Die Lektüre dieses Romans ist bis heute ein Lese-Abenteuer. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Scholtis nicht wieder an die Erfolge seines ersten Romans anknüpfen, sein Reisebericht „Reise nach Polen" (1962) griff der Verständigung mit Polen in der Brandt-Ära voraus. Der Vortrag gibt Einblicke in das erzählerische Gesamtwerk und seine Rezeption, nicht zuletzt in Tschechien und Polen, und er vermittelt - im 50. Todesjahr des Autors - einen Eindruck seiner nicht unumstrittenen Persönlichkeit.

Peter Börner, Studiendirektor i.R., Gymnasiallehrer mit den Fächern Deutsch und Katholische Religion in Köln, Bonn, dort auch Lehrauftrag für Fachdidaktik, und zuletzt in Siegburg, betraut mit dem Schüleraustausch mit Polen und schulinterner Referendar-Ausbildung. Ehrenamtliche Mitarbeit in der Bundesheimatgruppe Bunzlau und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Kulturreferenten für Oberschlesien und dem Gerhart-Hauptmann-Haus.

Online-Lernmodul: Landeskunde Oberschlesien – Eine europäische Region

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Kretschmann
06 luty 2019
Odsłony: 85

kattowitz museumDas neue Lernmodul "Landeskunde Oberschlesien" vermittelt Schülerinnen und Schülern am Beispiel der Geschichte Oberschlesiens Aspekte der deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg (Grenzfindung; Erinnerungskultur) als auch der Migrationsgeschichte (Zuwanderung nach Deutschland). Das Modul Oberschlesien eignet sich sowohl zur Verhandlung transnationaler Regionalgeschichte (mehrschichtige Identitäten) als auch zur landeskundlichen Vorbereitung auf einen Schüleraustausch/Klassenfahrt in die Region.

Alle Arbeitsblätter aus der Reihe "Polen in der Schule" sind frei abrufbar: www.poleninderschule.de/arbeitsblaetter/landeskunde/landeskunde-oberschlesien-eine-europaeische-region

Die Unterrichtsmaterialien zu vielfältigen Aspekten der Region Oberschlesien sind in Kooperation des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt mit dem Kulturreferenten für Oberschlesien entstanden.

29.01. u. 07.02.2019: Lesung im Haus Oberschlesien mit Harald Gesterkamp: Humboldtstraße Zwei

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Kretschmann
06 grudzień 2018
Odsłony: 478

Harald Gesterkamp: Humboldtstraße Zwei. Das Schicksal einer deutschen Familie zwischen 1934 und 2014

Harald-Gesterkamp-2Erich Plackwitz ist in den Dreißiger Jahren als Richter am Amtsgericht in Jauer, einer Kleinstadt in Schlesien, tätig. Er verachtet Hitler und den Nationalsozialismus, dennoch muss er hilflos zusehen, wie sich Deutschland vom Rechtsstaat immer mehr zum Unrechtsstaat entwickelt. Seine Tochter Elise liebt ihr Elternhaus in der Humboldtstraße Nr. 2, doch muss sie es nach Schule, Studium und Flakhelferinneneinsatz in Oberschlesien aufgeben. Nach dem Krieg fasst sie in Westdeutschland Fuß, macht eine Ausbildung und gründet eine Familie. Doch die Sehnsucht nach Schlesien brodelt weiter in ihr. Ihr in Bonn lebender Sohn Andreas kann das nicht nachvollziehen. Erst als seine Mutter alt ist und mit einer tödlichen Krebsdiagnose konfrontiert wird, beginnt er sich für ihre Lebensgeschichte zu interessieren. Ein altes Kriegstagebuch der Mutter hilft dabei.

Harald Gesterkamp, geb. 1962 in Münster, ist Autor und Journalist. Er lebt in Bonn und arbeitet als Redakteur beim Deutschlandfunk in Köln. Titelinformation: Humboldtstraße Zwei. Hamburg: Verlag Tredition, 468 Seiten, ISBN: 9783734536588

Dienstag, 29. Januar 2019, 19:00 Uhr: Haus Oberschlesien, Bahnhofstraße 71, Ratingen-Hösel

Donnertag, 7. Februar 2019, 19:00 Uhr: Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstr. 90, 40210 Düsseldorf

Eine Veranstaltung des Kulturreferats für Oberschlesien am Oberschlesischen Landesmuseum in Kooperation mit dem Kulturkreis Hösel und dem Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf

12.12.2018: Lesung im Haus Schlesien mit Hans Pleschinski: Wiesenstein

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Kretschmann
06 grudzień 2018
Odsłony: 430

Wiesenstein - der große Gerhart Hauptmann Roman von Hans Pleschinski

pleschinskiDer alte Mann, eine Berühmtheit, Nobelpreisträger, verlässt mit seiner Frau das Sanatorium, wo beide Erholung gesucht haben, und wird mit militärischem Begleitschutz zum Zug gebracht. Doch es ist März 1945, das Sanatorium Dr. Weidner liegt im eben zerstörten Dresden und der Zug fährt nach Osten. Gerhart und Margarete Hauptmann nämlich wollen nirgendwo anders hin als nach Schlesien, in ihre Villa „Wiesenstein", ein prächtiges Anwesen im Riesengebirge. Dort wollen sie weiterleben, in einer hinreißend schönen Landschaft, mit eigenem Masseur und Zofe, Butler und Gärtner, Köchin und Sekretärin, ein immer noch luxuriöses Leben für den Geist führen inmitten der Barbarei.

Aber war es die richtige Entscheidung? Überhaupt im Dritten Reich zu bleiben? Und was war der Preis dafür? Können sie und ihre Entourage unbehelligt leben, jetzt, da der Krieg allmählich verloren ist, russische Truppen und polnische Milizen kommen? Und das alte Schlesien untergeht?

Hans Pleschinskis erzählt in Wiesenstein erschütternd und farbig, episodenreich und spannend vom großen, genialen Gerhart Hauptmann, von Liebe und Hoffnung, Verzweiflung und Angst. Er erzählt vom Ende des Krieges, dem Verlust von Heimat, von der großen Flucht, vergegenwärtigt eine Welt, die für uns verloren ist, und das Werk Gerhart Hauptmanns, auch mit unbekannten Tagebuchnotizen. Die Geschichte eines irrend-liebenden Genies und einer untergehenden und sich doch dagegen stemmenden Welt, ein überwältigender Roman. (C. H. Beck, München 2018)

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 19:00 Uhr: HAUS SCHLESIEN, Dollendorfer Str. 412, 53639 Königswinter

Eine Veranstaltung von Haus Schlesien in Kooperation mit dem Kulturreferat für Oberschlesien, dem Literaturhaus Bonn und dem Verein Literatur im Siebengebirge.

22.11.2018: Oberschlesien und seine Geschichte. Festvorträge anlässlich des 70. Jubiläums der Martin-Opitz-Bibliothek

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Kretschmann
19 listopad 2018
Odsłony: 565

Die kulturelle Neuerfindung der Hauptstadt des oberschlesischen Industriereviers beleuchtet die Historikern Dr. Juliane Tomann (Jena) in ihrer Studie „Geschichtskultur im Strukturwandel. Öffentliche Geschichte in Katowice nach 1989" (De Gruyter Oldenbourg 2017). Die ehemalige sozialistische Musterstadt, das industrielle Rückgrat Polens durchläuft seit der politischen Wende 1989/1990 einen tiefgreifenden ökonomischen und gesellschaftlichen Transformationsprozess. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie in Zeiten des dynamischen Wandels Geschichte erzählt wird und welche Wirkungen bzw. Funktionen diese im öffentlichen Raum einnimmt?

kattowitz museumDr. Juliane Tomann leitet den Projektbereich "Geschichte und Öffentlichkeit" am Imre Kertész Kolleg in Jena. Als ausgebildete Kulturwissenschaftlerin beschäftigt sie sich mit den vielfältigen Produktionsweisen historischen Wissens sowie der Schnittstelle zwischen Geschichtswissenschaft und Öffentlichkeit in verschiedenen Konstellationen. Ihre Dissertation wurde mit dem Wissenschaftlichen Förderpreis des Polnischen Botschafters ausgezeichnet.

Seit Generationen bleiben nur die Polen wirklich an dem Thema Oberschlesien dran. In Deutschland sind wir dagegen immer weniger in der Lage, mit ihnen einen Kulturdialog über Oberschlesien von gestern und von heute zu führen. Heute erfahren wir von den Polen, wer die deutschen Kohle-Barone, die modernen Industriellen, Architekten und Musiker aus Oberschlesien waren, weil wir sie bereits vergessen haben.

Das ist schade, denn so kann keine Annäherung gelingen. Um dialogfähig zu bleiben, muss Wissen über Oberschlesien auch in Deutschland vermittelt, rezipiert und kritisch reflektiert werden. Der vorliegende Essayband will nicht zulassen, dass das deutsche Wissen und das so nötige Verständnis für diese komplizierte Region „vom Winde verweht" wird. Nomen est omen: Wiatr heißt Wind. Damit unser Wissen über Oberschlesien nicht „vom Winde verweht" wird, gibt es Marcin Wiatr. Alle hier gesammelten Beiträge sind kenntnisreich und beständig, alle zeugen von einer sorgfältigen Kultur des Wortes. Wiatr nimmt seine Leser ernst und das macht Appetit auf mehr!

Dr. Marcin Wiatr, ist Schulbuchforscher, Literaturwissenschaftler und Übersetzer. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Georg-Eckert-Instituts - Leibniz-Instituts für internationale Schulbuchforschung in Brauschweig, wo er das deutsch-polnische Geschichtsbuchprojekt "Europa. Unsere Geschichte" koordiniert und auf deutscher Seite die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission betreut.

Dr. Vasco Kretschmann ist Kulturreferent für Oberschlesien bei der Stiftung Haus Oberschlesien in Ratingen.

Programm:

Begrüßung: Dr. Hans-Jakob Tebarth

Einführung und Moderation: Dr. Vasco Kretschmann

Buch- und Thesenpräsentation: Dr. Juliane Tomann

Buch- und Thesenpräsentation: Dr. Marcin Wiatr

Im Anschluss der Veranstaltung wird ein kleiner Umtrunk zur Feier des 70jährigen Jubiläums der Bücherei des deutschen Ostens stattfinden.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Martin-Opitz-Bibliothek und des Kulturreferats für Oberschlesien

Donnerstag, 22. November 2018, 19:00-20:30 Uhr

Martin-Opitz-Bibliothek

Berliner Platz 5

44623 Herne

Przyszłe imprezy

Samstag im Museum - Auf den Spuren des "Kartoffelkönigs"
am Samstag, dem 23. Februar 2019, 14:30 - 16:30 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Lesung - Tamina Kallert : Mit kleinem Gepäck
am Montag, dem 25. Februar 2019, 18:00 Uhr
Ort: Stiftung Haus Oberschlesien

Ostermarkt mit Ausstellungseröffnung
am Sonntag, dem 17. März 2019, 11:00 - 18:00 Uhr
Ort: Oberschlesisches Landesmuseum

Kontakt

Adres:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstraße 62
40883 Ratingen (Hösel)

Telefon:
+49(0)2102-965-0

Email:
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