Das Oberschlesische Landesmuseum präsentiert im zweiten Quartal 2026 ein Veranstaltungsprogramm, das kulturelle Bildung, interaktive Formate und deutsch-polnische Perspektiven miteinander verbindet.
Noch bis zum 12. April ist die Sonderausstellung „Tradition trifft Kunsthandwerk – Ostern in Oberschlesien“ zu sehen. Begleitend dazu finden am 5. und 12. April jeweils um 15 Uhr öffentliche Führungen statt. Am 11. April um 12 Uhr lädt der Filmische Gesprächskreis zur Auseinandersetzung mit Fragen von Identität und Migration ein. Der deutsch-polnische Dokumentarfilmer Andrzej Klamt zeigt und diskutiert seinen von der Kritik gewürdigten Film „Die geteilte Klasse“, der im offiziellen Programm der 7. Berlin Biennale gezeigt wurde. Ein weiterer Höhepunkt des mit Spannung erwarteten Frühlings ist die erstmalige Teilnahme des Oberschlesischen Landesmuseums an der neanderland WANDERWOCHE am 24. April. Die dreieinhalbstündige Mischung aus Wanderung und Kurzvortrag steht unter dem Motto „Schlossgeschichten“. Los geht es – buchstäblich – um 12 Uhr. Kreative Mitmachangebote wie „Farbenfrohe Gartenfreu(n)de“ am 18. April (13–17 Uhr) sowie eine thematische Führung zum Tag der Erde am 19. April um 15 Uhr ergänzen das Programm im April.
Im Mai rückt der Internationale Museumstag am 17. Mai in den Mittelpunkt. Bei freiem Eintritt erwartet die Gäste ein ganztägiges Programm mit Direktorenführung (12 Uhr) sowie der feierlichen Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Ans Licht! Objekte und Geschichte(n) aus der Sammlung des Oberschlesischen Landesmuseums“ (15 Uhr). Die Sonderausstellung gewährt spannende Einblicke in bislang selten gezeigte Sammlungsbestände und beleuchtet zugleich die Wege, auf denen ausgewählte Exponate in die museale Sammlung gelangt sind – von Ankäufen bis zu Schenkungen. Darüber hinaus werden im Mai thematische Führungen sowie kreative Workshops wie „Flagge zeigen!“ (2. Mai, 12–15 Uhr) angeboten. Der Filmische Gesprächskreis setzt sich mit dem essayistischen Dokumentarfilm „Vor Zeit / Przedczas“ am 30. Mai um 12 Uhr fort und lädt zum Austausch mit der Berliner Regisseurin Juliane Henrich ein.
Ein kulturhistorisches Ereignis ist das ganztägige „Fest der Freundschaft“ am 13. Juni. Anlass ist der 35. Jahrestag des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrags vom 17. Juni 1991. Mit Comedy, Musik, Diskussionsrunden, Begegnungsformaten und kreativen Workshops setzt das Museum ein Zeichen für gelebte Nachbarschaft und kulturellen Austausch. Mit dabei sind unter anderem das Oberschlesische Blasorchester, Nadia Wiercioch, Basil Kerski, Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz, Rafał Sobczak und Joanna Szymańska-Bica. Für das leibliche Wohl sorgen das Café Bös aus Ratingen und die Schlesische Bäckerei. Gefeiert wird im und rund um das Museum.
Das „Fest der Freundschaft“ wird im Rahmen der Landesinitiative „Europa-Schecks“ gefördert. In einem Schreiben des NRW-Europaministers Nathanael Liminski wird hervorgehoben, dass dieses Format insbesondere zivilgesellschaftliches Europa-Engagement unterstützt und Vorhaben fördert, die sich vielfältig für die europäische Idee sowie die Stärkung des Europagedankens in Nordrhein-Westfalen einsetzen.
Weitere Informationen zu Veranstaltungen, Anmeldefristen und Teilnahmekosten finden Sie unter: oberschlesisches-landesmuseum.de/startseite-oslm/alle-veranstaltungen/