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„Raum & Grenzen“ – Schülerarbeiten der Liebfrauenschule im Oberschlesischen Landesmuseum

Was macht einen Ort zu einem Zuhause? Wann fühlen wir uns geborgen und sicher, und wann wird ein vertrauter Raum plötzlich fremd? Mit diesen Fragen setzt sich die Ausstellung „Raum und Grenzen“ auseinander. Eröffnet wird sie am 4. Oktober 2026 um 13 Uhr im Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen. Die Ausstellung ist eine Kooperation des Oberschlesischen Landesmuseums mit der Liebfrauenschule Ratingen. Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Liebfrauenschule im Jahr 2026 wurden Schülerinnen und Schüler des Kunstkurses eingeladen, ausgewählte Arbeiten in den Räumen des Museums zu präsentieren.

Im Mittelpunkt von „Raum und Grenzen” stehen ganz unterschiedliche Formen von Behausungen und Schutzräumen – von Vogelhäusern und Dixi-Klos bis hin zu fantasievollen, romantischen Architekturen, die von Elfen oder Feen bewohnt werden könnten. Die künstlerischen Arbeiten nähern sich dem Thema Raum aus unterschiedlichen Perspektiven und fragen danach, welche Bedeutung Orte für unser Gefühl von Sicherheit, Zugehörigkeit und Identität haben. Was vermittelt uns Geborgenheit? Wann fühlen wir uns sicher – und wodurch entsteht Unsicherheit? Die Arbeiten untersuchen die Grenzen und Möglichkeiten von Schutzräumen. Dabei kann selbst ein scheinbar banaler und provisorischer Ort wie ein Festival-WC zum Sinnbild für den Wunsch nach Privatsphäre, Rückzug und einem eigenen geschützten Raum werden. Gleichzeitig lenkt die Ausstellung den Blick auf Situationen, in denen vertraute Räume verloren gehen. Wenn Menschen ihre Häuser, ihre gewohnten Lebensorte oder sogar ihre Heimat verlassen müssen, können Sicherheit, Erinnerung und Identität ins Wanken geraten. „Raum und Grenzen“ lädt dazu ein, über Räume als Orte des Schutzes, der Fantasie, der Zugehörigkeit, der Geborgenheit und des Vertrautseins nachzudenken.

Das Projekt bietet den Schülerinnen und Schülern eine praktische Auseinandersetzung mit Ausstellungskuration. Sie beschäftigen sich nicht nur mit der Entwicklung und Auswahl ihrer künstlerischen Arbeiten, sondern erlernen auch die Grundlagen der Ausstellungsgestaltung. „Die Schülerinnen und Schüler lernen durch das Projekt ganz praktisch, wie eine Ausstellung entsteht. Wie findet man einen passenden Titel? Wie schreibt man eine Objektbeschreibung? Und wie lassen sich Objekte sinnvoll und wirkungsvoll im Raum platzieren?“, erläutert Anna Appelhoff, Ideengeberin und Projektverantwortliche am Museum. Kai Richter, Kunstlehrer an der Liebfrauenschule Ratingen, ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit dem Museum ermöglicht es den Jugendlichen, ihre Arbeiten in einem professionellen, musealen Umfeld zu erleben und sich mit den Bedingungen auseinanderzusetzen, unter denen Kunst öffentlich präsentiert und vermittelt wird.“

Die Eröffnung am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, um 13 Uhr wird von einer Performance der Schülerinnen und Schüler begleitet. Es lohnt sich also doppelt, dabei zu sein – auch wegen dieser zeitbasierten Arbeit, die nur im Rahmen der Eröffnung zu erleben sein wird.

 

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