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Veranstaltungen

Dr. Evelyne A. Adenauer © Privatarchiv

Datum

6. Februar 2027

Uhrzeit

12:00

Preis

2 EUR

Podium Silesia: Eine kulturhistorische Sprachuntersuchung Oberschlesiens vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis 1945 mit Dr. Evelyne A. Adenauer

Wie klang Oberschlesien in der Vergangenheit? Welche Sprachen und sprachlichen Varianten prägten die Region vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum Jahr 1945? Diesen Fragen widmet sich der Vortrag von Dr. Evelyne A. Adenauer. Anhand kulturhistorischer Zeugnisse und schriftlicher Quellen, darunter Inschriften auf Straßenkreuzen sowie sprachwissenschaftliche Untersuchungen, zeichnet sie ein facettenreiches Bild der sprachlichen Vielfalt Oberschlesiens. Eine besondere Rolle spielen dabei Schallplattenaufnahmen aus dem Jahr 1933, die die Sprache der Menschen dokumentieren und die Vielfalt der Region unmittelbar hörbar machen. In der Zusammenschau der unterschiedlichen Quellen wird deutlich, dass Oberschlesien sprachlich keineswegs eine einheitliche Region war, sondern vielmehr durch eine ausgeprägte sprachliche Fragmentierung gekennzeichnet war. Die historischen Tonaufnahmen verleihen dem Vortrag eine besondere Lebendigkeit. Zugleich eröffnen sie einen spannenden Einblick in die Lebenswelten von Menschen, die noch im 19. Jahrhundert geboren wurden und selbst keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen haben.

Im Anschluss an den Vortrag bietet eine Podiumsdiskussion, moderiert von Dr. David Skrabania, Gelegenheit, die vorgestellten Forschungsergebnisse zu vertiefen und Fragen zur sprachlichen und kulturellen Vielfalt Oberschlesiens gemeinsam zu diskutieren.


Zur Referentin:
Dr. Evelyne A. Adenauer, geboren 1978, studierte Osteuropäische Geschichte, Mittlere und Neuere Geschichte sowie Philosophie an der Universität zu Köln und verbrachte ein Semester in Breslau (Wrocław). Neben verschiedenen journalistischen Tätigkeiten veröffentlichte sie erste historische Arbeiten im Rahmen des Kardinal-Bertram-Stipendiums, darunter eine Studie über den Breslauer Priester Hermann Hoffmann. Ihre Dissertation widmete sie den christlichen Kirchen in Schlesien unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute ist sie als freie Historikerin tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Kirchen- und Kulturgeschichte Schlesiens im 20. Jahrhundert. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlicht sie in Zeitschriften und Sammelbänden.

 

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